Kasimir und Karoline - Der immergültige Horváth von Philipp Preuss am Wiener Volkstheater bittersüß hingetupft
Die Übriggebliebenen
Galápagos - In Wien erzählen Felix Mitterer und Stephanie Mohr einen historischen Aussteiger-Krimi
Paradise Lost
von Martin Pesl
Wien, 16. März 2017. Lange bevor der Vorhang hochgeht, hört man das Meer rauschen. Man erwartet ein Südseeparadies. "Galápagos" heißt das Stück, und schon der Titel will so gar nicht passen zum verdienten Tiroler Volksdramatiker Felix Mitterer, dessen Geschichten gefühlt in dörfliche Enge und alpine Tristesse gehören. Überraschend gibt der Vorhang dann die nackte Bühnenwand des Theaters in der Josefstadt frei, der Boden ist voll mit zerknüllten Papieren, Beweisen fürs Scheitern.
Frotzler-Fragmente - Im Schauspielhaus zu Wien schaffen FUX in einer postmonetären Doppelconférence den Ausweg aus der Krise
Kuh oder die Frage nach dem Geld
von Theresa Luise Gindlstrasser
Wien, 11. März 2017. Das Vokabel-, äh, Programmheft bereitet auf den Besuch der Vorstellung vor: "Exklusiv in dieser Ausgabe: Kleines ABC der Wirtschaft". "Derivat" zum Beispiel, oder "Leitzins", was war das alles nochmal eigentlich wirklich jetzt genau? Wissen wir nicht. Wissen wir viel zu wenig über Wirtschaft. Hat sich FUX gedacht und also "Frotzler-Fragmente. Eine postmonetäre Doppelconférence" im Wiener Schauspielhaus gemacht. FUX, das sind Nele Stuhler und Falk Rößler (die diesmal ohne Stephan Dorn zusammen gearbeitet haben), wurde 2011 beim Angewandte-Theaterwissenschafts-Studium in Gießen als Gruppe gegründet. Schon die letzte Arbeit "FUX gewinnt" wies aufs Interesse an der Geldwirtschaft voraus.
Drei sind wir - Valerie Voigt-Firon zeigt Wolfram Hölls preisgekröntes Stück über ein Jahr Leben mit einem Trisomie-Kind im Wiener Burgtheater-Vestibül
Für später, wenn du tot bist
von Leopold Lippert
Wien, 19. Februar 2017. "Trisomie heißt eins zuviel", erklärt der Arzt den Eltern, und im konkreten Fall heißt es auch: ein Jahr, das dem Neugeborenen gegeben ist. Ein Jahr Leben, nicht mehr. Das ist die melancholische Ausgangsituation in Wolfram Hölls "Drei sind wir", für das der Autor den Mülheimer Dramatikerpreis 2016 gewann. Ein Jahr vorgezogene Trauerarbeit, ein Jahr, in dem der Tod ein steter Begleiter ist. Eine herzzerreißende Mär, in der Höll versucht, die Sprachlosigkeit der Eltern in Worte zu fassen, oder in Wortschleifen zu umkreisen. Als die Eltern beschließen, das Jahr in Kanada zu verbringen, sagen sie: "Wir setzen über. Wir übersetzen ihn. Wir üben ersetzen ihn."
Regie: Lisa Lie
Regie: Barabara Frey
Regie: Franz-Xaver Mayr
Regie: Thirza Bruncken
Regie: Thomas Bo Nilsson, Jens Lassak, Julian Wolf Eicke
Regie: Florentina Holzinger, Vincent Riebeek et. al.
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