meldungen

Markus Hinterhäuser ab 2016 Intendant der Salzburger Festspiele

Kulturmanager und Pianist

25. September 2013. Markus Hinterhäuser wird ab der Saison 2016/17 Intendant der markushinterhaeuser wolfganglienbacher uMarkus Hinterhäuser © Wolfgang LienbacherSalzburger Festspiele und tritt damit die Nachfolge von Alexander Pereira an. Hinterhäuser war bereits 2011 Interimsintendant und galt nun als naheliegende Wahl. "Hinterhäuser ist der Bestqualifizierte für die Funktion des Intendanten der Salzburger Festspiele", zitiert die Presse die Kuratoriumsvorsitzende Andrea Ecker. "Auch an der Salzach ist Stallgeruch wichtiger als künstlerische Visionen", kommentiert hingegen die Welt die Ernennung des ausgebildeten Pianisten.

Rahel Varnhagen von Ense–Medaille für Günther Rühle

Aus der Berliner Glanzzeit

Berlin, 23. September 2013. Der Autor, Kritiker und ehemalige Intendant des Schauspiels Frankfurt Dr. Günther Rühle wird in diesem Jahr mit der Rahel Varnhagen von Ense-Medaille ausgezeichnet. Diese nicht dotierte Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das literarische Leben in Berlin verdient gemacht haben. Sie wurde von der Stiftung Preußische Seehandlung zur Verleihung durch den Senator für Kultur gestiftet, und trägt den Namen der Berliner Autorin Rahel Varnhagen von Ense (1771 bis 1833), die zwischen 1790 und 1806 einen der berühmten Berliner literarischen Salons geführt hatte.

"Art but fair" gründet Vereine in Deutschland und der Schweiz

Gütesiegel für faire Kunst

21. September 2013. Die Gründer der Facebook-Plattform "Art but fair – die traurigsten und unverschämtesten Künstlergagen und Audition-Erlebnisse" zur Offenlegung von Künstlerhonoraren haben am 7. September in Deutschland und der Schweiz Vereine gegründet. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Brecht-Erben untersagen DT-Produktion Verwendung von Brecht-Liedern

Meine Mutter!

19. September 2013. Wie die Berliner Zeitung berichtet, hat Brecht-Tochter Barbara Brecht-Schall dem Deutschen Theater heute untersagt, in der Produktion "Agonie" (Regie: Jürgen Kuttner/Tom Kühnel, hier die Nachtkritik) Lieder aus Brecht/Eislers Lehrstück "Die Mutter" (1931) zu verwenden.

Thomas-Mann-Preis 2013 für Juli Zeh

Freiheit und Verantwortung

18. September 2013. Die Schriftstellerin Juli Zeh erhält in diesem Jahr den gemeinsam von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München und der Hansestadt Lübeck verliehenen Thomas-Mann-Preis. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird Zeh am 8. Dezember 2013 um 11 Uhr im Max-Joseph-Saal in der Münchener Residenz verliehen. Die Laudatio hält der Schriftsteller Ilija Trojanow.

Theatermacher Roberto Ciulli erhält Staatspreis des Landes NRW

Theater im kulturellen Austausch

18. September 2013. Der Regisseur und Leiter des Mülheimer Theaters an der Ruhr Roberto Ciulli wird mit dem diesjährigen Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Wie der WDR 3 auf seiner Website meldet, werde Ciulli als "Brückenbauer zwischen den Kulturen" ausgezeichnet. Er "habe sich mit seiner Kreativität immer auch für die Minderheiten in der Gesellschaft stark gemacht".

Russland verweigert Milo Rau das Einreise-Visum

Die Situation kritischer Kunst

17. September 2013. Das Generalkonsulat der Russischen Föderation hat dem Regisseur Milo Rau aus nicht genauer deklarierten Gründen die Ausstellung eines Visums für die Einreise nach Russland verweigert. Der Künstler hatte beabsichtigt, für sein Filmprojekt Die Moskauer Prozesse erneut nach Moskau zu reisen.

Matthias Lilienthal wird Intendant der Münchner Kammerspiele

Nach München, nach München!

16. September 2013. Nach Informationen von nachtkritik.de löst Matthias Lilienthal 2015 Johan Simons als Intendant der Münchner Kammerspiele ab. Einem Bericht der Münchner Abendzeitung (online 16.9.2013) zufolge muss die Personalie zwar am 26. September noch vom Kulturausschuss bestätigt werden, sei aber eine "hundertprozentig sichere Sache", zumal Lilienthal der einzige von Kulturreferent Hans-Georg Küppers vorgeschlagene Kandidat sei. Küppers bezeichnete Lilienthal in der Pressekonferenz am späten Mittag als einen der "zukunftsweisendsten und wandlungsfähigsten Theatermacher unserer Zeit".

Stiftung für Schlingensiefs Operndorf gegründet

Kunst, Kultur und innerafrikanischer Dialog

13. September 2013. Zur Sicherung des von Christoph Schlingensief in Burkina Faso gegründeten Operndorfs hat die Festspielhaus Afrika gGmbH die Stiftung Operndorf Afrika mit Sitz in Berlin eingerichtet. Die Stiftung ist mit 350.000 Euro ausgestattet, zu denen der Unternehmer und Mäzen Friedrich Christian Flick einen erheblichen Teil beigesteuert hat, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Abbas Khider erhält Nelly-Sachs-Preis 2013

Zeichen gegen Diktatur und Repression

Dortmund, 13. September 2013. Der mit 15.000 Euro dotierte Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund geht in diesem Jahr an Abbas Khider. Der 1973 in Bagdad geborene und seit 2000 in Deutschland lebende Autor debütierte 2008 mit dem Roman Der falsche Inder, den Nicole Oder 2012 am Münchner Volkstheater zur Uraufführung brachte.

abbas khider 220 jacob steden uAutor Abbas Khider © Jacob StedenIn der Jury-Begründung des im Zwei-Jahres-Takt vergebenen Literaturpreises zu Ehren der Dichterin Nelly Sachs heißt es: "In seinen Romanen schildert Khider exemplarische Schicksale unserer zerrissenen Gegenwart. Die Flucht aus den Folterkellern Saddams, die Odyssee des illegalen Flüchtlings und die verzweifelten Versuche, die Verbindung zu Freunden und Verwandten in der Heimat aufrechtzuerhalten – das sind die Themen seiner bislang drei Romane. Lakonisch, humorvoll, erzählerisch versiert und literarisch avanciert, setzt sein Werk ein beeindruckendes Zeichen gegen Diktatur und Repression und für Humanität, Toleranz und Verständigung." Die Laudatio bei der Preisverleihung am 15. Dezember 2013 in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses wird als Mitglied der Jury der Literaturkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Hubert Spiegel halten. Zu den bisherigen Trägern des Nelly-Sachs-Preises gehören u.a.  Elias Canetti, Christa Wolf, Per Olov Enquist, Margaret Atwood und zuletzt Norman Manea.

(chr)

Schriftsteller Erich Loest ist tot

Chronist der DDR-Diktatur

13. September 2013. Der Schriftsteller Erich Loest ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Wie u.a. Spiegel online meldet, sei Loest am frühen Abend des 12. September 2013 aus dem zweiten Stock der Leipziger Universitätsklinik gestürzt; die Polizei gehe von Selbstmord aus.

Festival "Politik im Freien Theater" 2014 in Freiburg

Freiheit, die ich meine

Freiburg, 12. September 2013. Die 9. Ausgabe des Festivals "Politik im Freien Theater" der Bundeszentrale für politische Bildung findet im November 2014 in Freiburg statt. Laut Angaben des städtischen Portals freiburg.de hat sich das Kulturdezernat gemeinsam mit dem Theater Freiburg, dem Theater im Marienbad und dem E-Werk um das Festival beworben. Das Motto der 9. Auflage lautet "Freiheit, die ich meine". Es sollen rund zehn deutschsprachige Gastspiele plus Rahmenprogramm präsentiert werden.

Wuppertaler Oper behält Ensemble

Kein ausschließlicher Betrieb mit Gästen

11. September 2013. Die Wuppertaler Oper wird auch weiterhin ein festes Ensemble haben. Das geht aus Meldungen unterschiedlicher Medien hervor, darunter das WAZ-Portal Der Westen. Im Juli hatte es zunächst geheißen, der designierte Opernintendant Toshiyuki Kamioka wolle unter dem kommunalen Spardruck nur noch mit produktionsweise engagierten Gästen arbeiten. (Siehe Meldung vom 10. Juli 2013). Die Verträge mit dem Ensemble waren nicht verlängert worden.

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