meldungen

EURODRAM mit Dushe, Kettering und Obexer

Dramatisches in Leipzig

Leipzig, 17.3.2016. Das Deutsche Komietee des europaweit agierenden Netzwerks EURODRAM hat drei Stücke ausgewählt, die Anfang April am Schauspiel Leipzig in szenischen Lesungen präsentiert werden.

Bei den Gewinner-Texten der Ausschreibung handelt es sich um Henriette Dushes "Von einer langen Reise auf einer heute überhaupt nicht mehr weiten Strecke" (Henschel Schauspiel), Christina Ketterings "Antarktis" (Drei-Masken-Verlag) und Maxi Obexers "Ilegale Helfer" (Schaefersphilippen).

EURODRAM deckt mit seinen Lesekomitees fast alle Sprachgruppen Europas ab, sowie die der angrenzenden Staaten des Mittelmeeraumes und Zentralasiens. Ziel ist die Förderung von Theaterliteratur insbesondere auch kleinerer Sprachgruppen.

Unterstützt wird das Projekt vom Deutschen Literaturfonds und dem Schauspiel Leipzig.

 

 

Berliner Intendant*innen protestieren gegen Residenzpflicht

Die unsichtbare Mauer

Berlin, 16.3.2016. Die Intendant*innen mehrerer Berliner Theaterhäuser haben in einem offenen Brief an die Bevölkerung Berlins gegen die bestehende rechtliche Lage Geflüchteter protestiert.

Sie unterstützen in dem Schreiben das Bündnis "MY RIGHT IS YOUR RIGHT!", das ein Recht auf Freizügigkeit, sowie Privatsphäre, Bildung und Kulturelle Teilhabe für Geflüchtete einfordert.
"Wir treten daher gemeinsam ein für die Abschaffung der Residenzpflicht, protestieren gegen Massenunterbringung in 'Lagern' und die Einschränkung von Sozialleistungen." Ferner ruft der offene Brief zur Unterstützung und Teilnahme am "Carnival Al-Lajiìn_Al-Lajiàat / Karneval der Geflüchteten", der anlässlich des globalen Aktionstags gegen Rassismus am Sonntag den 20.3.2016 in Berlin stattfindet. Der Brief ist auch als
Online-Petition veröffentlicht worden.

Über 25 Jahre nach dem Fall der Mauer sei Berlin immer noch und wieder geteilt, heißt es darin. Die Mauer verlaufe mitten durch "unsere Bezirke und Straßen: eine unsichtbare Mauer zwischen jenen, die volle Rechte genießen und jenen, die aufgrund ihrer Herkunft und ihres Aufenthaltsstatus von grundlegenden Rechten ausgeschlossen werden."

Das deutsche Aufenthaltsrecht grenze systematisch Menschen aus, sei auf eine Strategie der Abwehr und der Bevormundung ausgerichtet. Dies gelte insbesondere für die jüngsten Verschärfungen, die in der zynischen Sprache der Politik als 'Asylpakete' bezeichnet worden seien, "als handelte es sich um zu verteilende Geschenke".

Unterzeichnet wurde der Brief von Shermin Langhoff (Maxim Gorki Theater) Ulrich Khuon (Deutsches Theater), Thomas Ostermeier (Schaubühne)  Stefan Fischer-Fels (Grips Theater), Wagner Cavalho (Ballhaus Naunynstraße), Kay Wuschek (Theater an der Parkaue) und Ahmed Shah (Refugee Club Impulse und Jugendtheaterbüro Berlin).

(miwo)

Andrea Gronemeyer neue Intendantin an der Schauburg

Von Mannheim nach München

München, 8. März 2016. Einer Meldung der Süddeutschen Zeitung (aufgerufen am 8.3.2016) zufolge wird Andrea Gronemeyer neue Intendantin am Münchner Theater der Jugend "Schauburg". SPD und CSU sollen sich über die Personalie verständigt haben, nachdem sich in der Endrunde drei Bewerber*innen in einer nichtöffentlichen Sitzung des Kulturausschusses den Fragen der Stadträte gestellt hatten. Die Entscheidung muss noch von der Vollversammlung des Stadtrats bestätigt werden. Die Amtszeit des amtierenden Schauburg-Intendanten George Podt endet nach der Spielzeit 2016/17.

Sibylle-Berg-Stück gewinnt Berliner Friedrich-Luft-Preis

Von Müttern und Töchtern

Berlin, 6. März 2016. Sebastian Nüblings Uraufführung des Sibylle-Berg-Stücks Und dann kam Mirna erhält den Friedrich-Luft-Preis für die "beste Berliner und Potsdamer Aufführung des Jahres 2015". Der Preis wird seit 1992 alljährlich von der Berliner Morgenpost in Erinnerung an den 1990 verstorbenen Theaterkritiker Friedrich Luft vergeben. Er ist mit 7.500 Euro dotiert.

Ludwig-Mülheims-Preis für Dramatikerin Lot Vekemans

Im Schatten überleben

4. März 2016. Der Ludwig-Mülheims-Theaterpreis geht in diesem Jahr an die niederländische Autorin und Dramatikerin Lot Vekemans. Das meldet unter anderem Theater der Zeit. Der Preis für religiöse Dramatik ist mit einem Preisgeld von 20.000 Euro dotiert. Die Übersetzerin von Vekemans Stücken, Eva Pieper, wird ebenfalls mit einem Preisgeld von 5.000 Euro für ihre kraftvolle und differenzierte Übersetzung geehrt. Die Preisverleihung findet am 18. April in Köln statt.

Ensemble des Konzert Theaters Bern kritisiert Führungsentscheidungen

"Das Vertrauensverhältnis ist nachhaltig zerrüttet"

2. März 2016. Nach der Pressekonferenz, in der der Vorsitzende des Stiftungsrats des Konzert Theaters Bern Benedikt Weibel sich gestern hinter die umstrittene Freistellung der Schauspieldirektorin Stephanie Gräve auf Veranlassung von Intendant Stephan Märki gestellt hat, berichtet die Berner Zeitung Der Bund von kritischen Reaktionen aus dem Ensemble des Theaters.

Konrad-Wolf-Preis der Berliner AdK für Nicola Hümpel

Absurditäten und Abgründe menschlicher Rituale

2. März 2016. Der Konrad-Wolf-Preis 2016 geht an die Regisseurin Nicola Hümpel von Nico and the Navigators. Das teilte die Berliner Akademie der Künste mit, die den mit 5000 Euro dotierten Preis seit 1986 für "für herausragende Leistungen auf den Gebieten der darstellenden Kunst und der Film- und Medienkunst" jährlich vergibt. Die Jury bestand der Mitteilung zufolge aus den Akademie-Mitgliedern Nele Hertling, Reinhild Hoffmann und Barrie Kosky.

Nominierte für den Mülheimer Dramatiker- und Kinderstücke-Preis 2016

Tortenattacke auf AfD-Politikerin durch Peng!-Kollektiv

Die Torten kommen

28. Februar 2016. Ein als Clown verkleideter Aktivist des Berliner Künstlerkollektivs "Peng!" hat eine nicht öffentliche Sitzung der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) in einem Hotel in Kassel gesprengt, indem er je eine Torte auf die beiden stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch und Albrecht Glaser warf.

Übersetzer Karl Dedecius ist tot

Deutsch-polnischer Aussöhner

28. Februar 2016. Der deutsch-polnische Übersetzer und Kulturvermittler Karl Dedecius ist am Freitag im Alter von 94 Jahren gestorben, meldet unter anderem die Neue Zürcher Zeitung. Der in Lodz geborene Dedecius übersetzte fast alle wichtigen polnischen Dichter, insbesondere aber die vier Koryphäen des 20. Jahrhunderts: Wislawa Szymborska, Czeslaw Milosz, Zbignew Herbert und Tadeusz Rozewicz.

Warnstreik des künstlerischen Personals in Neustrelitz

Keine Steigbügelhalter des Stellenabbaus

Neustrelitz, 4. Dezember 2015. Das künstlerische Personal der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz ist gestern Abend in einen 20-minütigen Warnstreik getreten, der den Beginn der Generalprobe zur bevorstehenden Opernpremiere "Attila" verzögerte. Damit folgten die Beschäftigten des Theaters einem Aufruf der Künstlergewerkschaften Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) und Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA).

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