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Begriff Definition
Steckel, Frank-Patrick

Frank-Patrick Steckel, geboren am 10. Februar 1943 in Berlin, ist Theaterregisseur und war von 1986 bis 1995 Intendant des Schauspielhauses Bochum.

Frank-Patrick Steckel studierte Kunstgeschichte in Hamburg und begann als Regieassistent an der damals von Claus Peymann geleiteten Studiobühne der Universität Hamburg. Ein erstes Engagement als Regisseur erhielt Steckel bei Ida Ehre an den Hamburger Kammerspielen. Er gehörte zu der Gruppe von Theaterleuten um Peter Stein, die 1970 die Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin übernahmen. Dort inszenierte er gemeinsam mit Peter Stein auch die erste Arbeit der neuen Truppe, Bertolt Brechts "Die Mutter" mit Therese Giehse in der Hauptrolle.

Unter dem Intendanten Arno Wüstenhöfer war Steckel von 1978 bis 1981 Oberspielleiter am Schauspiel des Bremer Theaters, 1986 wurde er Claus Peymanns Nachfolger als Intendant am Bochumer Schauspielhaus, das er gemeinsam mit der Choreographin Reinhild Hoffmann leitete. 1995 wurde Leander Haussmann sein Nachfolger.

Seit 1995 arbeitet Steckel wieder als freier Regisseur und inszenierte zuletzt auch wieder am Theater Bremen und dem Theaterlabor Bremen. Darüber hinaus übersetzt er Stücke von Shakespeare und Molière. Für seine Shakespeareübertragungen erhielt der 2013 den Preis der Autoren. Frank-Patrick Steckel ist der Vater der Regisseurin Jette Steckel.

Nachtkritiken zu Inzenierungen von Frank-Patrick Steckel:

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Theater Bremen (2/2008)

Plutos am Theaterlabor Bremen (2/2009)

Macbeth am Theater Bremen (10/2009)

Rein theoretisch am Theaterlabor Bremen (10/2010)

Antworten an Deutschland im Centraltheater Leipzig (5/2011)

Endspiel am Theater Bremen (10/2011)

Texte von Frank-Patrick Steckel auf nachtkritik.de:

Zum Streit um die Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST (12/2019)

Zum Tod von Wolf Redl (1/2011)

Warum ich den Aufruf "Stiftet Aufruhr!" unterschrieben habe (4/2013)

Steckel, Jette

Jette Steckel, 1982 in Berlin geboren, ist Regisseurin.

Jette Steckel ging nach dem Abitur 2001 direkt ans Theater, war Assistentin u.a. an der Schaubühne Berlin, am Burgtheater Wien und am Thalia Theater in Hamburg. Bereits 2002 entstand, in Zusammenarbeit mit Carolin Mader, am Schauspielhaus Bochum eine erste Regiearbeit ("Kreisleriana"). Von 2003 bis 2007 absolvierte Steckel ein Regiestudium in Hamburg. Ihre erste Inszenierung nach Studienabschluss war 2007 Gerettet von Edward Bond. Die Regisseurin stammt aus einer Theaterfamilie. Ihre Eltern sind die Bühnenbildnerin Susanne Raschig und der Regisseur Frank-Patrick Steckel.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jette Steckel:

Gerettet am Thalia Theater Hamburg (11/2007)

Caligula in der Box des Deutschen Theaters Berlin (9/2008)
(gewann beim Münchner Festival Radikal Jung den Publikumspreis)

Spieltrieb am Kölner Schauspielhaus (4/2009)

Die Welt ist groß und Rettung lauert überall (UA) bei den Salzburger Festspielen (8/2009)

Othello am Deutschen Theater Berlin (11(2009)

Woyzeck am Thalia Theater Hamburg (1/2010)

Don Carlos am Thalia Theater Hamburg (1/2011)

Kleinbürger am Deutschen Theater Berlin (5/2011)

Der Fremde am Thalia Theater Hamburg (10/2011)

Die schmutzigen Hände am Deutschen Theater Berlin (1/2012)

Dantons Tod am Thalia Theater Hamburg (4/2012)

Die Ratten am Thalia Theater Hamburg (1/2014)

Das Spiel ist aus am Deutschen Theater Berlin (3/2014)

Romeo und Julia am Thalia Theater Hamburg (9/2014)

Das weite Land am Deutschen Theater Berlin (12/2014)

Antigone am Burgtheater Wien (5/2015)

Weine nicht, singe an der Staatsoper Hamburg (9/2015)

Kasimir und Karoline – Glauben Lieben Hoffen am Thalia Theater Hamburg (11/2015)

10 Gebote am Deutschen Theater Berlin (1/2017)

Das achte Leben (Für Brilka) am Thalia Theater Hamburg (4/2017)

Ein Volksfeind am Wiener Burgtheater (11/2017)

Der Sturm am Thalia Theater Hamburg (2/2018)

Vor Sonnenaufgang bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen als Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin (5/2018)

Medea und Jason am Thalia Theater Hamburg (10/2018)

Zeiten des Aufruhrs am Deutschen Theater Berlin (2/2019)

Stein, Peter

Peter Stein, 1937 als Sohn eines Maschinenfabrikanten in Berlin geboren, ist Theater- und Opernregisseur.

Stein studierte Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Frankfurt am Main und in München. Nach dem Studium war er an den Münchner Kammerspielen Assistent von Fritz Kortner. Nach einer Zwischenstation in Zürich ging er zu Intendant Kurt Hübner nach Bremen. 1970 kam er als künstlerischer Leiter neben Claus Peymann an die Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer, die 1981 an den Lehniner Platz umzog. Zum Ende der Spielzeit 1984/1985 verließ er die Schaubühne. Von 1991 bis 1997 war er Schauspielchef der Salzburger Festspiele. Für die Expo 2000 in Hannover inszenierte er den kompletten "Faust" von Johann Wolfgang von Goethe, produziert von Tom Stromberg. Berühmt sind auch seine Interviews. Warum das so ist? Ein Erklärungsversuch von Petra Kohse.

Im September 2007 ist Peter Stein in seiner Wallenstein-Inszenierung für den verletzten Klaus Maria Brandauer eingesprungen. Über das Wesen der griechischen Tragödie hat er im Juli 2009 an der Berliner Volksbühne einem Vortrag gehalten. Im Oktober 2010 wurde ihm der Europäische Theaterpreis zuerkannt. 2013 kam der Film Lontano. Die Schaubühne von Peter Stein von dem Dokumentarfilmer Andreas Lewin heraus.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Peter Stein:

Wallenstein in der Neuköllner Kindlhalle (5/2007)

Der zerbrochne Krug am Berliner Ensemble (9/2008)

I Demoni (Die Dämonen) bei den Wiener Festwochen (6/2010)

Ödipus auf Kolonos bei den Salzburger Festspielen (7/2010)

Das letzte Band bei der Stiftung Neuhardenberg und dem Festival Movimentos 3/2013)

Don Carlo bei den Salzburger Festspieln (8/2013)

König Lear am Burgtheater Wien (12/2013)

Fierrabras bei den Salzburger Festspielen (8/2014)

Steinberg, Jörg

Jörg Steinberg, geboren 1963 in Berlin, ist Schauspieler und Theaterregisseur.

Nach der Schule absolvierte Steinberg eine Lehre zum Facharbeiter für Nachrichtentechnik, Spezialisierungsrichtung Vermittlungs- und Signalanlagen, ehe er von 1983 bis 1987 an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin studierte. Sein erstes Engagement führte ihn für drei Jahre ans Landestheater Dessau. Nach 1990 arbeitete er mit Jo Fabian zusammen und war als Schauspieler freiberuflich im Theater wie in Film und Fernsehen tätig. Ab 1996 arbeitete Steinberg als freier Regisseur und Autor. Seit 2011 ist er fest engagiert als Hausregisseur und Studioleiter am Neuen Theater in Halle / Saale.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Jörg Steinberg

Macbeth mit der Bremer Shakespeare Company (Regie, 4/2007)

War'n zwei Brüder einst in Sachsen am Theater Altenburg (Schauspiel, 6/2009)

Zscherben – Ein Dorf nimmt ab! am Neuen Theater Halle (Autor, 5/2011)

Leben des Galilei am Neuen Theater Halle (Schauspiel, 5/2013)

Dantons Tod am Neuen Theater Halle (Regie, 6/2014)

Ein Volksfeind am Neuen Theater Halle (Regie, 2/2015)

Bornholmer Straße am Neuen Theater Halle (Regie, 11/2015)

Homepagewww.joergsteinberg.de

Steinbuch, Gerhild

Gerhild Steinbuch, 1983 in Mödling geboren, ist eine österreichische Dramatikerin und Übersetzerin.

Steinbuch studierte Szenisches Schreiben am Dramaforum von UniT in Graz und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch".

2003 gewann sie mit "kopftot" den Retzhofer Dramapreis und den Stückewettbewerb der Schaubühne am Lehninger Platz. 2005 wurde sie mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis des österreichischen Bundeskanzleramts und dem Literaturförderungspreis der Stadt Graz ausgezeichnet. Im Februar 2008 wurde sie für ihr Stück "Menschen in Kindergrößen", das im Auftrag des Staatstheaters Mainz entstand, mit dem Autorenpreis der 4. Deutsch-Französischen Autorentage ausgezeichnet. In der Spielzeit 2008/2009 war Gerhild Steinbuch Hausautorin des Schauspielhaus Wien. Gerhild Steinbuch unterrichtet am Institut Sprachkunst der Universität für Angewandte Kunst in Wien sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.

 

Nachtkritiken zu Arbeiten von Gerhild Steinbuch:

Verschwinden oder Die Nacht wird abgeschafft am Staatstheater Mainz (1/2008)

Menschen in Kindergrößen am Staatstheater Mainz (12/2008)

Angst ob wers merkt beim Autorenspektakel Bern (5/2009)

Sleepless in my dreams – Ein Dornröschen-Erweckungskuss am Schauspiel Frankfurt (2/2013) 

Die gelbe Tapete an der Berliner Schaubühne (2/2015) (Übersetzung)

Land der Lämmer (Projekt mit 10 Autoren) am Landestheater Linz (3/2013)

Normarena im Brut Wien (11/2013)

Your Lover forever (Projekt mit 14 Autorinnen) beim Kunstfest Weimar (8/2014)

Ophelias Zimmer an der Berliner Schaubühne (8/2015) (Übersetzung)

Wilhelm Tell bei den Tellspielen Altdorf (8/2016) (Dramaturgie)

Beate Uwe Uwe Selfie Klick am Theater Chemnitz (11/2016) 

Bergeins am Brut Wien (2/2018)

Radikale Akte am Badischen Staatstheater Karlsruhe (4/2018)

Steiof, Franziska

Franziska Steiof, geboren am 24. Oktober 1962 in Offenbach, gestorben am 23. Januar 2014 in Kiel, war eine Theaterautorin und -regisseurin, die vor allem im Kinder- und Jugendtheater arbeitete.

Steiof studierte Theaterpädagogik. Nach der Ausbildung begann sie als Regieassistentin am Theater im Werftpark in Kiel. Später inszenierte sie auch am Schauspiel Hannover, Schauspielhaus Kiel, Düsseldorfer Schauspielhaus, Theater im Zentrum Wien und Deutschen Schauspielhaus Hamburg, ab 2000 regelmäßig am Berliner Grips Theater. 2010 wurde ihre Neuschreibung des Andersen-Märchens "Undine, die kleine Meerjungfrau" zu den Kinderstücken der Mülheimer Theatertage eingeladen, und ihre Grips-Inszenierung "So lonely" mit dem Ikarus-Preis für die beste Berliner Jugendtheaterarbeit 2011 ausgezeichnet. Im Januar 2014 nahm sie sich das Leben (dazu die Meldung auf nachtkritik.de)

nachtkritiken zu Arbeiten von Franzisak Steiof:

Rosa (Co-Autorin zusammen mit Volker Ludwig und Regie) am Grips Theater (11/2008)

Moby Dick (Bearbeitung nach dem Roman von Herman Melville und Regie) am Theater Kiel (10/2010)

Undine, die kleine Meerjungfrau als Gastspiel bei den Mülheimer Theatertagen 2011, besprochen auf der Festivalseite nachtkritik-stuecke2010.de.

Der Schimmelreiter (Bearbeitung nach Theodor Storm, Regie Christoph Schroth) am Theater Neubrandenburg (11/2011)

steirischer herbst

Der steirische herbst ist ein spartenübergreifendes, internationales Festival für zeitgenössische Kunst, das jährlich im September/Oktober in der Steiermark/Österreich stattfindet.

1968 wurde es von dem Grazer Universitätsprofessor, Volkskundler und ÖVP-Politiker Hanns Koren ins Leben gerufen. Das Festival vernetzt Bildende Kunst, Theater, Performancekunst, Film, Literatur, Tanz, Musik, Architektur, Neue Medien und ihre Theorien. Es ist seinem Verständnis nach ein "Festival der Produktionen", das Uraufführungen und Auftragsarbeiten vorstellt. Seit 2006 wird das Festival von Intendantin Veronica Kaup-Hasler geleitet.

Im September 2014 wird der Frankfurter Dramaturg Martin Baasch zum leitenden Dramaturgen des steirischen herbst gekürt, seine Vorgängerin Kira Kirsch übernimmt 2015 das Wiener Produktionshaus brut.

Nachtkritiken zu Inszenierungen beim steirischen herbst:

Time Republik von andcompany&Co. (9/2007)

Traum mit Revolver von Lola Arias (10/2007)

Die Komplex-Nord-Methode von Signa (10/2008)

Biffy und Wutz von Lukas Bärfuss/Noël Dernesch (10/2008)

kollege von niemand von Johannes Schrettle/Mariano Pensotti (10/2008)

Rose is a rose is a rose is a rose von Ivana Sajk/Wunderbaum (10/2008)

Yo en el futuro/ Ich in der Zukunft von Federico León (10/2009)

Tod eines Bankomatkartenbesitzers von & mit Theater im Bahnhof Graz (10/2010).

Stemann, Nicolas

Nicolas Stemann, geboren 1968 in Hamburg, ist Regisseur und designierter Co-Intendant des Zürcher Schauspielhaus.

Er studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Hamburg und Schauspieltheater-Regie am Max Reinhardt-Seminar in Wien und an der Theaterakademie in Hamburg bei Jürgen Flimm und Christoph Nel. Während der Ausbildung arbeitete er als Hotel- und Restaurantpianist, als Sänger und Gitarrist. Er inszeniert seit 1995. Das erste Mal überregional bekannt wurde er durch die Inszenierung seiner Terror-Trilogie 1997 ("Antigone" von Sophokles, "Die Möwe" von Tschechow, "Leonce und Lena" von Georg Büchner) auf Kampnagel Hamburg und am Gostner Hoftheater Nürnberg. Die ebenfalls in Nürnberg entstandende Inszenierung "Werther!" nach Goethe (1997) mit Philipp Hochmair spielt bis in die Gegenwart an zahlreichen nationalen und internationalen Theatern.

Stemann wurde mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen, zum ersten Mal 2002 mit seiner Inszenierung von "Hamlet" vom Schauspiel Hannover. Stemann wurde vor allem mit seinen Inszenierungen von Theatertexten Elfriede Jelineks bekannt.

Nicolas Stemann inszeniert regelmäßig am Wiener Burgtheater, dem Deutschen Theater Berlin und dem Thalia Theater Hamburg. Er arbeitet regelmäßig mit der Bühnenbildnerin Katrin Nottrodt, der Kostümbildnerin Esther Bialas und dem Dramaturgen Bernd Stegemann zusammen.

Stemann wurde bisher dreimal (2003, 2005, 2008) für den Nestroy-Theaterpreis und einmal für den Faust-Theaterpreis nominiert.

Simone Kaempf hat sich anhand seiner Wiener Inszenierung von Elfriede Jelineks "Babel" und der Hannoveraner Inszenierung von Kurt Vonneguts "Schlachthof 5" der Dialektik von Erinnern und Verdrängen bei Steman gewidmet. Dirk Pilz untersucht in einem Text zum Verhältnis von Geschichte und Gegenwart auch Stemanns Salzburger Räuber-Inszenierung. Als die Schauspielerin Margit Bendokat 2010 den Berliner Theaterpreis bekam, hielt Stemann die Laudatio. Dann brachte er der Bendokat ein Ständchen. Im November 2012 antwortete Stemann in Wien auf Peter Turrinis Regietheaterschelte im Rahmen der Nestroypreisverleihung.

Im Dezember 2014 nahm Stemann gemeinsam mjit Amelie Deuflhard (Kampnagel), Joachim Lux (Thalia Theater), Dirk Nockemann (AfD Hamburg) und Sieghard Wilm (Pfarrer St. Pauli Kirche) im Anschluss an eine Aufführung der "Schutzbefohlenen" an einer Podiumsdiskussion im Thalia Theater teil, mit dem Thema: Was darf die Kunst? Was darf die Gesellschaft? Der Anlass ist die Strafanzeige der AfD Hamburg gegen Amelie Deuflhard, wegen Verstosses gegen die Aufenthaltsbestimmungen.

"Die Schutzbefohlenen" wird zum Theatertreffen 2015 eingeladen. Anlässlich des dortigen Gastspiels wird heftig über Rassismus, Blackfacing und die Arbeit mit Flüchtlingen diskutiert.

2019 wird Stemann zusammen mit Benjamin von Blomberg die Leitung des Zürcher Schauspielhaus übernehmen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Nicolas Stemann:

Don Carlos im Deutschen Theater Berlin (01/2007)

Ulrike Maria Stuart beim Theatertreffen 2007

Über Tiere im Deutschen Theater Berlin (05/2007)

Iphigenie im Thalia Theater Hamburg (09/2007)

Die Räuber bei den Salzburger Festspielen (08/2008)

Urlesung der "Kontrakte des Kaufmanns" am Wiener Burgtheater (03/2009)

Die Kontrakte des Kaufmanns im Kölner Schauspielhaus (04/2009)

Nathan der Weise am Thalia Theater Hamburg (10/2009)

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Deutschen Theater Berlin (12/2009)

La Périchole an der Komischen Oper Berlin (6/2010)

Faust I & II. Eine öffentliche Probe am Thalia Theater Hamburg (10/2010)

Aufhören! Schluss jetzt! Lauter! 12 letzte Lieder am Deutschen Theater Berlin (2/2011)

Die Dreigroschenoper am Schauspiel Köln (3/2011)

Faust 1 & 2 bei den Salzburger Festspielen (7/2011)

Der demografische Faktor am Schauspiel Köln (3/2012)

Gefahr-Bar an der Berliner Schaubühne (12/2012)

Kommune der Wahrheit. Wirklichkeitsmaschine bei den Wiener Festwochen (6/2013)

Rein Gold an der Staatsoper Berlin (3/2014)

Die Schutzbefohlenen beim Festival "Theater der Welt" in Mannheim (5/2014), Gastspiel beim Berliner Theatertreffen 2015

Der Kaufmann von Venedig in den Münchner Kammerspielen (10/2015)

Borgen an der Berliner Schaubühne (2/2016)

Wut an den Münchner Kammerspielen (4/2016)

Der Kirschgarten an den Münchner Kammerspielen (1/2017)

Kein Licht bei der Ruhtriennale (8/2017)

Der Vater an den Münchner Kammerspielen (4/2018)

Stephens, Simon

Simon Stephens, geboren 1971 in Stockport bei Manchester/England, ist Dramatiker und gehört zu den meistgespielten ausländischen Gegenwartsautoren auf deutschsprachigen Bühnen.

Sebastian Nüblings Inszenierung von Stephens' Pornographie, das im Juni 2007 beim Festival Theaterformen in Hannover herauskam, wurde 2008 zum Theatertreffen eingeladen. In der Jahresumfrage von Theater heute wurden Stephens' Werke mehrfach zum "Ausländischen Stück des Jahres" gekürt: 2007 Motortown , 2008 Pornographie, 2011 Wastwater, 2012 Three Kingdoms.

Nach dem Veto der Briten beim EU-Gipfel zur Euro-Rettung im Dezember 2011 sprach der Dramatiker über die Europafeindlichkeit in seinem Land und auf den britischen Bühnen.

Nachtkritiken zu Stücken von Simon Stephens:

Pornographie beim Festival Theaterformen in Hannover, R: Sebastian Nübling (6/2007)

Christmas am Staatstheater Mainz, R: Michael Fontheim (11/2007)

Motortown am Schauspielhaus Bochum (1/2008)

Motortown am Burgtheater Wien (1/2008)

Harper Regan bei den Salzburger Festspielen (8/2008)

Steilwand am Schauspiel Frankfurt (1/2010)

Punk Rock am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (3/2010)

Marine Parade am Staatstheater Mainz (6/2010)

Harper Regan am Theater Aachen (3/2011)

Wastwater vom Royal Court Theatre bei den Wiener Festwochen (5/2011)

Three Kingdoms an den Münchner Kammerspielen (10/2011)

Wastwater am Schauspiel Köln (4/2012)

Wastwater am Burgtheater Wien (4/2012)

Wastwater am Deutschen Theater Berlin (4/2013)

Three Kingdoms am Landestheater Tübingen (9/2013)

Three Kingdoms am Theater Osnabrück (12/2013)

Carmen Disruption am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (3/2014)

Blindlings am Theater Kiel (1/2016)

Wut / Rage am Thalia Theater Hamburg (9/2016)

Birdland am Nationaltheater Mannheim (10/2016)

Heisenberg am Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2016)

Three Kingdoms am Theater Hof (3/2017)

Am Strand der weiten Welt am Landestheater Detmold (5/2017)

Ubus Prozess am Schauspiel Leipzig (1/2018)

Motortown am Pfalztheater Kaiserslautern (3/2018)

Harper Regan am Theater Heilbronn (10/2018)

Maria am Hamburger Thalia Theater (1/2019)

Link:

https://twitter.com/stephenssimon

 

Siehe auch: Theaterbrief aus Großbritannien (3) – Das vom "German theatre" inspirierte Experiment "Secret Theatre" des Lyric Hammersmith London. (3/2014)

Stockmann, Nis-Momme

Nis Momme-Stockmann, geboren 1981 in Wyk auf der nordfriesischen Insel Föhr, ist Theaterautor.

Seine Vita führt neben einem Studium der Sprache und Kultur Tibets sowie der Medienwissenschaften in Hamburg und Odense eine Lehre als Koch auf. Zum Dramatiker bildete er sich an der Berliner Universität der Künste im Studiengang "Szenisches Schreiben" aus.

Für "Der Mann der die Welt aß" erhielt Stockmann den Werkauftrag des Stückemarktes des Berliner Theatertreffens 2009 und den Preis des Heidelberger Stückemarktes 2009. Die Heidelberger Uraufführung des Werkes aus demselben Jahr wurde für das nachtkritik-Theatertreffen 2010 nominiert und von den nachtkritik-Lesern auf den 5. Platz hochkatapultiert. Als Diskutant trat er 2009 beim Berliner Symposium Schleudergang Neue Dramatik auf. Von 2009 bis 2012 war Stockmann Hausautor am Schauspiel Frankfurt, auf dessen Website er auch einen eigenen Blog führte.

Mit dem Stuttgarter Auftragswerk "Kein Schiff wird kommen" wurde Stockmann bereits in seiner Debütsaison zu den Mülheimer Tagen 2010 eingeladen, in deren Vorfeld er auf nachtkritik-stuecke2010.de einen Text gegen die Bewertungsmacht der Kritik und für eine Dramaturgie der Zukunft veröffentlichte. Im Mai 2010 war Stockmann außerdem Mitglied der Jury des Heidelberger Stückemarktes, die mit ihrer Entscheidung, die zu vergebende Preissumme zwischen allen Autoren zu teilen, für Aufsehen sorgte. Im Rahmen der Theaterbiennale Neue Stücke aus Europa 2010 hielt Nis-Momme Stockmann die Rede Vom Verschwinden des Autors und dem anschwellenden Theater, die im Juni 2010 auf nachtkritik.de veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2014 erhielt er den mit 10.000 Euro dotierten Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. 2016 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Der Fuchs" (hier die Buchkritik), mit dem er für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Im Vorfeld gab er dem Blog intellectures.de ein Interview, in dem er auch über die "Idioten" von der theaterkritischen Zunft schimpfte.

In Bild und Ton ist Stockmann Videoporträt auf nachtkritik-stuecke2010.de zu erleben.

Nachtkritiken zu Stücken und Inszenierungen von Nis-Momme Stockmann:

Der Mann der die Welt aß auf dem Stückemarkt des Theatertreffens (5/2009)

Und dann biege ich in eine Straße ein im Rahmen des Theaterspekakels "Heimat-Los!" am Landestheater Altenburg/Gera (10/2009)

Der Mann der die Welt aß am Theater Heidelberg (12/2009)

Das blaue blaue Meer am Schauspiel Frankfurt (1/2010)

Kein Schiff wird kommen am Staatstheater Stuttgart (2/2010)

Das blaue blaue Meer am Theater Bremen (5/2010)

Inga und Lutz oder: Die potentielle Holistik eines Schnellkochtopfs im Kosmos des modernen Seins am Staatstheater Braunschweig (10/2010)

Kein Schiff wird kommen in der Box des Deutschen Theaters Berlin (10/2010)

Die Ängstlichen und die Brutalen am Schauspiel Frankfurt (11/2010)

Herkules Manhattans holistisches Kompendium des modernen Seins, Kapitel 2: Time Tunnel in der Box des Schauspiels Frankfurt (1/2011)

Expedition und Psychiatrie am Theater Heidelberg (auch Regie) (3/2011)

Die Ängstlichen und die Brutalen am Deutschen Theater Berlin (4/2011)

Der Freund krank am Schauspiel Frankfurt (4/2012)

Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir am Schauspiel Hannover (9/2012)

Der Freund krank am Deutschen Theater Berlin (2/2014)

Die kosmische Oktave an den Sophiensaelen Berlin (3/2014)

Phosphoros bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2014)

In Transit im Kurzdramenprojekt "Vom Ende der Kindheit" am Theater Chemnitz (6/2015)

Amerikanisches Detektivinstitut Lasso am Schauspiel Hannover (2/2016)

Kernsanierung der Postmoderne beim Offshore Festival am Stadttheater Bremerhaven (6/2016)

Das Imperium des Schönen am Schauspiel Stuttgart (1/2019)