meldungen
Dieter Pfaff ist tot
Regisseur, Dramaturg und "Der Dicke"
Hamburg, 6. März 2013. Der Schauspieler Dieter Pfaff ist tot. Das melden mehrere Zeitungen und Portale, etwa tagesschau.de. Der mehrfach preisgekrönte Schauspieler erlag im Alter von 65 Jahren seinem Lungenkrebsleiden.
Sasha Waltz bleibt vorerst in Berlin
Erfolgreiches Fintieren?
Berlin, 4. März 2013. Wie die Berliner Morgenpost schreibt (4.3.2013), wird Sasha Waltz bei den Berliner Festtagen 2014 an der Staatsoper Berlin "Tannhäuser" von Richard Wagner inszenieren. Das habe Generalmusikdirektor Daniel Barenboim am Sonntag der Presse mitgeteilt.
Offener Brief an Die Zeit zur N-Wort-Debatte
"Unangemessener konservativer Populismus"
London, 27. Februar 2013. Bereits vor einer Woche haben sich zehn Migrationsforscher_innen, allesamt Stipendiat_innen der ZEIT-Stiftung, in einem Offenen Brief an die Redaktion der Wochenzeitschrift Die Zeit gewandt und ihr vorgeworfen, in der Debatte um die Entfernung rassistischer Begriffe aus Kinderbüchern versagt zu haben.
Zwischenfall bei Milo Raus Pussy-Riot-Stück in Moskau
Der Staat zeigt seine Muskeln
Moskau, 3. März 2013. Wie unter anderem der Tagesspiegel (3.3.2013, 11:24 Uhr) meldet, haben die russischen Behörden mit einer Visums-Kontrolle die Aufführung von "Die Moskauer Prozesse" des Schweizer Regisseurs Milo Rau unterbrochen. Mehrere Uniformierte in den weinroten Westen des Migrationsdienstes seien unerwartet in das Sacharow-Zentrum in Moskau gekommen und begannen, Rau zu überprüfen.
Christian Holtzhauer leitet ab 2014 Kunstfest Weimar
Nah am Nationaltheater
27. Februar 2013. Der Stuttgarter Dramaturg Christian Holtzhauer wird ab 2014 Leiter des Kunstfests Weimar. Wie das gemeinsame Onlineportal der Thüringer Allgemeinen, Ostthüringer Zeitung und Thüringischen Landeszeitung mitteilt, tritt der gebürtige Leipziger (Jahrgang 1974) ab 2014 die Nachfolge von Nike Wagner an, die das Kunstfest seit 2004 leitet.
"Empört euch!"-Autor Stéphane Hessel verstorben
Ideengeber fürs Gegenwartstheater
27. Februar 2013. Der Résistance-Kämpfer, KZ-Überlebende und UNO-Diplomat Stéphane Hessel ist vergangene Nacht im Alter von 95 Jahren gestorben. Das meldet Spiegel Online (27.2.2013). Mit seiner Streitschrift "Empört euch!" aus dem Jahr 2010, in der er die jüngeren Generationen zum Protest gegen die heutige kapitalistische Wirtschaftsordnung aufruft, hat Hessel das Gegenwartstheater stark beeinflusst. In zahlreiche neuere Inszenierungen (hier eine Liste mit Nachtkritiken) wurde sein Text eingearbeitet.
Meininger Alt-Intendant Albert Bußmann gestorben
Demokratisierer
Meiningen, 26. Februar 2013. Wie inSüdthüringen.de (22.2.2013, 00:00) meldet, ist der frühere Meininger Intendant Albert Bußmann in Brandenburg gestorben.
Friedrich-Luft-Preis 2012 für Antú Romero Nunes
Innovative Form
Berlin, 24. Februar 2013. Wie die Blätter des Axel Springer Verlages mitteilen, erhält Antú Romero Nunes für seine Drei-Personen-Inszenierung Die Räuber am Maxim Gorki Theater den Friedrich-Luft-Preis 2012 der Berliner Morgenpost.
ZDF will Kulturkanal einstellen
Wie zu erwarten war
Mainz, 22. Februar 2013. Wie stern.de (22.2.2013) gestern und heute verschiedene Zeitungen melden, will das ZDF den digitalen Spartenkanal zdf.kultur aus finanziellen Gründen einstellen.
Tobias Wellemeyer bleibt vier weitere Jahre in Potsdam
Attraktiv gemixt
Potsdam, 21. Februar 2013. Jetzt ist es offiziell: Tobias Wellemeyer bleibt über seine erste Amtszeit hinaus Intendant in Potsdam. Dies gab Oberbürgermeister Jann Jakobs gestern auf der Kuratoriumssitzung des Hans Otto Theaters bekannt. Wellemeyers Vertrag, der 2014 ausläuft, wird um vier weitere Jahre bis zum Ende der Spielzeit 2017/18 verlängert (und nicht um dreieinhalb oder fünf Jahre, wie zwei Potsdamer Zeitungen vor einigen Tagen von einander abweichend vermuteten).
Verwirrung um Vertragsverlängerung für Potsdamer Intendanten
Mit fadem Beigeschmack
Potsdam, 16. Februar 2013. Nach "zuverlässigen Informationen" der Märkischen Allgemeinen Zeitung (16.2.2013) wird Tobias Wellemeyers Intendantenvertrag am Hans Otto Theater Potsdam, der noch bis Juni 2014 läuft, über die erste Amtszeit hinaus verlängert. Allerdings zunächst nur für dreieinhalb Jahre statt für eine volle Periode von fünf Jahren. Noch wurde dies nicht von offizieller Seite bestätigt, wiewohl auch nicht dementiert.
Dagegen wissen die Potsdamer Neuesten Nachrichten (15.2.2013) offenbar ebenso zuverlässig, dass Wellemeyers Vertrag vorzeitig um fünf Jahre bis 2018 verlängert werde.
Union des Théâtres de l'Europe nimmt erstmals Theater aus Deutschland auf
Fortschreitende Internationalisierung
Graz, 15. Februar 2013. Das internationale Theaternetzwerk Union des Théâtres de l'Europe (UTE) hat seit der Generalversammlung am 9./10. Februar in Graz auch zwei Vollmitglieder aus Deutschland: Anselm Webers Schauspielhaus Bochum und das Staatsschauspiel Stuttgart, schon unter seinem zukünftigen Intendanten Armin Petras (ab Herbst 2013). Auch das norwegische Nationaltheater Oslo wurde neu in den Kreis der 38 Mitglieder (davon 19 Theater) aus 16 Ländern aufgenommen.
Direktor des Schweizer Bundesamtes für Kultur zurückgetreten
Aufs Abstellgleis?
14. Februar 2013. Jean-Frédéric Jauslin, seit 2005 Direktor des Schweizer Bundesamtes für Kultur (BAK), ist überraschend zurückgetreten. Er wurde vom Bundesrat zum Unesco-Botschafter ernannt und wird sein neues Amt zum 1. September antreten, wie unter anderem in der Neuen Zürcher Zeitung berichtetet wird. Darin ist außerdem von Spannungen innerhalb des BAK und in den Beziehungen zum Kulturminister die Rede. Der diplomatische Posten als Unesco-Botschafter gilt als wesentlich weniger bedeutend und sollte eigentlich abgeschafft werden.
Schauspieler Stefan Wigger ist tot
Als Wladimir bei Beckett
13. Februar 2013. Der Schauspieler Stefan Wigger ist vergangene Nacht im Alter von 80 Jahren in München verstorben. Das meldet u.a. das Online-Portal der Süddeutschen Zeitung. Einem breiten Publikum wurde Wigger durch Film und Fernsehen bekannt, u.a. in der Rolle des Familienvaters Julius Donner in der ARD-Vorabendserie "Ein Haus in der Toscana".
Alvis Hermanis: Rückzug vom deutschsprachigen Theater
Falsches Mantra
9. Februar 2013. Der lettische Regisseur Alvis Hermanis wird vorerst nicht mehr außerhalb Lettlands inszenieren, wo er in Riga künstlerischer Leiter des Neuen Theaters ist. Das gab Hermanis der NZZ-Kritikerin Barbara Villiger Heilig zu Protokoll, die ihn in Zürich im Vorfeld seiner "Kaspar Hauser"-Inszenierung am Schauspielhaus getroffen hat - offenbar also erst einmal seine letzte Arbeit für eine deutschsprachige Schauspielbühne.
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