meldungen

Sibylle Broll-Pape wird Intendantin in Bamberg

Und morgen in Bamberg

Bochum, 16. Dezember 2013. Sibylle Broll-Pape, Mitgründerin und langjährige Intendantin des Prinz Regent Theaters in Bochum, wird ab der Spielzeit 2015/16 Intendantin des E.T.A.-Hoffmann-Theaters Bamberg. Das hat das Prinz Regent Theater heute mitgeteilt.

Monika Grütters wird Kulturstaatsministerin in Deutschland

Neumanns Nachfolgerin

Berlin, 15. Dezember 2013. Wie gestern bestätigt wurde, soll die bisherige Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien Monika Grütters (CDU) Staatsministerin für Kultur und Medien im neuen Kabinett der Großen Koalition in Deutschland werden. Die 51-jährige Berliner Abgeordnete wird damit Bernd Neumann nachfolgen, der die Position in den vergangenen acht Jahren inne hatte.

Sasha Waltz streicht feste Stellen ihres Tanzensembles

Kein Geld, keine festen Stellen

Berlin, 13. Dezember 2013. Nachdem das Land Berlin ihr eine Aufstockung der Finanzmittel versagt hat, wird Sasha Waltz die Verträge mit ihren festen Tänzern auflösen. Das berichten die Berliner Zeitung und der Tagesspiegel. "Wir werden unsere Strukturen der Förderung anpassen", sagt Waltz im Tagesspiegel. "Alle 13 fest angestellten Tänzer werden zum 1. Januar 2014 entlassen, allein drei Repetitorenstellen und 19 Stellen für die künstlerische Leitung und das Betriebsbüro werden bleiben", schreibt die Berliner Zeitung. Von den Streichungen sei die Anzahl der Vorstellungen in Berlin allerdings nicht berührt. Waltz plane vorerst auch nicht die Abwanderung aus Berlin, mit der sie Anfang dieses Jahres gedroht hatte.

Kay Voges soll bis 2020 in Dortmund bleiben

In die Verlängerung

11. Dezember 2013. Kay Voges soll bis 2020 Dortmunder Schauspiel-Chef bleiben. Das sei der Wunsch des Kulturausschusses der Stadt Dortmund, wie einer Meldung der WAZ zu entnehmen ist. Am Donnerstag entscheide der Rat der Stadt endgültig, ob Voges' Vertrag vorzeitig verlängert werde.

Zweifel an Defizit-Vorwürfen gegen Ex-Intendant Hartmann

Ausgeglichen oder unausgeglichen?

Leipzig, 6. Dezember 2013, aktualisiert am 9. Dezember 2013. Die ehemalige Leitung des Theaters Leipzig wehrt sich gegen die Vorwürfe des Oberbürgermeisters Burkhard Jung, für ein Defizit von 400.000 Euro verantworlich zu sein. Ex-Intendant Sebastian Hartmann lässt durch einen Anwalt mitteilen, der von der Stadt beauftragte Prüfbericht "widerlegt die Behauptung (...), dass Sebastian Hartmann ein Minus von über 400.000 Euro zum Ende seiner Amtszeit zu verantworten hat". Außerdem lasse Hartmann das Verhalten des Oberbürgermeisters strafrechtlich prüfen.

Philippe Quesne wird Chéreau-Nachfolger in Nanterre

Wunschkandidat des Kultusministeriums

Nanterre, 6. Dezember 2013. Philippe Quesne ist zum neuen Direktor des Théâtre Nanterre-Amandiers bei Paris ernannt worden. Wie die Neue Zürcher Zeitung meldet, übernimmt der 43-Jährige Anfang 2014 das Amt von Jean-Louis Martinelli.

Stadt Leipzig schreibt finanzielles Defizit am Theater Hartmann zu

Abweichende Sichten zum künstlerischen Budget

Leipzig, 5. Dezember 2013. Die Stadt Leipzig schreibt Ex-Intendant Sebastian Hartmann das aufgelaufene Defizit von 400.000 Euro am Theater zu. Anfang November sprach der neue Theaterleiter Enrico Lübbe erstmals von einem finanziellen Defizit seines Vorgängers. Hartmann und sein Verwaltungsdirektor Volker Ballweg verwahrten sich gegen die Vorwürfe, woraufhin die Stadt eine Prüfung durch ihre eigene Tochtergesellschaft bbvl anordnete, deren Ergebnis sie soeben mitteilte.

1. Osnabrücker Dramatikerpreis verliehen

Satirische Gegenwartsbeschreibung

Osnabrück, 3. Dezember 2013. Thomas Köck erhält den ersten, mit 6000 Euro dotierten Osnabrücker Dramatikerpreis. Wie das Theater Osnabrück mitteilt, sei das Stück "Jenseits von Fukuyama" "eine satirische Gegenwartsbeschreibung" und wird am 17. Mai 2014 am Theater Osnabrück uraufgeführt. Köck wurde 1986 in Oberösterreich geboren und studiert Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste.

Schauspielhaus Düsseldorf in finanzieller Schieflage

Millionenloch

Düsseldorf, 1. Dezember 2013. Das Schauspielhaus Düsseldorf ist mit einem Millionen-Finanzloch konfrontiert. Wie Focus online berichtet, haben die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer sofortigen Sonderprüfung beauftragt. Die Geschäftsführung des Schauspielhauses habe "auf mehrfache und intensive Nachfrage im dafür zuständigen Prüfungsausschuss weder zu den Fehlbeträgen noch zur Liquiditäts- und Wirtschaftsplanung die notwendige Transparenz herstellen" können.

Anna Badora leitet ab 2015 das Wiener Volkstheater

Furchtlose Theatermacherin

27. November 2013. Anna Badora wird 2015 neue Intendantin des Wiener Volkstheaters, das melden die österreichischen Zeitungen, darunter die Presse. Am Mittwochvormittag wurde die derzeitige Leiterin des Grazer Schauspielhauses von Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Volkstheater-Stiftungsvorstand Wolfgang Ruttenstorfer als Nachfolgerin von Michael Schottenberg vorgestellt. Sie erhält in Wien einen Fünf-Jahres-Vertrag. Weil ihr Vertrag in Graz offiziell bis 2017 läuft, habe sie dort am Nachmittag eine Versammlung des Ensembles einberufen, heißt es in der Meldung.

Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs werden neue "Tatort"-Kommissare

Gisbert kehrt zurück!

27. November 2013. Franken bekommt ab 2014 ein neues "Tatort"-Team. Die Hauptkommissare werden gespielt von Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs, beide mindestens ebenso auf der Theaterbühne wie im Film zu Hause. Ihnen zur Seite stehen nach Informationen des Bayerischen Rundfunks Eli Wasserscheid (als Kommissarin) und der Kabarettist Frank-Markus Barwasser alias "Erwin Pelzig" (in der Spurensicherung).

Marieluise-Fleißer-Preis für Rainald Goetz

Der Sounderfasser

Ingolstadt, 26. November 2013. Am vergangenen Wochenende ist der Schriftsteller und Dramatiker Rainald Goetz mit dem alle zwei Jahre vergebenen, 10.000 Euro schweren Marieluise-Fleißer-Preis der Stadt Ingolstadt ausgezeichnet worden.

Berlin will der Kultur die Einnahmen aus der City Tax streichen

Löcher stopfen, Weltruf egal

Berlin, 25./27. November 2013. Die Berliner City Tax wird nun doch nicht wie geplant zu großen Teilen für kulturelle Zwecke ausgegeben. Das meldet die Koalition der Freien Szene nach der Sitzung des Hauptausschusses des Berliner Senats. Die neu eingeführte City Tax, eine Übernachtungssteuer von fünf Prozent auf die Netto-Hotelrechnungen von Berlin-Besuchern, generiert jährlich ca. 25 Mio. Euro an Steuereinnahmen. Davon sollte nach ursprünglichen Verlautbarungen etwa des Kulturstaatssekretärs André Schmitz ca. die Hälfte, also 12,5 Mio. Euro, in die Förderung von Kultur (hier nicht zuletzt der Freien Szene), in Tourismus und Sport fließen. Man wollte "neue Initiativen anstoßen und den Kulturstandort sichern, nicht etwa Haushaltslöcher stopfen".

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