meldungen
Hassparolen gegen Schaubühnen-Gastspiel in St. Petersburg
Homophober Übergriff
22. November 2013. Das Gastspiel der Inszenierung Tod in Venedig/Kindertotenlieder des Berliner Schaubühnen-Intendanten Thomas Ostermeier in St. Petersburg/Russland endete im Eklat. Mit Hassparolen beschmierten Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag das Maly Drama Theater, wo das Gastspiel im Rahmen des St. Petersburger Winter-Theaterfestivals stattfand.
"Kreatives Europa": 1,46 Milliarden EU-Mittel für Kultur
Den Beitrag zur Wirtschaft steigern
Straßburg, 21. November 2013. Das Europäische Parlament hat das 1,46 Mrd. Euro schwere Programm Kreatives Europa genehmigt. Mit dieser Summe sollen in den kommenden sieben Jahren "Kultur, Kino, Fernsehen, Musik, Literatur, darstellende Kunst, Kulturerbe und andere Bereiche der Kultur- und Kreativbranche" gefördert werden.
Theater Eisleben vorerst gerettet
Mut durch Einigkeit
Eisleben, 21. November 2013. Das Theater in der Lutherstadt Eisleben ist vorerst gerettet. Wie die Mitteldeutsche Zeitung meldet, haben die Gesellschafter der Theater und Kulturwerk GmbH in Magdeburg zusammen mit dem Intendanten der Bühne Ulrich Fischer einen Kompromiss erstritten. Die Finanzierung der Bühne ist zumindest bis zum Jahr 2018 gesichert.
Schlingensiefs Operndorf in Burkina Faso in Not
Es geht um die Existenz!
20. November 2013. Aino Laberenz, die Witwe des Regisseurs Christoph Schlingensief, hat zur Hilfe für das Überleben des Operndorfs in Burkina Faso aufgerufen. Die von dpa verbreitete Meldung veröffentlichen heute verschiedene Zeitungen des In- und Auslandes. Das Traumprojekt von Schlingensief stehe auf dem Spiel. "Es geht um die Existenz des Projekts, um die Existenz des Operndorfs", habe Laberenz in einem Spendenaufruf am Dienstag in Berlin erklärt.
Wiener Billeteure organisieren sich
Anonym aus Angst vor Jobverlust
19./20. November 2013. Eine Gruppe von etwa 20 Wiener Billeteuren hat sich unter dem Namen "Anonyme Billeteurinnen und Billeteure" formiert, um den von ihrem Kollegen Christian Diaz gestarteten Protest gegen die Praktiken des Unternehmens G4S fortzusetzen. Auf ihrem Blog Die anonymen Billeteure schreiben sie: "Wir fordern (…) als anonyme Billeteure und Billeteurinnen, dass Firmen wie die G4S, die national und international für zweifelhafte Machenschaften bzw. Menschenrechtsverletzungen stehen, nicht länger aus dem Kulturbudget bezahlt werden. Wir bitten die Bundestheaterholding, ihren Vertrag mit der G4S zu lösen und ein Arbeitsverhältnis ohne Gewissenskonflikte zu ermöglichen, in dem freie Meinungsäußerung nicht nur möglich, sondern auch erwünscht ist."
Theaterpreis Der Faust 2013 in Berlin verliehen
Zehn Fäuste und ein Halleluja
Berlin, 16. November 2013. Am Abend wurde im Berliner Schillertheater der deutsche Theaterpreis "Der Faust" 2013 verliehen, in Anwesenheit des Bundespäsidenten Joachim Gauck und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Klaus Wowereit.
Rheinisches Landestheater Neuss setzt Nazi-Komödie ab
Das Vertrauen des Publikums nicht enttäuschen
16. November 2013. Wie die Neuss-Grevenbroicher Zeitung bereits am Mittwoch gemeldet hat, hat das Landestheater Neuss einen Tag vor der Premiere am 13. November die Premiere von Katka Schroths Inszenierung von Jürgen Hoffmanns Nazi-Groteske "Noch ist Polen nicht verloren" nach Ernst Lubitschs Film "Sein oder Nichtsein" vom Spielplan genommen, "wegen unterschiedlicher künstlerischer Auffassungen der Theaterleitung und des Regieteams", wie es auf der Webseite des Theaters heißt. Intendantin Bettina Jahnke und Verwaltungsdirektor Dirk Gondesen hätten sich gemeinsam zwei Tage vor der Premiere so entschieden, "um das gewachsene Vertrauen des Publikums in die künstlerische Linie des Hauses nicht zu enttäuschen".
Bürgerinitiative attackiert den Etat der Oper Bonn
Weniger Oper, mehr Schwimmbäder
Bonn, 15. November 2013. Unter der Forderung "Weniger Oper, mehr Vielfalt" hat sich in Bonn die Bürgerinitiative IBBBO (Initiative Bürger Begehren Bonner Oper, hier der Webauftritt) gegründet. Ihr Ziel ist es, einen Bürgerentscheid über eine Umverteilung der städtischen Kulturausgaben zu Lasten der Oper herbeizuführen.
Claus Peymann sollte bei Trauerfeier für Manfred Rommel keine Rede halten
Bitte nicht stören?
Stuttgart, 14. November 2013. Claus Peymann hätte bei der heute stattfindenden Trauerfeier für den unlängst verstorbenen ehemaligen Oberbürgermeister Stuttgarts Manfred Rommel gern eine Rede gehalten – aber er durfte nicht. Seine Bitte, bei der Trauerfeier sprechen zu dürfen, wurde laut eines Interviews, das Peymann der Wochenzeitung "Kontext" gegeben hat, abgelehnt. "Ich hätte es schön gefunden, wenn sich in den getragenen Politikerton etwas anderes eingemischt hätte", so Peymann, der von 1974 bis 79 Intendant am Stuttgarter Schauspiels war, im selben Jahr wie der CDU-Bürgermeister in Stuttgart ins Amt kam, und sich selbst als "Kronzeugen für den liberalen Rommel" bezeichnet. "Gern hätte ich ihm an seinem Sarg für seinen Mut gedankt, erzählt davon, was der politische Zeitgeist heute nicht mehr kennt", sagt der Theatermann.
Trier will Drei-Sparten-Theater erhalten
Doch kein Kulturinfarkt
13. November 2013. Die Stadt Trier will ihr Theater in der bisherigen Form, also mit Ensembles in drei Sparten, erhalten. Das berichtet der Trierische Volksfreund in seiner Ausgabe vom 12. November 2013. Die Fraktionen im Stadtrat hätten sich auf ein Elf-Punkte-Papier zur Erhaltung des Theaters geeinigt.
Auch Sebastian Hartmann wehrt sich gegen Anschuldigungen
"Ohne Grundlage"
Leipzig, 12./6. November 2013. In Sachen Defizit am Schauspiel Leipzig meldet sich nun auch der ehemalige Intendant Sebastian Hartmann selbst zu Wort. Bereits der ehemalige Verwaltungsdirektor des Schauspielhauses Leipzig Volker Ballweg verwahrte sich gegen den Vorwurf der neuen Intendanz Lübbe, ein Defizit von 400.000 Euro hinterlassen zu haben. Nun fügt Sebastian Hartmann in einer Erklärung hinzu: "Diese aus der Luft gegriffene Behauptung ist weder belegt, noch nachvollziehbar, noch richtig." Richtig sei, dass bis zum 31. Dezember 2012 ein Überschuss von 30.000 Euro erwirtschaftet worden sei; aufgrund der positiven Entwicklung rechne man bis zum 31. Juli 2013 (Übergabe der Intendanz) mit einem "angenommenen Überschuss" von etwa 100.000 Euro.
Intendanten solidarisieren sich mit Forderungen von "art but fair"
Einheitsfront? Gegen wen?
Heidelberg, 7. November 2013. Auf der Sitzung des Künstlerischen Auschusses des Deutschen Bühnenvereins, die am 5. und 6. November in Heidelberg stattfand, haben sich die dort anwesenden Theater-Intendanten und Funktionäre den Forderungen der Initiative art but fair zur Verbesserung von Entlohnung und Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb angeschlossen.
Sachsen-Anhalt bestätigt Kürzungen für Theater Dessau
Pleite mit oder pleite ohne Theater
Dessau, 6./7. November 2013. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt bleibt dabei, ihre Zuschüsse für das Anhaltische Theater Dessau von acht auf fünf Millionen Euro zu kürzen. Diese Entscheidung des Kulturausschusses teilte der MDR via Twitter bereits am Mittwochmorgen mit. In den kommenden Wochen wird sich nun herausstellen, ob in Folge einzelne Spielstätten oder das ganze Theater geschlossen werden müssen.
Jelinek spricht in Nestroy-Dankesrede über Billeteur Diaz
In den Foren spricht jeder von ihm
Wien, 5. November 2013. Gestern wurden in Wien die Nestroy-Theaterpreise verliehen. Mit dem Autorenpreis für das beste Stück wurde Elfriede Jelinek für Schatten (Eurydike sagt) ausgezeichnet.
Sebastian Hartmann hinterlässt in Leipzig deutliches Defizit
Teurer Abschied
Leipzig, 5. November 2013. Sebastian Hartmanns Intendanz am Schauspiel Leipzig endet mit einem deutlichen Defizit. Wie das Schauspiel Leipzig mitteilt, muss es im Kalenderjahr 2013 voraussichtlich mit einem Minus von über 400.000 Euro abschließen. Davon informierte der neue Intendant Enrico Lübbe den Betriebsausschuss Kulturstätten der Stadt Leipzig auf seiner gestrigen Sitzung. Der Jahresetat des Hauses umfasst 14,4 Millionen Euro.
Markus Dietz wird Oberspielleiter in Kassel
Publikumsmagnet
Kassel, 1. November 2013. Markus Dietz wird zur Spielzeit 2014/2015 Oberspielleiter am Staatstheater Kassel. Er tritt die Nachfolge von Patrick Schlösser an, der das Haus zum Ende der laufenden Saison verlässt (siehe Meldung vom 25. Oktober 2013).
Wasserschaden am Theater Coburg
Wahrzeichen unter Wasser
Coburg, 31. Oktober 2013. Ein Wasserschaden legt aktuell den Spielbetrieb des Theaters Coburg lahm. Am gestrigen Mittwochvormittag sei bei Wartungsarbeiten an der Feuerlöschanlage die Sprinkleranlage in Gang gesetzt worden und habe Bühne, Orchestergraben sowie Flure im Mitarbeiterbereich geflutet, meldet die Coburger Neue Presse (online 30.10.2013).
Abenddienst vom Schauspiel Leipzig solidarisiert sich mit Burgtheater-Billeteur Diaz
Auslagerungsdebatte auch in Deutschland
Leipzig, 29. Oktober 2013. Der Abenddienst des Schauspiels Leipzig hat sich in einem offenen Brief (hier im kompletten Wortlaut) mit der Protestaktion des Burgtheater-Billeteurs Christian Diaz solidarisiert. Auch die Leipziger Mitarbeiter sind bei einer externen Dienstleistungsfirma angestellt.
Seite 191 von 253
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
neueste kommentare >
-
Deutsche Märchen, Leipzig Erfolgssträhne
-
Hermann Nitsch Danke
-
Deutsche Märchen, Leipzig Doppelerfolg
-
Thyra Uhde Tiefstes Mitgefühl
-
Wokey Wokey, München Virtiosität schlägt Inhalt
-
Frauenliebe und - sterben, Hamburg Leichte Irritation
-
Nach dem Leben, Nürnberg Empfehlung
-
Die Quelle, Wien Claquere unterwegs
-
Leser*innenkritik Black Rider, SHL Flensburg
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Sagenhaft gut

