meldungen

Musiklegende Lou Reed ist tot

Auf der wilden Seite

28. Oktober 2013. Der große Rockmusiker Lou Reed ist am gestrigen Sonntag im Alter von 71 Jahren in seinem Haus in Amagansett, New York, auf Long Island, an den Folgen einer Lebertransplantation gestorben. Das berichtet die New York Times in ihrem Nachruf. Reed war mit John Cale Gründer der stilprägenden, von Andy Warhol inspirierten Rockformation The Velvet Underground (legendäres Debüt "The Velvet Underground & Nico" 1967) und schuf als Solokünstler ab den 1970er Jahren Songs wie "Walk on the Wild Side" (1972).

Niedersachsens beste Off-Produktionen ausgezeichnet

Hildesheim dominiert

Hannover, 28. Oktober 2013. Mit der Vergabe des Hauptpreises an die Gruppe vorschlag:hammer für ihre "Solaris"-Adaption Tears in Heaven ging am Samstagabend das biennal stattfindende Festival Freier Theater "Best Off" zu Ende, das 2011 von der Stiftung Niedersachsen ins Leben gerufen wurde.

Burgintendant Hartmann trifft Burgbilleteur Diaz

Gemeinsame Erklärung

Wien, 25. Oktober 2013. Wie das Wiener Burgtheater meldet, trafen sich am Mittwoch Christian Diaz, ehemaliger Billeteur und Matthias Hartmann, Intendant des Burgtheaters, auf Hartmanns Initiative zum Gespräch. Diaz wurde von Sabine Kock von der IG Freie Theaterarbeit, Dr. Maria Anna Kollmann vom Dachverband Österreichischer Filmschaffender und Laura Nitsch begleitet. Der Aussprache war eine vom Burgtheater abgebrochene Rede Diaz' auf dem Burgtheater-Jubiläum, seine Entlassung und zahlreiche Proteste dagegen vorausgegangen.

Oberspielleiter Patrick Schlösser verlässt Kassel

Wandervogel

Kassel, 25. Oktober 2013. Patrick Schlösser wird zum Ende der laufenden Spielzeit das Leitungsteam des Kasseler Staatstheaters verlassen. Wie die Hessische / Niedersächsische Allgemeine berichtet, gab Intendant Thomas Bockelmann Schlössers Entscheidung nach einer Ensembleversammlung bekannt.

Dea Loher erhält den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2013

Die ersten und letzten Dinge

Berlin, 24. Oktober 2013. Die Dramatikerin Dea Loher erhält in diesem Jahr den Ludwig-Mülheims-Preis für religiöse Dramatik. Der mit 25.000 Euro dotierte, auf einer privaten Stiftung beruhende Preis wurde 1991 ins Leben gerufen. Bisherige Preisträger waren Tankred Dorst (1991), Christoph Hein (1992), Gerlind Reinshagen (1993), Thomas Hürlimann (2011).

Solidaritätswelle für Billeteur des Burgtheaters

Keine utopische Antwort bis heute

23. Oktober 2013. In einer öffentlichen Protestnote an Dr. Georg Springer (Geschäftsführer der Bundestheater Holding), Mag. Othmar Stoss (Prokurist der Bundestheater Holding) und Matthias Hartmann (Intendant des Wiener Burgtheaters) hat sich der Verein für gerechtere Arbeitsbedingungen in der Kunstbranche art but fair mit dem Protest des gekündigten Burgtheater-Billeteurs Christian Diaz solidarisiert.

Dimiter Gotscheff verstorben

Vers für Vers

Berlin, 20. Oktober 2013. Dimiter Gotscheff ist heute früh im Alter von 70 Jahren verstorben. Das meldet die Fachzeitschrift Theater der Zeit auf ihrer Onlineseite. Der 1943 im bulgarischen Parwomaj geborene Theatermacher war einer der prägenden Regisseure des zeitgenössischen Theaters. Als Adressat von Heiner Müllers poetologischem Essay "Brief an den Regisseur der bulgarischen Erstaufführung von PHILOKTET am Dramatischen Theater Sofia" (1983) ging er in die Literaturgeschichte ein. Gotscheff war auch nach Müllers Tod 1995 der bedeutendste Bühneninterpret der Werke des großen Nachkriegs-Dramatikers. Zuletzt inszenierte er regelmäßig am Deutschen Theater Berlin, an der Volksbühne Berlin und am Thalia Theater Hamburg.

Kündigung und Solidarität für Burgtheater-Billeteur Christian Diaz

Der Nicht-mehr-Billeteur

Wien, 18. Oktober. Dem Billeteur Christian Diaz, der seit zwei Jahren im Publikumsdienst des Burgtheaters tätig war, wurde nach seiner Protestrede beim Jubiläumskongress des Wiener Burgtheaters, in der er gegen seine Arbeitsbedingungen protestierte – er ist als Platzanweiser nicht beim Burgtheater, sondern bei dem britisch dänischen Securityunternehmen G4S angestellt – von G4S gekündigt. Dies bestätigte Burgtheater-Intendant Matthias Hartmann in einem Interview mit nachtkritik.de, in dem er zu den von Diaz beklagten Verhältnissen Stellung nahm.

NRW: Land und Kommunen schließen "Theater- und Orchesterpakt"

Zum Beispiel Hagen schöpft neue Hoffnung

15. Oktober 2013. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung von heute berichtet, haben das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) und seine Kommunen am gestrigen Montag einen "Theater- und Orchesterpakt" geschlossen. "NRW verpflichtet sich darin, die bisherige Landesförderung der kommunalen Orchester und Theater von 19 Millionen Euro im Jahr in den nächsten Jahren fortzuschreiben", heißt es in dem Zeitungsbericht von Wilfried Goebels und Monika Willer. Eine regelmäßige Theater- und Orchesterkonferenz solle zudem künftig finanzielle und kulturpolitische Ziele erarbeiten.

Nestroy Theaterpreise für Luc Bondy, Elfriede Jelinek und Annette Murschetz

Nestroy-Theaterpreise, Erste Lieferung

10. Oktober 2013. Den Nestroy-Ehrenpreis erhält "heuer" (in diesem Jahr) Luc Bondy für sein Lebenswerk. Den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie "Bestes Stück-Autorenpreis" bekommt Elfriede Jelinek für ihr Schatten (Eurydike sagt). Der Nestroy für die beste Ausstattung geht an Annette Murschetz für ihre Bühnenbilder der Trilogie In Agonie von Miroslav Krleza, eine Koproduktion der Wiener Festwochen mit dem Residenztheater München. Das meldet orf.at, die Website des Österreichischen Rundfunks. 

Beste Schauspielerin: Deutscher Fernsehpreis für Susanne Wolff

Psychodramatikerin

3. Oktober 2013. Für ihre Darstellung der Ehefrau eines Mobbing-Opfers in dem Psychodrama "Mobbing" hat Susanne Wolff den Deutschen Fernsehpreis 2013 als "Beste Schauspielerin" erhalten. Der Preis wurde gestern abend im Rahmen einer Fernsehgala im Kölner Coloneum verliehen.

Dea Loher verbietet dem Theater Bremen die "Unschuld"-Aufführung

Massive Urheberrechtsverletzung

1. Oktober 2013. Dea Loher untersagt dem Theater Bremen die Aufführung ihres Stückes "Unschuld" in der Inszenierung von Hausregisseur Alexander Riemenschneider. Das berichtet Spiegel Online (30.9.2013). Lohers Verlag (Verlag der Autoren) habe in Reaktion auf die Premiere am vergangenen Samstag in einer Pressemitteilung "massive Urheberrechts- und Vertragsverletzungen" und das "mangelnde Bewusstsein für dramaturgische Verantwortung" kritisiert.

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