meldungen
Nominierungen für den Deutschen Amateurtheaterpreis 2016
Nachhaltige Qualität
21. April 2016. 15 Ensembles sind für den Deutschen Amateurtheaterpreis "amarena 2016" nominiert. Der alle zwei Jahre ausgerichtete Wettbewerb wird in diesem Jahr zum vierten Mal stattfinden. Laut Pressemitteilung des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT) hatten sich 130 Ensembles in fünf Sparten beworben. Den ausgezeichneten Inszenierungen winken 2.000 Euro in jeder Sparte.
Refugee Club Impulse nimmt Stellung zu Antisemitismus-Vorwürfen
Israelfeindliche Aktivität?
20. April 2016. Der Refugee Club Impulse (RCI) ist von der Nominierungsliste des bundesdeutschen Sonderpreises für kulturelle Projekte mit Flüchtlingen gestrichen worden. Laut Berliner Zeitung hat die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), die Nominierung, die ihr durch eine Jury empfohlen worden war, zurückgenommen. Die Nominierungsprämie von 2.500 Euro sei noch nicht ausgezahlt worden. Der Preis, für den insgesamt zehn Projekte zur Auswahl stehen, ist mit 10.000 Euro dotiert.
Kölner Theaterprojekt für Medienpreis in Kanada nominiert
Von Marketing und New Media Festivals umarmt
21. April 2016. Das cross-mediale Theaterprojekt "Supernerds" von Angela Richter, produziert mit dem Schauspiel Köln und dem WDR, konkurriert erneut um einen New Media Preis in Amerika. Nachdem das Projekt jüngst in der Kategorie "Privacy & Security" beim 19. SXSW-Innovation Awards in Austin/Texas antrat, läuft es im kanadischen Banff im Wettbewerb um einen der beim Banff World Media Festival vergebenen "Rocky Awards" in der Kategorie "Interactive Content".
Landesministerin plädiert gegen Karlsruher Kürzungsplan
Badisches Staatstheater bedroht?
20. April 2016. Das Badische Staatstheater Karlsruhe ist von schwerwiegenden Kürzungen im Kulturhaushalt der Stadt und damit auch des Landes bedroht. Das geht aus einer Pressemitteilung der Kunstministerin des Landes Baden-Württemberg Theresia Bauer hervor.
Auswahl der Privattheatertage 2016
Privat nach Hamburg
20. April 2016. Das Programm der fünften Privattheatertage steht fest. Eingeladen sind:
Petition gegen Sparvorgabe am Theater Hagen
Der Leuchtturm soll leuchten
20. April 2016. Für das Theater Hagen wurde eine Petition gegen die geplante Sparvorgabe der Stadt gestartet. Sollten die Kürzungen "von 1,5 Millionen zzgl. des 1 Prozentes der Tariferhöhungen umgesetzt werden müssen, wird das Theater Hagen ab 2018 in dieser über die Region anerkannten Form nicht weiter existieren können", heißt es im Petitionstext des Autors und Kabarettisten Christoph Rösner, der die Petition initiiert hat. Es drohe der Verlust des "einzig verbliebenen, nennenswerten Hagener Leuchtturms".
Keine sofortige Entlassung von Sewan Latchinian in Rostock
Wie wird man den Intendanten ohne Abfindung los?
20. April 2016. Der Hauptausschuss der Rostocker Bürgerschaft hat gestern Abend den Antrag auf sofortige Entlassung des künstlerischen Leiters des Volkstheaters Sewan Latchinian abgewiesen. Das berichten Ostseezeitung und Norddeutsche Neueste Nachrichten (NNN). Zugleich sei die Stadtverwaltung beauftragt worden, die Rechtslage für eine Entlassung noch einmal zu prüfen.
Rostock: Theater-Aufsichtsrat lehnt Hybridmodell-Überarbeitung ab
Langsamer? Geht nicht!
Rostock, 19. April 2016. Der Aufsichtsrat des Volksttheaters Rostock und Intendant Sewan Latchinian haben sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können. Wie die Ostseezeitung berichtet, habe Latchinian sein vor einigen Tagen angekündigtes Konzept "Hybridmodell für das Volkstheater Rostock, 2. Fortsetzung" vorgelegt. Eine Mehrheit des Gremiums sehe in den Vorschlägen keine Alternative zu dem bisher vorliegenden Hybridmodell, demzufolge das Schauspiel bis auf einen Rumpf abgebaut und der Schwerpunkt auf Orchester und Musiktheater liegen soll. Der Hauptausschuss der Bürgerschaft wird sich nun am Dienstagabend mit der Situation am Volkstheater befassen.
Pulitzerpreis für Lin-Manuel Miranda und sein Musical "Hamilton"
Einer für alles: Buch, Musik, Lyrics, Titelrolle
20. April 2016. Der New Yorker Schauspieler, Komponist, Rapper und Dramatiker Lin-Manuel Miranda ist für sein Musical "Hamilton" mit einem Pulitzer Preis als bestes Drama ausgezeichnet worden. Das geht aus einer Mitteilung der Pulitzer-Journalistenschule der Universität of Columbia hervor, die diesen mit je 10.000 Dollar dotierten Journalisten- und Medien jährlich in diversen Kategorien vergibt. Hamilton hat das Leben des amerikanischen Gründervaters Alexander Hamilton zum Gegenstand. Die amerikanischen Gründerväter und -mütter werden im Wesentlichen von Actors of Color gespielt.
Theaterwissenschaft in Leipzig: Zukunft gesichert
Die Zukunft ist transdiziplinär und transkulturell
18. April 2016. Die Zukunft des Insituts für Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig ist gesichert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Leipziger Instituts hervor, dessen Existenz seit Anfang 2014 durch massive Stellenstreichungen bedroht war. Diese Pläne stießen auf viel Widerspruch.
Proteste der Intermittents in Frankreich
Für mehr Gerechtigkeit
Paris, 18. April 2016. In Frankreich protestieren die "Intermittents" einmal mehr wegen der Arbeitslosenversicherung für freie Kulturschaffenden. "Intermittents" sind Kulturschaffende, die sich jeweils nur für die Dauer einer Produktion in einem Beschäftigungsverhältnis mit einer Kultureinrichtung befinden. Zuletzt sorgte in Frankreich vor zwei Jahren ein neues Abkommen für zahlreiche Streiks und Proteste, das die Bedingungen für den Bezug von Arbeitslosengeld verschärfte. Von den Protesten war damals auch die Eröffnung des Festivals von d'Avignon im Sommer 2014 betroffen.
Rechte Störaktion bei "Schutzbefohlenen"-Aufführung an Uni Wien
Schutzbefohlene spielen "Schutzbefohlene"
Wien, 15. April 2016. Am Donnerstagabend kam es während einer Aufführung von Elfriede Jelineks Geflüchteten-Stück "Die Schutzbefohlenen" im Audimax der Uni Wien zu einer Störaktion. Die Darsteller*innen der Inszenierung von Tina Leisch waren Schutzsuchende aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Bei der gut siebenminütigen Störaktion hätten 20 bis 30 Männer die Bühne gestürmt und dort eine Fahne der rechtsextremen "Identitären Bewegung" sowie ein Transparent mit der Aufschrift "Heuchler! Unser Widerstand gegen eure Dekadenz" entrollt. Das melden u.a. die Wiener Zeitungen Standard und Presse. Nach Angaben der Polizei wurden dabei auch Flugblätter mit der Überschrift "Multikulti tötet" ins Publikum geworfen sowie mit Kunstblut gespritzt. Die Studentenvertretung ÖH Uni Wien, die zu der im Anschluss fortgesetzten Theateraufführung geladen hatte, spricht in ihrer Presseaussendung bzw. einem Facebook-Post von 50 Männern und von der Anwesenheit des Wiener Identitären-Obmanns Martin Sellner. Unter den Performenden haben sich laut ÖH Uni Wien auch Kinder befunden.
identitäre im audimax @oeh_uniwien pic.twitter.com/k9eQDa5MCX
— Josefa Ziegenkäse (@ziegenkaese) 14. April 2016
Teilen des Publikums im voll besetzten Audimax (ca. 700 Plätze) sei es schließlich nach einem Handgemenge gelungen, die rechtsextremen Störer hinauszudrängen, so der Standard. Bevor die Vorstellung fortgesetzt wurde, zerschnitt man als symbolische Geste die von den Identitären mitgebrachte Flagge, schreibt die Presse. Die Polizei, die erst nach dem Ende der Aktion im Audimax eintraf, sucht nun nach den Tätern, erste Verdächtige seien identifiziert. Es werde Anzeige wegen Körperverletzung in acht Fällen erstattet. Die Identitäre Bewegung Österreich postete das Flugblatt auch auf Twitter und verlautbarte dort, die Aktion habe sich "gegen die Heuchler im Publikum nicht gegen ihre 'Schutzbefohlenen'" gerichtet.
Am Freitag Vormittag reagierten der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Gründe), indem sie das Ensemble der "Schutzbefohlenen" zu einer Aufführung im Wiener Rathaus einluden. "Der Wiener Weg ist ein Weg der Gemeinsamkeit und der Integration. Wir werden uns als Stadt nicht auseinanderdividieren lassen – schon gar nicht durch solche Aktionen", so Häupl laut Pressemitteilung.
Die von dem Künstler*innen-Kollektiv "Die schweigende Mehrheit sagt JA" angestoßene Inszenierung wird, so die Presse, seit September an verschiedenen Orten aufgeführt und wurde bei der Nestroy-Preisverleihung 2015 mit einem Spezialpreis geehrt.
(Der Standard / Die Presse / ots.at / Österreichische Hochschüler_innenschaft Uni Wien / ape)
Mehr zum Thema: Regisseurin Tina Leisch hat der Süddeutschen Zeitung erzählt, wie sie den Abend erlebte. "Eine Frau aus Syrien sagte, sie hätte die ganze Zeit nur Angst gehabt, dass die Männer jetzt gleich Waffen ziehen und um sich schießen." Hier der Link zum Interview.
Der britische Dramatiker Arnold Wesker ist tot
Working Class Hero
14. April 2016. Der britische Schriftsteller und Dramatiker Arnold Wesker ist tot. Dies berichten unter anderem Deutschlandradio Kultur und der Standard. Wesker wurde 83 Jahre alt.
Die Gruppe Fux gewinnt den Ponto Performance Preis 2016
Mit Pontos Segen
14. April 2016. Die Jürgen Ponto-Stiftung meldet ihren ersten Preisträger des "Ponto Performance Preises": Die Gruppe FUX erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis für ihre "konsistente ästhetische Praxis entwickelt, die sich als ebenso lustvolle, wie raffinierte Strategie der freundlichen Übernahme beschreiben lässt."
GDBA spricht sich für Theatersanierung in Augsburg aus
Warnung vor der Theaterschließung
14. April 2016. Die Genossenschaft deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) spricht sich in einer Pressemitteilung für die (geplante) Sanierung des Theaters Augsburg aus, die bedroht sein könnte von einem Bürgerbegehren, für das zur Zeit in der Stadt Unterschriften gesammelt werden.
Netzwerk Freier Theater vergibt erstmals Produktionsmittel – an Lunatiks/Berlin
Gebt uns Pillen
14. April 2016. In einer Pressemitteilung vom 13. April gibt das Netzwerk Freier Theater (kurz: NFT) bekannt, die Berliner Theater-Gruppe LUNATIKS mit einem Produktionskostenbeitrag zu unterstützen. Deren Arbeit "Pillen" wird nun die erste Inszenierung, die vom NFT seit dessen Gründung finanziert wird.
Theater Hagen: Verbliebene Intendanz-Kandidaten springen ab
Hagen sucht den Super-Sparer
14. April 2016. Das Theater Hagen hat einen neuen Generalmusikdirektor – aber keinen neuen Intendanten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Theaters vom 12. April hervor. "In dem aufwändigen Auswahlverfahren, in dem unter anderem auch das Orchester einbezogen war, hatte sich ein Kandidat bei der Findungskommission durchsetzen können. Mit diesem Wunschkandidaten werden umgehend Gespräche über sein Engagement in Hagen aufgenommen", heißt es in der Pressemitteilung zur Causa GMD – die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) meldet, es handle sich um den Amerikaner Joseph L. Trafton.
Der Theaterregisseur Tomaž Pandur ist tot
Enfant terrible
Skopje/Wien, 13. April 2016. Der slowenische Theaterregisseur Tomaž Pandur ist tot. Wie u.a. Die Presse berichtet, starb er am Dienstag überraschend während einer Probe im mazedonischen Nationaltheater in Skopje an einem Herzinfarkt. Pandur wurde 53 Jahre alt.
Stendals OB wollte dem Theater der Altmark 80.000 Euro Preisgeld wegnehmen
Erwartungshaltung
Stendal, 13. April 2016. Das Theater der Altmark in Stendal darf die 80.000 Euro Preisgeld behalten, die ihm durch den Theaterpreis des Bundes im Dezember 2015 zuerkannt wurden. Damit bestätigt das Theater auf Nachfrage von nachtkritik.de einen Bericht der Volksstimme.
Publikumspreis der Berliner Theatergemeinde an Deutsches Theater
Berliner "Aufführung des Jahres" halb aus Stuttgart
13. April 2016. Die Mitglieder der Theater-Gemeinde Berlin haben die Ingmar-Bergman-Adaption Herbstsonate von Jan Bosse mit den Schauspieler*innen Corinna Harfouch, Fritzi Haberlandt, Natalia Belitski, Andreas Leupold und Rasmus Armbruster/David Vetter, eine Koproduktion des Deutschen Theaters Berlin mit dem Staatsschauspiel Stuttgart, zur "Aufführung des Jahres" der Spielzeit 2014/15 gewählt. Das teilt das Deutsche Theater Berlin (DT) in einer Presseaussendung mit.
Theatertreffen-Fotografin Erika Rabau ist tot
Der Puck von Berlin
13. April 2016. Erika Rabau, offizielle Festivalfotografin der Berlinale, ist tot. Wie die Berlinale mitteilt, starb sie am 10. April in Berlin. Als offizielle Festivalfotografin begleitete sie die Berlinale seit 1972. Etwa ebenso lang dürfte ihr Engagement für das Berliner Theatertreffen gewesen sein. Wie alt die gebürtige Danzigerin wurde, ist nicht bekannt.
Berliner Ku'damm-Bühnen gehören zur Hälfte Panama-Briefkastenfirma
Weit und breit kein Silberstreif für Max Reinhardts alte Bühnen
Berlin, 11. April 2016. Das Berliner Ku'damm-Karree mit dem Theater und der Komödie am Kurfürstendamm gehört zu 50 Prozent einer Firma in Panama. Das berichtet Der Spiegel in seiner neuen Ausgabe (15/2016). Bisher war angenommen worden, dass die Münchner Cells Bauwelt 2014 den Gebäudekomplex allein erworben habe. Im Januar 2016 hatte Cells Bauwelt eine Räumungsklage gegen die Theater angestrengt, wogegen wiederum 37 Berliner Theaterleiter*innen im März beim Berliner Senat protestiert und den Erhalt der Theater gefordert hatten.
Der Theater- und Literaturkritiker Christoph Funke ist tot
Brecht- und Berlinexperte
Berlin, 11. April 2016. Der Theater- und Literaturkritiker Christoph Funke ist tot. Wie Theater der Zeit meldet, verstarb er bereits am 7. April im Alter von 82 Jahren.
Dieter Hallervorden greift den türkischen Präsidenten Erdoğan mit einem Lied an
"Jetzt erst recht"
Berlin, 11. April 2016. In der Debatte um Satirefreiheit greift der Kabarettist und Intendant des Berliner Schlossparktheaters Dieter Hallervorden den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan mit einem Lied an. In "Erdogan, zeig mich an", das Hallervorden gestern Abend auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, heißt es: "Ich sing einfach, was du bist. Ein Terrorist, der auf freien Geist scheißt." Hallervorden kommentierte seinen Song mit den Worten: "Jetzt erst recht."
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