lexikon
| Begriff | Definition |
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| Wentz, Lisa | Lisa Wentz ist Dramatikerin. Geboren 1995, wuchs sie in Schwaz in Tirol auf. Von 2014 bis 2017 absolvierte sie eine Schauspielausbildung in Wien. 2018 bis 2022 studierte sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Ihr erstes abendfüllendes Stück "Aschewolken" wurde beim Deutschen Jugendtheaterpreis 2020 mit einem Sonderpreis für Studierende des Szenischen Schreibens ausgezeichnet, 2021 erhielt die Produktion den Ikarus-Preis als herausragende Berliner Theaterinszenierung für Jugendliche in pandemischen Zeiten. Mit ihrem Stück "Adern" gewann Wentz 2021 den Retzhofer Dramapreis und 2022 den Nestroy Autor*innenpreis. Adern am Burgtheater Wien (3/2022) Adern am Tiroler Landestheater Innsbruck (6/2023) Das Haus am Burgtheater Wien (12/2024) Azur oder die Farbe von Wasser am Theater in der Josefstadt Wien (1/2025) Verräter am Landestheater Linz (2/2026) |
| werkgruppe2 | werkgruppe2 ist eine freie Theatergruppe, bestehend aus der Regisseurin Julia Roesler, der Musikerin und Komponistin Insa Rudolph und der Dramaturgin Silke Merzhäuser. Für ihren ersten Film "Marina" wurden sie im November 2018 beim Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm ausgezeichnet. Der Film beruht auf dem Projekt Polnische Perlen, für das osteuropäische Pflegekräfte in Braunschweiger Privathaushalten interviewt wurden. Nachtkritiken zu Inszenierungen von werkgruppe2: Friedland am Deutschen Theater Göttingen (5/2009) Soldaten am Deutschen Theater Göttingen (6/2011) Polnische Perlen am Staatstheater Braunschweig (3/2014) Blankenburg am Staatstheater Oldenburg (6/2014) Fliehen & Forschen am Staatstheater Braunschweig (3/2015) Die Georgier am Theater Ingolstadt (11/2016) Arbeiterinnen bei den Ruhrfestspielen (5/2021) Hier spricht die Polizei bei den Ruhrfestspielen (5/2024) Website:
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| Werktreue | Oft beschworen, meist missverstanden: Es geht viel durcheinander, wenn über Werktreue im Theater gestritten wird. Petra Kohse schafft Klarheit. |
| Werner, Christoph | Christoph Werner, 1964 in Dessau geboren, ist Regisseur und Intendant. Werner studierte an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Nach Engagements am Volkstheater Rostock und am Theater Waidspeicher in Erfurt ist er seit 1995 künstlerischer Leiter am Puppentheater der Stadt Halle. Von 2005 bis 2011 war er außerdem Intendant des Neuen Theaters Halle. 2005 bis 2008 war Werner Intendant des Festivals Theater der Welt.
Nachtkritiken zu Inszenierungen von Christoph Werner: Hamlet am Neuen Theater Halle (10/2008) Der Sturm am Neuen Theater Halle (11/2010) 1913 am Neuen Theater Halle (3/2016) Wenn mich einer fragte … am Theater Chemnitz (10/2018)
Weitere Beiträge zu Christoph Werner: Festivalbericht: Theater der Welt 2008 (6/2008) |
| Werner, Lars | Lars Werner, 1988 in Dresden geboren, ist Dramatiker. Werner studierte Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und dem Camberwell College of Arts der University of the Arts London sowie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. 2017 initiierte Werner das Berliner Ringtheater und war bis 2023 Teil der kollektiven Leitung. Für sein Stück "Weißer Raum" wurde er 2018 mit dem Kleist-Förderpreis für neue Dramatik ausgezeichnet. 2019 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin. 2023 erschien Werners Debütroman "Zwischen den Dörfern auf hundert". Sein Stück "Die ersten hundert Tage" war 2024 für den Autor*innenpreis beim Heidelberger Stückemarkt nominiert. Nachtkritiken zu Stücke von Lars Werner: Weißer Raum bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2018) Weißer Raum am Theater Vorpommern (3/2019) Deutsche feiern am Theater Münster (10/2020) Die ersten hundert Tage am Deutschen Theater Göttingen (3/2025) Das Ende des Westens am Staatstheater Oldenburg (11/2025) Andere Beiträge zu Lars Werner: Meldung: Lars Werner erhält Kleist-Förderpreis 2018 (1/2018) Meldung: Nominierungen für den Heidelberger Stückemarkt 2024 (2/2024)
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| Wertheimer, Guido | Guido Wertheimer, 1996 in Buenos Aires geboren, ist Dramatiker und Regisseur. Seine Theaterstücke wurden in Argentinien, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Deutschland aufgeführt. Seit 2020 studiert er Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. Er schreibt u. a. Prosa, Lyrik und Drehbücher für Dokumentarfilme. 2022 erhielt Guido Wertheimer den Preis der jungen Dramatik für sein Stück "Wir werden diese Nacht nicht sterben". Nachtkritiken zu Stücken und Inszenierungen von Guido Wertheimer: Wir werden diese Nacht nicht sterben am Staatstheater Braunschweig (9/2023) Die realen Geister am Schauspielhaus Wien (1/2025) Es ist nie Sommer im Ruhrgebiet bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2025) Nach dem Hass bei der Langen Nacht der Autoren:innen (6/2025) Meldung: Preis der Jungen Dramatik vergeben (5/2022) Meldung: Guido Wertheimer wird 2023/24 Hausautor am Theater Münster (2/2023) Meldung: Hans-Gratzer-Preis für Guido Wertheimer (2/2024) Meldung: Berlin: DT gibt drei neue Atelier-Autor:innen bekannt (6/2024) |
| Weyde, Clara | Clara Weyde, geboren 1984, ist Regisseurin. Weyde studierte Kommunikations- und Politikwissenschaft und arbeitete zwei Jahre als Regieassistentin am Theater Bremen. Es folgte ein Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg, das sie 2015 abschloss. Im selben Jahr gewann sie den Start Off Preis, 2016 wurde sie mit dem Rolf Mares Preis in der Kategorie "Herausragende Inszenierung" ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2022/23 leitet Clara Weyde gemeinsam mit dem Dramaturgen Bastian Lomsché und dem Kostümbildner Clemens Leander das Schauspiel am Theater Magdeburg. 2027 wird das Team ans Schauspiel Leipzig wechseln (hier unser Kommentar zu Berufung). Nachtkritiken zu Inszenierungen von Clara Weyde: Ruf der Wildnis am Schauspiel Hannover (12/2017) Supergutman am Theater Bonn (1/2018) König Ubu am Theater Bielefeld (3/2019) Der Sandmann am Staatstheater Nürnberg (6/2019) Ruhig Blut am Schauspielhaus Graz und bei der Langen Nacht der Autoren am Deutschen Theater Berlin (6/2019) Der große Diktator am Schauspielhaus Graz (5/2021) Frankenstein Oder eine Frischzellenkur am Schauspiel Hannover (10/2021) Der Krieg mit den Molchen an der Schaubühne am Lehniner Platz (6/2022) Das Leben ein Traum am Theater Magdeburg (9/2022) Das Spiel ist aus Die Hamletmaschine am Theater Magdeburg (1/2025) Was ihr wollt am Theater Magdeburg (3/2026) Weitere Beiträge zu Clara Weyde: Meldung: Hamburger Start off-Preis an Regieabsolventin Clara Weyde (6/2015) Meldung: Rolf Mares Preise 2016 vergeben (11/2016) Meldung: Neue Schauspiel-Leitung in Magdeburg (2021) Kommentar: Die neue Intendanz fürs Schauspiel Leipzig(2026) |
| Wieler, Jossi | Jossi Wieler, geboren 1951 in der Schweiz, ist Theater- und Opernregisseur. Von 1972 bis 1980 lebte er in Israel und studierte an der der Universität von Tel Aviv Regie. Seine ersten Inszenierungen entstanden am israelischen Nationaltheater Habima. 1982 inszenierte er erstmals in Deutschland, am Düsseldorfer Schauspielhaus. Von 1983 bis 1985 war er fester Regisseur am Theater Heidelberg. Ab 1988 war er fester Regisseur am Theater Basel, ab 1994 am Schauspielhaus Hamburg. Seit 1994 inszeniert er auch Opern. Von 2011 bis 2018 war Wieler Intendant der Staatsoper Stuttgart. Wieler ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. 2002 wurde er mit dem Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste ausgezeichnet, 2005 mit dem Preis der deutschen Kritik, 2009 mit dem Nestroy-Preis für Jelineks Rechnitz (Der Würgeengel). Einladungen zum Berliner Theatertreffen erhielt der Regisseur für Kleists Amphitryon, (1986, Schauspielhaus Bonn), Wolken.Heim. (1994, Deutsches Schauspielhaus Hamburg), Alkestis von Euripides (2002) und Mittagswende von Paul Claudel (2005, beides Münchner Kammerspiele). Gemeinsam mit dem Dramaturgen Sergio Morabito erhielt er 2006 und 2012 den Deutschen Theaterpreis Der Faust (Kategorie "Beste Opernregie"). 2013 wurde er mit dem Kulturpreis des Landes Baden-Würtemberg geehrt, 2016 mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. Zu seinem 60. Geburtstag gab der Theaterwissenschaftler Hajo Kurzenberger den Sammelband "Jossi Wieler – Theater" heraus, den Simone Kaempf für nachtkritik.de besprach.
Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jossi Wieler Ödipus auf Kolonos an den Münchner Kammerspielen (9/2007) Rechnitz (Der Würgeengel) an den Münchner Kammerspielen (11/2008) Iphigenie auf Tauris an der Schaubühne Berlin (5/2009) Das letzte Band/Bis dass der Tag euch scheidet bei den Salzburger Festspielen (8/2009) Prometheus, gefesselt an der Schaubühne Berlin (11/2009) Angst bei den Salzburger Festspielen/Münchner Kammerspielen (7/2010). I'm searching for I:N:R:I am Staatstheater Stuttgart (3/2016) Zdeněk Adamec am Deutschen Theater Berlin (10/2020) Das Bergwerk zu Falun bei den Salzburger Festspielen (8/2021) Starker Wind am Deutschen Theater Berlin (11/2021) Angabe der Person am Deutschen Theater Berlin (12/2022) Orlando am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (1/2024) Die Frauen von Trachis am Schauspielhaus Zürich (12/2024) |
| Wilke, Alexandra | Alexandra Wilke, geboren 1980, ist Regisseurin. Von 2003 bis 2007 Studium der Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Regieassistentin am Schauspiel Chemnitz von 2008 bis Sommer 2011. In der Zeit realisierte sie u. a. die Uraufführungen "Küß mich hinter Kaufhof" von Anne Habermehl und "Menschen bei der Arbeit" von Henriette Dushe. Und inszeniert auch sonst hauptsächlich Gegenwartsdramatik. Seit 2011 freie Regisseurin in Chemnitz, am Volkstheater Rostock, Theater Plauen-Zwickau, Staatstheater Cottbus, Theater Magdeburg und am Schauspiel Leipzig. nachtkritiken zu Inszenierungen von Alexandra Wilke: Küss mich hinter Kaufhof (UA) am Theater Chemnitz (5/2009) Lohnarbeit und Liebesleid... (UA) am Theater Chemnitz (12/2010) Die Handgriffe der Evakuierung (UA) am Theater Chemnitz (3/2012) Die zweieinhalb Leben des Heinrich Walter Nichts (UA) am Schauspiel Leipzig (11/2014) Grand Prix de la Vision (UA) am Schauspie Leipzig (11/2016) |
| Wilson, Robert | Robert Wilson, geboren am 4. Oktober 1941 in Waco, Texas, gestorben am 31. Juli 2025 in Water Mill, New York, war ein Theater- und Opernregisseur, Autor, Maler, Lichtdesigner, Bühnenbildner, Videokünstler und Architekt. Wilson studierte zunächst Betriebswirtschaft, dann Architektur und Bühnenbild. Ab 1966 machte er in New York mit Theaterperformances auf sich aufmerksam, etwa mit "Deafman Glance" von 1970. Mit der Uraufführung seiner Oper "Einstein on the Beach" mit Musik von Philip Glass 1976 in Avignon begann seine Karriere in Europa: So realisierte er an der Berliner Schaubühne "Death, Destruction & Detroit" (1979) und "Death, Destruction & Detroit II" (1987) sowie am Thalia Theater Hamburg "The Black Rider" (1991) und "Alice" (1992). Ab Mitte der 1980er arbeitete er in mehreren Projekten mit Heiner Müller zusammen, den er 1977 kennengelernt hatte. Neben seinen Theaterarbeiten ist Wilson als Maler, Zeichner und Designer tätig. 1993 erhielt Wilson den Goldenen Löwe der Biennale Venedig für die Installation "Memory/Loss" zusammen mit Hans Peter Kuhn. Am 4. Oktober 2011 gratulierten nachtkritik.de ihm zum 70. Geburtstag. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Robert Wilson: Die Dreigroschenoper am Berliner Ensemble (9/2007) Shakespeares Sonette am Berliner Ensemble (4/2009) Lulu am Berliner Ensemble (4/2011) The Life and Death of Marina Abramović am Theater Basel (6/2012) Peter Pan am Berliner Ensemble (4/2013) Das Mädchen mit den Schwefelhölzern bei der Ruhrtriennale (9/2013) Einstein on the Beach bei den Berliner Festspielen, Rekonstruktion von 1976 (3/2014) Faust I und II am Berliner Ensemble (4/2015) Endspiel am Berliner Ensemble (12/2016) Der Sandmann bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2017) Mary Said What She Said bei den Wiener Festwochen (5/2019) Das Dschungelbuch am Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2019) Dorian am Düsseldorfer Schauspielhaus (6/2022) H -100 seconds to midnight am Thalia Theater Hamburg (9/2022) Ubu beim Kunstfest Weimar (8/2023)
Andere Texte zu Robert Wilson: Presseschau vom 6. Oktober 2014: Süddeutsche und Neue Zürcher berichten von Robert Wilsons Inszenierung von "Les Nègres" am Pariser Odéon-Theater Kommentar vom 5. Dezember 2014: Robert Wilson vermeidet mit Jean Genets "Les Nègres" am Pariser Théâtre de l'Odéon nur scheinbar diskriminierenden Zeichengebrauch Meldung vom 16. November 2016: Robert Wilson gewinnt Hörspielpreis der ARD Rezension vom 5. April 2018: Ortlose Stimmen – Mariko Harigai untersucht Stimmen und Hörräume in Inszenierungen von Masataka Matsuda, Robert Wilson, Jossi Wieler und Jan Lauwers Statement vom 18. September 2021: Solidaritätserklärung von Robert Wilson für die Freiheit und Unabhängigkeit von Kunst und Lehre in Ungarn Beitrag vom 4. Oktober 2021: Robert Wilson zum 80. Geburtstag |
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