lexikon
| Begriff | Definition |
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| Titov, Evgeny | Evgeny Titov, geboren 1980 in Russland, ist Regisseur. Titov absolvierte eine Schauspielausbildung an der Theaterakademie St. Petersburg und arbeitete mehrere Jahre lang als Schauspieler in Russland, bevor er ein Regiestudium am Max Reinhardt Seminar in Wien begann. Seit 2016 arbeitet er als freischaffender Regisseur. Titov ist ferner regelmäßig als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin tätig. Mein Herz ist rein am Staatsschauspiel Dresden (9/2016) Hexenjagd am Düsseldorfer Schauspielhaus (6/2017) Frühlings Erwachen am Landestheater Linz (9/2017) Der eingebildete Kranke am Staatstheater Wiesbaden (12/2018) Hundeherz am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2019) Sommergäste bei den Salzburger Festspielen (7/2019) Wassa Schelesnowa am Hessischen Staatstheater Wiesbaden (3/2020) Macbeth am Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2021) Der Vater am Hessischen Staatstheater Wiesbaden (2/2022) Gier unter Ulmen am Residenztheater München (3/2022) Richard III. am Düsseldorfer Schauspielhaus (9/2023) Der Kirschgarten am Hessischen Staatstheater Wiesbaden (2/2024) König Lear am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2025)
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| toxic dreams | toxic dreams ist ein in Wien beheimatetes Off-Label, das 1997 von dem israelischen Regisseur Yosi Wanunu und der Produzentin Kornelia Kilga gegründet wurde. Charakteristisch für die Gruppe ist die Verbindung von verschiedenen Stilen, von High- und Low-Technologien, theater- und kunstgeschichtlichem Referenzwissen und die Gleichwertigkeit der eingesetzten Elemente. Die Gruppe hat bereits über 20 Inszenierungen produziert, unter anderem eine Tschechow-Trilogie am brut Wien, deren dritter Teil Ich sterbe. I'm dying vom November 2009 sich mit den verschiedenen Legenden um den Tod des Autors beschäftigt. Nachtkritiken zu Inszenierungen von toxic dreams: Ich sterbe. I'm dying im Wiener brut (11/2009) The 100% Environmentally Friendly Show am Wiener brut (3/2011) The Bruno Kreisky Lookalike am WUK Wien (11/2018) The Bruno Kreisky Lookalike: The Final Episodes am WUK Wien (1/2020) Ghost Riders bei ImPulsTanz Wien (8/2025)
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| Trolle, Lothar | Lothar Trolle, 1944 in Brücken bei Sangerhausen im Harz geboren, war Schriftsteller und Dramatiker. Zu DDR-Zeiten gab er unter anderem mit dem Dichter Uwe Kolbe die Zeitschrift "Mikado" heraus. 1992 wurde er einem größeren Publikum durch Frank Castorfs Inszenierung seines Stücks "Hermes in der Stadt" am Deutschen Theater Berlin bekannt. Von 1994 bis 1999 war er Hausautor am Berliner Ensemble. 1978 und 1991 erhielt er den Kinderhörspielpreis von Terre des Hommes, 1998 den Hörspielpreis der Akademie der Künste und wurde 2007 der 26. Stadtschreiber zu Rheinsberg. Lothar Trolle war Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Er starb in der Nacht zum 31. März im Alter von 81 Jahren. Nachtkritiken zu Texten von Lothar Trolle: Kean (mit Textbeiträgen von Trolle) in der Volksbühne Berlin (12/2008) Hans im Glück (mit Texten von Trolle) der Gruppe "Pankow" in der Berliner Volksbühne (3/2009) Bertolt Brechts Julius Caesar (Bearbeitung Trolle) in der Agora der Berliner Volksbühne (6/2009) Oberhausener Johannes-Passion am Theater Oberhausen (11/2009) Der Engel von Sibiu, uraufgeführt am Teatrul National Radu Stanca Sibiu in Koproduktion mit dem Theater Oberhausen (3/2011) K.O. nach zwölf Runden (Stunde der Boxer) am Mainfranken Theater Würzburg (7/2014)
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| Tscharyiski, Christina | Christina Tscharyiski, geboren 1988, ist Theaterregisseurin. Christina Tscharyiski studierte an der Universität Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Soziologie und sammelte als Regieassistentin Praxiserfahrung bei zahlreichen Theater- und Opernproduktionen, darunter bei Dimiter Gotscheff und Frank Castorf. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Tscharyiski als Regisseurin tätig. Ihre Inszenierung von Ja eh!, geschrieben von Stefanie Sargnagel, wurde 2018 für den Nestroy-Preis nominiert, zum Heidelberger Stückemarkt und zum Festival Radikal jung nach München eingeladen, wo sie den vom Publikum vergebenen Radikal Jung 2018-Preis erhielt (zusammen mit Corinne Maier). 2019 zeigte Radikal jung ihren Abend Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-Lago. 2022 wurde ihre Inszenierung von "In den Gärten oder Lysistrata 2“ von Sibylle Berg am Düsseldorfer Schauspielhaus zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Christina Tscharyiski: Ja, eh! am Rabenhof Theater Wien (4/2017) Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-Lago. am Berliner Ensemble (10/2018) Schlammland Gewalt am Schauspielhaus Graz (3/2019) Kasimir und Karoline am Theater Freiburg (9/2019) Am Wiesnrand am Münchner Volkstheater (1/2020) Schwarzwasser am Berliner Ensemble (8/2021) In letzter Zeit Wut am Schauspiel Frankfurt (11/2021) Judith Shakespeare – Rape und Revenge von Paula Thielecke bei der Langen Nacht der Autor:innen am Deutschen Theater Berlin (6/2022) Heil. Eine energetische Reinigung am Rabenhof Theater Wien (10/2022) hildensaga. ein königinnendrama am Volkstheater München (12/2022) Herr Puntila und sein Knecht Matti am Berliner Ensemble (4/2023) Mascha K. (Tourist Status) am Schauspiel Frankfurt (9/2023) Der Raub der Sabinerinnen am Schauspiel Frankfurt (2/2024) Pick me Girls am Berliner Ensemble (10/2024) Liliom am Berliner Ensemble (12/2024) Ein Sommernachtstraum am Schauspiel Frankfurt (2/2025) Zur schönen Aussicht am Schauspiel Stuttgart (6/2025) Spiel des Schwebens am Schauspiel Frankfurt (10/2025) 3 Schwestern. Eine Kosmologie am Zürcher Schauspielhaus (1/2026) |
| Turbo Pascal | Turbo Pascal ist ein Berliner Theater- und Performance-Kollektiv. Gegründet wurde es 2004 in Hildesheim. In seinen "theatralen Publikumsexperimenten" interessiert sich Turbo Pascal für kollektive Prozesse und Praktiken und dafür, wie Menschen ihr Zusammenleben organisieren und imaginieren. Das Kollektiv entwickelt interaktive Bühnenstücke, performative Installationen und partizipative Projekte im Stadtraum. In Berlin arbeiteten Turbo Pascal mit der Schaubühne am Lehniner Platz, dem HAU Hebbel am Ufer, dem Heimathafen Neukölln und seit 2009 kontinuierlich mit den Sophiensaelen zusammen. Im Rahmen des Fonds Doppelpass der Bundeskulturstiftung kooperierten Turbo Pascal von 2012 bis 2014 mit dem Theater Freiburg. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Turbo Pascal: Verkehrte Welt beim Impulse Festival (6/2023) Die Paten im Berliner Heimathafen Neukölln (2/2016) Völkerwanderung am Theater Freiburg (5/2015) Algorithmen in den Berliner Sophiensaelen (10/2014) Leben und arbeiten am Theater Freiburg (3/2014) Andere Beiträge zu Turbo Pascal: Meldung: George Tabori Förderpreis 2018 an Turbo Pascal (5/2018) Link:
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| Uhlich, Doris | Doris Uhlich, geboren 1977 in Oberösterreich, studierte Pädagogik für zeitgenössischen Tanz am Konservatorium der Stadt Wien. Von 2002 bis 2009 war sie Spielerin beim theatercombinat, seit 2006 erarbeitet sie eigene Projekte. In ihren Produktionen setzt Doris Uhlich auf Körper jenseits der Norm. Die Choreographin und Tänzerin entwickelte die "Fetttanztechnik", bei der die weichen Körper(an)teile in Bewegung versetzt werden. Seit längerem kooperiert sie mit dem Choreographen Michael Turinsky, dessen Rollstuhl etwa in "Ravemachine" zum Mitspieler in der Performance wird. Doris Uhlich tanzte als Nicht-Ballerina nackt auf Spitzenschuhen und inszeniert in ihrer Serie "Habitat" entkleidete Körper in Masse. 2008 erhielt sie für "SPITZE" den Tanzpreis des bm:ukk (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur), 2013 den "award outstanding artist" im Bereich darstellende Kunst, ebenfalls vom bm:ukk. Für "Ravemachine" wurde Doris Uhlich 2017 mit dem Nestroypreis in der Kategorie "Spezialpreis" ausgezeichnet. "Every Body Electric" erhielt beim Dresdner Bürgerbühnenfestival Our Stage 2019 den Publikumspreis und wurde zur Biennale in Venedig und Sao Paulo eingeladen.
Nachtkritiken zu Inszenierungen von Doris Uhlich: more than naked beim ImPulsTanz-Festival (8/2013) Boom am Theater Freiburg (7/2016) Habitat / Halle E im Tanzquartier Wien (10/2019) Gootopia im Tanzquartier Wien (10/2021) In Ordnung an den Münchner Kammerspiele (2/2024)
Weitere Beiträge zu Doris Uhlich: Every Body Electric beim Bürgerbühnen Festival "Our Stage" in Dresden (2019) |
| Ungarn | Theaterbriefe aus Ungarn: Über die Auswirkungen der rechtsnationalen Politik auf die Arbeit und Ästhetik der Theater (2/2011) Gefährdung und Chancen des Theaters in Ungarn am Beispiel des Budapester Kunsthauses Trafó (3/2012) Eine neue Generation beim 6. Dunapart-Showcase der Freien Szene in Budapest (12/2023) Theatermacher Kornél Mundruczó über die Abwahl Viktor Orbáns (4/2025)
Meldung: Ungarischer Kritikerverband befürchtet wachsende staatliche Medien- und Kunstkontrolle (12/2010) Meldung: Protest gegen die rechtsnationale Kulturpolitik in Ungarn (12/2010) Nachtkritik: Szutyok/Miststück bei den Theaterformen Hannover (6/2011) Meldung: Rechtsextremer zum Leiter des Neuen Theater Budapest ernannt (10/2011) Presseschau: Süddeutsche Zeitung und die taz berichten über die Hintergründe der Ernennung zweier Rechtsextremer in die Leitung des Neuen Theater Budapest (10/2011) Meldung: Prosteste in Budapest (10/2011) Meldung: Budapest: Offener Brief der Akademie der Künste (11/2011). Bericht: Streitraum Schaubühne: Antisemitismus in Ungarn - Was tun? (1/2012) Nachtkritik: Korijolánusz beim Festival Radikal jung in München (4/2012) Meldung: Protestvideo der Freien Theatermacher gegen die radikalen Kürzungen staatlicher Subventionen (11/2012) Meldung: Solidaritätsaufruf der Freien Theatermacher Ungarns (11/2012) Meldung: Berliner Protest gegen Bevormundung der Künstler in Ungarn (12/2012) Meldung: Kandidat der Regierung wird Intendant des Ungarischen Nationaltheaters (12/2012) Meldung: Peter Esterházy im ungarischen Radio zensiert (1/2013) Meldung: Offener Brief des Wiener Burgtheaters (2/2013) Meldung: Zwei ungarische Gastspiele in Strasbourg abgesagt (3/2013) Meldung: Der ungarische Minister Zoltán Balog antwortet Matthias Hartmann auf seinen Offenen Brief (4/2013) Meldung: Intellektuelle rufen zum Widerstand gegen die Regierung Orbán in Ungarn (4/2013) Kommentar: Frank-Patrick Steckel über seine Gründe, den Ungarn-Aufruf "Stiftet Aufruhr!" zu unterschreiben (4/2013) Meldung: Ungarische Rechte schreibt Offenen Brief (4/2013) Meldung: Betrifft: Freiheit der Kunst - Neuer Protestaufruf gegen antidemokratische Entwicklungen in Ungarn (4/2013) Nachtkritik: Horváths Italienische Nacht von Csaba Polgár (8/2013) Meldung: Wiener Burgtheater lehnt Einladung nach Ungarn ab (9/2013) Meldung: Rechtsextreme Demonstrationen bei Alföldi-Premiere in Budapest (9/2013) Presseschau: Die ungarische Tageszeitung Népszabadság interviewt Burgtheaterintendant Matthias Hartmann (11/2013) Bericht: Die Berliner Konferenz "Whatever happened to te Hungarian Theatre?" (12/2013) Bericht: Die Wiener Festival "Szene Ungarn – Ausschnitte einer Theaterlandschaft" (3/2014) Meldung: Cannes-Filmpreis für Theaterregisseur Kornél Mundruczó (5/2014) Meldung: Ungarische Theatergruppe Krétakör auf schwarzer Liste der Regierung (6/2014) Nachtkritik: Reflex – Dániel D. Kovács und die Sputnik Shipping Company Budapest eröffnen das Parallel Lives Festival Dresden zu kommunistischen Geheimdiensterfahrungen (6/2014) Meldung: Fidesz-Politiker Tibor Navracsics wird EU-Kommissar für Kultur (9/2014) Meldung: Bühnenvereinsprotest gegen designierten EU-Kulturkommissar (9/2014) Nachtkritik: Kinder der Sonne, Regie: Csaba Polgár am Münchner Volkstheater (9/2014) Meldung: Offener Brief von Ungarns Freien Theatern gegen einen EU-Kommissar Navracsics (10/2014) Meldung: Kein ungarischer EU-Kommissar für Bildung, Kultur und Bürgerschaft (10/2014) Meldung: Fidesz-Politiker Tibor Navracsics nun doch EU-Kommissar für Kultur (10/2014) Nachtkritik: A Párt – Die Partei – The Party beim Steirischen Herbst in Graz, Regie: Árpád Schilling (10/2014) Nachtkritik: Die Vaterlosen – Csaba Mikós Familiengeschichte durch das jüngste Vierteljahrhundert Ungarns (11/2014) Meldung: Protest des Burgtheaters bei Gastspiel in Ungarn (4/2015) Meldung: Ungarisches Parlament erklärt Theatermacher zu Staatsfeinden (9/2017) Meldung: Ungarische Regierung zentralisiert Kulturpolitik (12/2019) Meldung: Leitung der Budapester Theateruni tritt zurück (9/2020) Meldung: Solidarität für Universitäts-Besetzung in Budapest (9/2020) Meldung: Kunstfreiheit in Ungarn: Solidaritätserklärung von Robert Wilson (4/2021) Siehe auch: Viktor Bodó (Regisseur), David Márton (Regisseur), Kornél Mundruczó (Regisseur), Árpád Schilling (Regisseur) |
| Van Batum, Stephanie | Stephanie van Batum, geboren 1988 in Leeuwarden in den Niederlanden und verstorben am 13. August 2023, war Performerin und Regisseurin. Stephanie van Batum studierte in Groningen und Amsterdam Kultur- und Medienwissenschaften und machte einen Master in Theaterwissenschaft, ehe sie von 2013 bis 2017 ein Regiestudium an der Otto Falckenberg Schule in München absolvierte. Ihre Abschlussinszenierung, die Lecture Performance "Don't Worry Be Yoncé", in der sie zusammen mit drei Schauspielerinnen auch selbst mitwirkte, wurde 2018 zum Festival "Radikal jung" ans Münchner Volkstheater eingeladen und in das Repertoire des Schauspielhauses Bochum übernommen. Mit "PONY CAMP: Troilus & Cressida" wurde sie zum Körber Studio Junge Regie eingeladen und gastierte in Amsterdam und beim Shakespeare Festival in Neuss. Gemeinsam mit Florian Schaumberger erarbeitete sie an der Münchner Schauburg "Fake it till you make it" für Jugendliche (siehe den Essay über Schwere Stoffe im Jungen Theater). 2020 gab die Verhinderung ihrer geplanten Produktion "Pussy – eine Ode an die Männlichkeit" Anlass zur kritischen Diskussion des Autorenprogramms am Berliner Ensemble. Nachtkritiken zu Arbeiten von Stephanie van Batum: Der Widerspenstigen Zähmung am Staatstheater Mainz (10/2021) |
| Vanackere, Annemie | Annemie Vanackere, geboren 1966 in Courtrai/Belgien, ist Kuratorin und Theaterleiterin. Annemie Vanackere studierte Philosophie in Leuven und Paris sowie ein Jahr Theater- und Filmwissenschaft in Leuven. Sie arbeitete als Produktionsleitung u.a. für STUC und das Festival KLAPSTUK, 1993 übernahm sie die künstlerische Leitung des Nieuwpoorttheater in Ghent. Von 1995 bis 2011 war Annemie Vanackere an der Rotterdamse Schouwburg beschäftigt, seit 2001 als künstlerische Ko-Leiterin sowie als Leiterin des an die Schouwburg angegliederten Productiehuis Rotterdam. Bis 2011 war sie zudem künstlerische Leiterin von "De Internationale Keuze van de Rotterdamse Schouwburg", dem 2001 von ihr mitgegründeten jährlich stattfindenden internationalen Theater-, Tanz- und Performancefestival in Rotterdam. Seit September 2012 ist Annemie Vanackere die Intendantin und Geschäftsführerin des HAU Hebbel am Ufer in Berlin, das sie am 1. November 2012 mit ihrem Team neu eröffnet hat. Meldung: Annemie Vanackere wird neue Leiterin des Berliner HAU (5/2011) Presseschau: Zur Berufung von Annemie Vanackere in die Intendanz des HAU (6/2011) Presseschau: Die Berliner Zeitungen nehmen die neue HAU-Chefin Annemie Vanackere in Augenschein. (6/2012) Meldung: Annemie Vanackeres Pläne fürs HAU Berlin (9/2012) Presseschau: Die Zeitschrift Spex spricht mit Annemie Vanackere, der Künstlerischen Leiterin des HAU in Berlin (4/2015) Meldung: Annemie Vanackere verlängert am HAU (3/2021) |
| Veiel, Andres | Andres Veiel, geboren 1959 in Stuttgart, ist Film- und Theaterregisseur und Schriftsteller. Nach dem Studium der Psychologie in West-Berlin absolvierte er eine Regie- und Dramaturgie-Ausbildung am Berliner Künstlerhaus Bethanien, u.a. bei dem polnischen Filmemacher Krzysztof Kieślowski. Einem breiten Publikum wurde Veiel als Filmregisseur mit der Dokumentation "Blackbox BRD" von 2001 bekannt (die die Schicksale des Bankenmanagers Alfred Herrhausen und des RAF-Terroristen Wolfgang Grams einander gegenüberstellt) und mit dem RAF-Spielfilm "Wer wenn nicht wir" über die Vorgeschichte der RAF, der auf der 61. Berlinale 2011 den Alfred-Bauer-Preis und später den Deutschen Filmpreis in Bronze gewann. In seinem mit dem Publikumspreis der 54. Berlinale 2004 prämierten Dokumentarfilm "Die Spielwütigen" widmete sich Veiel vier jungen Schauspielschülern an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin. Veiel verarbeitet seine Recherchen immer wieder auch in Sachbüchern. Gemeinsam mit Gesine Schmidt schrieb er das Dokumentarstück "Der Kick" über die Ermordung des Jugendlichen Marinus Schöberl 2002 im brandenburgischen Dorf Potzlow. Das Stück kam 2005 am Theater Basel und am Berliner Maxim Gorki Theater zur Uraufführung und wurde zum Berliner Theatertreffen 2006 eingeladen. 2013 schrieb Veiel auf Grundlage von Interviews mit deutschen Bankern sein Theaterstück "Das Himbeerreich". Das Himbeerreich am Staatstheater Stuttgart (1/2012) Der Kick am Theater Eisenach (6/2013) Das Himbeerreich am Staatstheater Kassel (9/2013) Das Himbeerreich am Theater Freiburg (12/2013) Let them eat money am Deutschen Theater Berlin (9/2018) Ökozid in der ARD (11/2020) Ökozid am Schauspiel Stuttgart (9/2021) |
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- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne





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