Die Kunst der Oberfläche

7. Juli 2021. In der neuen Folge unserer Reihe "Neue Dramatik in zwölf Positionen" begrüßen wir Sarah Nemitz und Lutz Hübner. Das Duo ist vor allem für seine well-made plays bekannt, ein Genre, das trotz großen Erfolgs beim Publikum in der Kritik steht. Man wirft diesen Stücken fehlende Tiefe und Experimentierfreude vor. Im Gespräch mit nachtkritik.de-Redakteur Michael Wolf verteidigen Nemitz & Hübner das well-made play. Für sie ist es ein Instrument zur Erforschung der politischen Gegenwart.

Ein "Wir" irrt sich gewaltig

von Michael Wolf

Berlin, 23. Juni 2021. Außerhalb Griechenlands erregt das Athener Embros-Theater vor allem Aufsehen, wenn es mal wieder in seiner Existenz bedroht ist. 2006 fiel die Förderung weg, einige Zeit stand es leer. 2011 besetzten Künstler das staatseigene Gebäude, zwei Jahre später folgte die Räumung, dann eine erneute Besetzung. Die selbstverwaltete Bühne, so liest man, hat sich seither zu einem soziokulturellen Zentrum entwickelt. Der Eintritt ist frei, Studenten, Flüchtlinge und Nachbarn treffen dort aufeinander. Im Mai endete diese Erfolgsgeschichte vorerst, die Behörden versiegelten das denkmalgeschützte Gebäude mit Beton. Der Staat, immer noch in größten wirtschaftlichen Schwierigkeiten, will es wohl einer kommerziellen Nutzung zuführen. Nach Protesten soll das Theater Medienberichten zufolge inzwischen aber wiedereröffnet worden sein.

Das perfekte Versteck

9. Juni 2021.In der neuen Folge unserer Reihe "Neue Dramatik in zwölf Positionen" begrüßen wir Esther Becker. Im Gespräch mit der vielfach ausgezeichneten Autorin geht es um das Schreiben für junges Publikum, um Körperbilder und Selbstermächtigung. Es moderiert Sophie Diesselhorst.

Draußen vor den Theatertüren

8. Juni 2021. Alles muss raus! Theater, das bedeutet in diesem Sommer vor allem draußen spielen: Vor dem Schloss, dem Dom, auf dem See oder auf den eigens errichteten Open-Air-Bühnen von Stadt- und Staatstheatern. Corona-sicher und nur bedingt wettergeschützt begegnen die Schauspieler und Schauspielerinnen ihrem Publikum jetzt bei Tageslicht.