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Nestroy-Preis 2024: Die Nominierten
22. Oktober 2024. Die Jury des Wiener Theaterpreises "Nestroy" hat ihre diesjährigen Nominierungen bekannt gegeben. Mit dem Nestroy-Preis werden seit dem Jahr 2000 herausragende Leistungen an österreichischen Bühnen ausgezeichnet. Dazu gehören auch Eigenproduktionen der Frühjahrs- und Sommer-Festivals (Wiener Festwochen, Salzburger Festspiele, Bregenzer Festspiele).
Die Jury besteht in diesem Jahr aus den Kritiker*innen Margarete Affenzeller, Karin Cerny, Sonja Harter, Wolfgang Kralicek, Martin Thomas Pesl, Julia Schafferhofer, Susanna Schwarzer und Alexandra Althoff (Vorsitzende).
Nominiert sind:
Bestes Stück - Autor*innenpreis:
- Steffen Link für "Der Verein", Uraufführung, Schauspielhaus Wien
- Ferdinand Schmalz für "hildensaga. ein königinnendrama", Österreichische Erstaufführung, Burgtheater/Akademietheater
- Magdalena Schrefel mit Valentin Schuster für "Die vielen Stimmen meines Bruders", Uraufführung, Koproduktion Schauspielhaus Wien, Kosmos Theater und Kunstfest Weimar
Beste Schauspielerin:
- Paulina Alpen als Gregor Samsa in "Die Verwandlung" nach Franz Kafka, Burgtheater/Akademietheater
- Julia Edtmeier als Mozart in "Amadeus" nach Peter Shaffer, Koproduktion Volkstheater in den Bezirken und Bronski & Grünberg Theater
- Bettina Lieder in "Malina" von Ingeborg Bachmann, Volkstheater
- Birgit Minichmayr in "Heldenplatz" von Thomas Bernhard, Burgtheater
- Anna Rieser in "Prima Facie" von Suzie Miller, Volkstheater/Dunkelkammer
Bester Schauspieler:
- Simon Kirsch als Baron Düval in "Von einem Frauenzimmer" von Christiane Karoline Schlegel, Uraufführung, Schauspielhaus Graz
- Roland Koch und Michael Maertens als Coleman und Valene Connor in "Der einsame Westen" von Martin McDonagh, Burgtheater/Akademietheater
- Claudius von Stolzmann als Zagl in "Der Himbeerpflücker" von Fritz Hochwälder, Theater in der Josefstadt/Kammerspiele der Josefstadt
- Maximilian Thienen als Erzähler in "Der Verein" von Steffen Link, Uraufführung, Schauspielhaus Wien
- Mervan Ürkmez in "Nestbeschmutzung" vom Institut für Medien, Politik und Theater
– Felix Hafner, Jennifer Weiss, Anna Wielander, Uraufführung, Kosmos Theater, und
als Herrmann in "Schwabgasse 94 – Eine Hommage an Werner Schwab", Schauspielhaus Graz
Beste Darstellung einer Nebenrolle:
- Anna Klimovitskaya als Fränzchen in "Von einem Frauenzimmer" von Christiane Karoline Schlegel, Uraufführung, Schauspielhaus Graz
- Sophia Löffler als Mutter in "Der Verein" von Steffen Link, Uraufführung, Schauspielhaus Wien
- Christoph Luser als Jedermanns guter Gesell / Teufel in "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal, Salzburger Festspiele
- Dörte Lyssewski als Ein armer Nachbar / Werke in "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal, Salzburger Festspiele
- Lore Stefanek als Die Alte in "Leben und Sterben in Wien" von Thomas Arzt, Uraufführung, Theater in der Josefstadt
Beste Regie:
- Lucia Bihler für "Die Verwandlung" nach Franz Kafka, Burgtheater/Akademietheater
- Anne Lenk für "Von einem Frauenzimmer" von Christiane Karoline Schlegel, Uraufführung, Schauspielhaus Graz
- Kornél Mundruczó fur "Parallax" von Kata Weber und Ensemble, Uraufführung, Proton Theatre in Koproduktion mit den Wiener Festwochen u.a.
Bester Nachwuchs (Schauspiel):
- Irem Gökçen als Clarice in "Der Diener zweier Herren" von Carlo Goldoni, Volkstheater
- Lukas Vogelsang in "Peer Gynt" von Henrik Ibsen, Burgtheater/Kasino am Schwarzenbergplatz
- Ludwig Wendelin Weißenberger als Arnold Epstein in "Biloxi Blues" von Neil Simon,
Theater der Jugend, und in "FurchtBlasen" von Thyl Hanscho, Maike Müller und
Ensemble, Uraufführung, Theater Nestroyhof Hamakom
Bester Nachwuchs (Autor*in, Kostüm, Regie):
- Nadine Cobbina (Kostüme) für "Minihorror" von Barbi Marković, Uraufführung, Koproduktion diverCitylab und Theater am Werk
- Lukas Michelitsch (Regie) für "Die Party. Eine Einkreisung" von Ulrike Haidacher, Uraufführung, Schauspielhaus Graz
- Leonie Lorena Wyss (Autor*in) für "Muttertier", Uraufführung, Burgtheater/Vestibül in Kooperation mit dem Drama Forum Graz
Beste Ausstattung (Bühne, Kostüme, Videoanimation):
- Victoria Behr (Kostüme) und Pia Maria Mackert (Bühne) für "Die Verwandlung" nach Franz Kafka, Burgtheater/Akademietheater
- Mira König (Bühne & Kostüme) für "Der Nebel von Dybern" von Maria Lazar, Österreichische Erstaufführung, Theater Nestroyhof Hamakom
- Mehmet & Kazim (Bühne & Videoanimation) für "Sonne / Luft" von Elfriede Jelinek, Österreichische Erstaufführung, Schauspielhaus Graz in Kooperation mit dem steirischen herbst
Spezialpreis:
- "Boji – In the State of Fire and Miracles“ von Franz von Strolchen, Uraufführung, Koproduktion Franz von Strolchen, Theater am Lend Graz und Theaterland Steiermark
- "Lass uns die Welt vergessen – Volksoper 1938" von Theu Boermans und Keren Kagarlitsky, Inszenierung Theu Boermans, Uraufführung, Volksoper Wien
- "Oskar Werner – Kompromisslos in die Wiedergeburt" von und mit Bernhard Dechant, Inszenierung Sophie Resch, Koproduktion Die schweigende Mehrheit und Odeon/Spitzer
Beste Off-Produktion:
- "Das große Heft" von Ágota Kristóf, Inszenierung Jacqueline Kornmüller, Koproduktion wenn es soweit ist und Odeon
- "Minihorror" von Barbi Marković, Inszenierung Aslı Kışlal, Uraufführung, Koproduktion diverCitylab und Theater am Werk
- "Nestbeschmutzung" vom Institut für Medien, Politik und Theater – Felix Hafner, Jennifer Weiss, Anna Wielander, Uraufführung, Kosmos Theater
Beste Bundesländer-Aufführung:
- "Freiheit in Krähwinkel" von Johann Nestroy, Inszenierung Moritz Franz Beichl, Tiroler Landestheater
- "Tom auf dem Lande" von Michel Marc Bouchard, Inszenierung Sara Ostertag, Landestheater Linz
- "Von einem Frauenzimmer" von Christiane Karoline Schlegel, Inszenierung Anne Lenk, Uraufführung, Schauspielhaus Graz
Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum:
- "Anthropolis I–V" von Roland Schimmelpfennig / Euripides / Sophokles / Aischylos, Inszenierung Karin Beier, Uraufführung, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
- "ja nichts ist ok" von René Pollesch und Fabian Hinrichs; Text: René Pollesch, Uraufführung, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin
- "Übergewicht, unwichtig: Unform" von Werner Schwab, Inszenierung Rieke Süßkow, Staatstheater Nürnberg
Für den Nestroy-ORF-III-Publikumspreis stehen heuer zur Wahl: Philipp Hochmair, Kim de l’Horizon, Maria Köstlinger, Mira Lu Kovacs, Sona MacDonald, Tom Neuwirth, Julia Stemberger, Erwin Steinhauer, Marie-Luise Stockinger und Yasmo. Die Abstimmung startet am Montag, 11. November.
Den Preis für sein Lebenswerk erhält der Dramatiker und Schauspieler Felix Mitterer.
Die 25. NESTROY-Gala, veranstaltet vom Wiener Bühnenverein, findet am Sonntag, 24. November 2024, ab 19:00 Uhr im Wiener Volkstheater statt. Durch den Abend führen Nadja Bernhard und Peter Fässlacher. ORF III überträgt die Preisverleihung live-zeitversetzt ab 21:05 Uhr.
(ots.at / miwo)
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