Kommune der Wahrheit - Bei den Wiener Festwochen hat Nicolas Stemann erstmals seine "Wirklichkeitsmaschine" angeworfen
Die nackte Wahrheit mit Blaskapelle
Tartuffe - Luc Bondy inszeniert Molière in Wien mit Starbesetzung
Trügerisches Familienidyll
von Thomas Rothschild
Wien, 28. Mai 2013. Bekanntlich tritt Tartuffe, von dem zuvor alle geredet haben und der der Komödie immerhin den Titel gab, erst im dritten Akt auf. In Luc Bondys Wiener Festwocheninszenierung lässt er sich damit Zeit. In der schmalen Öffnung des Vorhangs, der die Hinterbühne verdeckt, steht ein Knabe. Eine seitlich hereinragende Hand kämmt ihm das gescheitelte Haar und reicht ihm dann eine Hostie. Das Bild ruft eine aktuelle Assoziation von klerikaler Heuchelei ab. Was man aber sieht, ist dies: Da agiert einer aus dem Hinterhalt. Die Hand zieht die Fäden, aber das Gesicht bleibt verborgen. Es gehört Tartuffe.
Agora I - Schorsch Kameruns Performance-Konzert bei den Wiener Festwochen
Abseits vorgegebener Pfade
von Martin Thomas Pesl
Wien, 22. Mai 2013. Die Sonne scheint, es ist kurz vor sechs. Die Premiere von Schorsch Kameruns Produktion "Agora I" steht an, aber der Künstler plaudert entspannt im Garten der Secession, dem Festivalzentrum der Wiener Festwochen. An der Abendkassa ist noch nicht genau bekannt, wo das Publikum gleich eingelassen wird, aber es werden Kopfhörer ausgegeben. Es fühlt sich nicht so recht nach Premiere an, denn in der Wiener Secession herrscht die "Unruhe der Form": So haben die Festwochen in diesem Jahr ihre Performance-Schiene genannt.
Letzte Tage. Ein Vorabend – Im Wiener Parlament stellt Christoph Marthaler rassistischen Reden die Musik jüdischer Komponisten entgegen
Endzeit Europa
von Kai Krösche
Wien, 17. Mai 2013. Draußen vor dem Wiener Parlament scheint noch die Sonne hinter der weißen Wolkenfront. Zwei lange Warteschlangen reihen sich vor den Metalldetektoren des Besuchereingangs und fast scheint es, als gäbe es kein Fortkommen, so lange dauert die Sicherheitsprozedur samt Taschenscan. Die Geduld, die Christoph Marthalers Abende dem Publikum auf so radikale Weise abverlangen, wird hier schon vor Beginn auf die Probe gestellt – scheinbar endlos der Weg durch die prächtigen Hallen und Gänge des 130 Jahre alten Parlamentgebäudes.
Regie: Angélica Liddell
Regie: Christine Umpfenbach
Regie: Elias Perrig
Regie: Stefan Bachmann
Regie: Olaf Kröck und Ensemble nach einer Idee von Lukas Langhoff
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