meldungen
Skelett von Richard III. entdeckt
Der letzte Parkplatz des Rosenkriegers
5. Februar 2013. Englische Forscher sind sich "jenseits aller berechtigten Zweifel" sicher, das Skelett von König Richard III. entdeckt zu haben. Das berichtet die Deutsche Welle auf ihrem Onlineportal (5.2.2013). Die Knochen des 1485 in der Schlacht von Bosworth Field erschlagenen Monarchen aus dem Hause York waren bereits im September bei Ausgrabungen unter einem Parkplatz in Leicester entdeckt worden. Mithilfe von Untersuchungen der Frakturen und DNA-Analysen des Skeletts konnten sie nun Richard III. zugeordnet werden.
Ungarn-Protest: Offener Brief des Wiener Burgtheaters
Nicht das letzte Wort
Wien, 1. Februar 2013. Wie das Burgtheater mitteilt, hat Matthias Hartmann die ihm verbundenen Künstler und Künstlerinnen Elfriede Jelinek, Michael Haneke, Erwin Wurm, Ewald Palmetshofer, Kathrin Röggla und Peter Turrini eingeladen, gemeinsam einen offenen Brief mit Wünschen für das Theater in Ungarn heute und in der Zukunft zu verfassen. Anlass sind eine Reihe von kulturpolitischen Maßnahmen des ungarischen Ministeriums, insbesondere in Bezug auf die ungarische Theaterszene, über die auch nachtkritik.de regelmäßig berichtete.
Kunstpreis der AdK Berlin an Ulrich Rasche
Nach der Apokalypse
Ulrich RascheBerlin, 28. Januar 2013. Der Kunstpreis Berlin Jubiläumsstiftung 1848/1948 der Sektion Darstellende Künste der Akademie der Künste Berlin geht 2013 an den Regisseur Ulrich Rasche, der zuletzt am Staatstheater Stuttgart Die Apokalypse inszenierte. Der mit 5000 EUR dotierte Preis wird am 18. März von Berlins Regierendem Bürgermeister, Klaus Wowereit, und dem Präsidenten der Akademie der Künste, Klaus Staeck, verliehen.
Rostocker OB will Volkstheater halbieren
Kulturlandschaft erhalten ohne Theater
Rostock, 26. Januar 2013. Die Ostsee-Zeitung aus Rostock veröffentlicht in ihrer heutigen Ausgabe (26.1.2013) ein Gespräch mit Oberbürgermeister Roland Methling, in dem es an prominenter Stelle auch um die Zukunft des Volkstheaters in Rostock geht (die Druckversion in der OZ weicht von der Version im Internet etwas ab). Stefan Rosinski, der kaufmännische Geschäftsführer des Volkstheater, hat die Äußerungen Methlings inzwischen erläutert.
Deutscher Hörbuchpreis 2013 für Dagmar Manzel u.a.
Poetischer Glanz, sensibles Leuchten
Köln, 24. Januar 2013. Die ersten Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2013 stehen fest. Wie der Verein Deutscher Hörbuchpreis meldet, werden Dagmar Manzel als "Beste Interpretin" für die Lesung von Christa Wolfs letzter Erzählung "August" sowie Gustav Peter Wöhler als "Bester Interpret" für die Lektüre von Sibylle Bergs Roman "Vielen Dank für das Leben" ausgezeichnet. "Dagmar Manzel ist ein kleines Meisterstück gelungen. Mit ausgesprochener Sensibilität bringt sie den verhaltenen Ton des Textes zum Leuchten", urteilt die neunköpfige Jury. Wöhler verleihe der tieftraurigen Lebens- und Leidensgeschichte des Hermaphroditen Toto "poetischen Glanz": "Feinfühlig und unaufdringlich, bisweilen lakonisch" werde der schwierige Text dem Zuhörer vermittelt.
Kleist-Förderpreis 2013 an Maria Milisavljevic
22. Januar 2013. Der 18. Kleist-Förderpreis für junge Dramatik geht an die Autorin Maria Milisavljevic für ihr Stück "Brandung". Das meldet die Märkische Allgemeine.
Umsatzsteuerbefreiung für Regisseure gescheitert
Zurück auf Los!
Berlin, 19. Januar 2013. Wie Birgit Walter in einem Kommentar in der Frankfurter Rundschau (19.1.2013) anmerkt, ist die geplante Umsatzsteuerbefreiung für Regisseure und Choreographen gescheitert.
Neuer Generalintendant für Oldenburg
Musiktheater stärken
Oldenburg, 18. Januar 2013. Auf dem Online-Portal der Nordwestdeutschen Zeitung schreibt Reinhard Tschapke, dass Christian Firmbach im Sommer 2014 als Nachfolger von Markus Müller neuer Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters werden wird. Müller hatte erst im Dezember 2012 seinen Weggang für 2014 angekündigt.
Ulrich Khuon zu den Rostocker Verhältnissen
Schluss mit der Jongliererei!
Berlin, 17. Januar 2013. In einem Gespräch, das in der Sendung Fazit auf Deutschland Radio Kultur (17.1.2013) ausgestrahlt wurde, hat Ulrich Khuon als Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein zu den jüngsten Turbulenzen um das Rostocker Volkstheater Stellung genommen. Er würde dem Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling raten, dem Theater mehr Sicherheit, Ruhe und Verlässlichkeit zu geben. Das Theater brauche für eine erfolgreiche künstlerische Arbeit verlässliche politische Partner.
Stanislawski-Preis für Wuttke und Brandauer
Unsterblich und universell
Moskau, 17. Januar 2013. Die Schauspieler Klaus Maria Brandauer und Martin Wuttke sind in Moskau mit dem Stanislawski-Preis geehrt worden, wie der Focus meldet. Die nach dem russischen Schauspieler, Regisseur und Theaterreformer Konstantin Stanislawski (1863-1938) benannte Auszeichnung wird für schauspielerisches Können verliehen.
Schauspielerin Louise Martini ist tot
Parodiertes Bomberl
Wien, 17. Januar 2013. Die deutsch-österreichische Schauspielerin Louise Martini ist tot. Wie u.a. die Wiener Presse meldet, starb die gebürtige Wienerin im Alter von 81 Jahren nach kurzer Krankheit.
Hessische Theater auf Erfolgskurs
Weiter wachsende Besucherzahlen
14. Januar 2013. Viele Theater in Hessen vermelden einen starken Besucherzuwachs. Das berichtet heute die Regionalausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dabei bezieht sich das Blatt auf eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa, der zufolge allein das Schauspiel Frankfurt von September bis Ende Dezember 2012 etwa 5000 Besucher mehr als im Vorjahreszeitraum zählte.
Brigitte Hobmeier erhält Ulrich-Wildgruber-Preis 2013
Auf eigenem Weg
14. Januar 2013. Die Schauspielerin Brigitte Hobmeier erhält den mit 10.000 Euro dotierten Ulrich-Wildgruber-Preis 2013. Der Preis soll "Schauspieler und Schauspielerinnen fördern, die auf besondere Weise in den Medien Film und Theater auf sich aufmerksam gemacht haben. Er soll in Respekt vor seinem Namenspatron, der die Sprache der Dichter im wahrsten Sinne des Wortes verkörperte und sowohl im Zauberwald Shakespeares wie in der heutigen Realität zu Hause war – eigenwillige Begabungen fördern, die in einer Welt von geklonten Fernsehgesichtern besonders aufgefallen sind und ihnen helfen, geradlinig und kompromisslos ihren Weg fortzusetzen." So schreibt das Hamburger St. Pauli Theater auf seiner Homepage.
Rainald Grebe erhält Deutschen Kabarett-Preis
Chronist der Widersprüche
13. Januar 2013. Der Theatermacher, Bühnenkünstler und Musiker Rainald Grebe ist mit dem Deutschen Kabarett-Preis 2012 ausgezeichnet worden. Wie verschiedene Medien, u.a. das Hamburger Abendblatt, aus der Jury-Begründung zitieren, erhalte Grebe den Preis als "genau beobachtender Chronist der Themen unserer Zeit". Er spiegele "unbestechlich-ironisch" die "Widersprüche seiner Generation wider".
Burg-Star Joachim Meyerhoff wechselt nach Hamburg
Transfer in der Champions League
13. Januar 2013. Joachim Meyerhoff verlässt das Wiener Burgtheater und heuert bei der neuen Intendantin Karin Beier am Schauspielhaus Hamburg an. Das berichtet das österreichische Nachrichtenmagazin Profil auf seiner Website. Der 45-jährige Schauspieler, Gelegenheitsregisseur und Dichter kehrt zur Saison 2013/2014 an die Elbe zurück. Meyerhoff war bereits von 2002 bis 2005 Ensemblemitglied des Hamburger Schauspielhauses.
Schauspieler Peter Fitz gestorben
Trauer um Theaterstar
Berlin, 10. Januar 2013. Der Schauspieler Peter Fitz ist mit 81 Jahren in seiner Wohnung in Berlin-Charlottenburg gestorben, wie seine Familie mitteilt. Bis vor etwa einem Jahr stand er am Berliner Ensemble als "Nathan der Weise" auf der Bühne, zuvor spielte er in Peter Steins Inszenierung von Schillers Wallenstein.
Peter Fitz trat unter anderem am Wiener Burgtheater, den Münchner Kammerspielen und fast allen großen Berliner Theatern auf. In den Jahren 1980 und 1983 wurde er von "Theater heute" zum Schauspieler des Jahres gewählt. Dem TV-Publikum war er vor allem aus den Donna-Leon-Verfilmungen "Commissario Brunetti" bekannt.
(mw / Berliner Morgenpost)
Strittiger Enke-Teil vorläufig aus Petras-UA gestrichen
Archetypischer, allgemeingültiger Fall
8./10. Januar 2013. Bis zur Lösung des Konflikts um die Verwendung des biografischen Materials über den einstigen Nationaltorwart Robert Enke in Fritz Katers am vergangenen Samstag uraufgeführtem Stück Demenz Depression und Revolution wird der strittige Mittelteil der Trilogie nicht gezeigt. Das teilte das Maxim Gorki Theater mit.
Robert Enkes Witwe prüft Klage gegen Petras-Stück
Schicksal spielen
7. Januar 2013. Teresa Enke, die Witwe des einstigen Nationaltorwarts Robert Enke, prüft angeblich eine Klage wegen des am Wochenende im Berliner Maxim Gorki Theater uraufgeführten Stücks "Demenz Depression und Revolution" von Fritz Kater alias Armin Petras. Das ist unter der Überschrift "Darf man mit dem Enke-Schicksal Theater spielen?" in der heutigen Ausgabe der BILD-Zeitung zu lesen. Die Geschichte von Robert Enke, der sich im Herbst 2009 das Leben nahm, lieferte wesentliches Material für den mit "Depression" überschriebenen Mittelteil des Petras-Abends, den die Schauspieler Michael Klammer und Aenne Schwarz bestritten.
nachtkritik.de, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Bundeszentrale für politische Bildung laden im Mai 2013 zur Konferenz "Theater und Netz"
Längst fällige Bündelung
4. Januar 2013. In einer gemeinsamen Konferenz werden nachtkritik.de, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Bundeszentrale für politische Bildung am 8. und 9. Mai 2013 unter der Überschrift Theater und Netz in Berlin der Frage nachgehen, wie das Theater durch das Internet verändert wird, und was im Gegenzug die Netzgemeinde aus dem Theater mitnehmen kann. Denn die digitalen Medien bilden nicht nur neue Kulturtechniken aus. Sie verändern auch die alten.
Der Schauspieler Thomas Holtzmann ist tot
Die besondere Stimme
4. Januar 2013. Der Schauspieler Thomas Holtzmann ist gestorben, das meldet unter anderem die Welt. Der Münchner Theaterheroe starb in der Nacht zum heutigen Freitag mit 85 Jahren in München. Dies bestätigte der ehemalige Sprecher des Münchner Residenztheaters, Gunnar Klattenhoff, der Nachrichtenagentur dpa im Auftrag der Familie. 1977 bis 2001 war Holtzmann ein Protagonist im Ensemble der Münchner Kammerspiele und wechselte danach mit deren Intendanten und erstem Regisseur Dieter Dorn ans Staatsschauspiel.
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