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Danulat, Lisa

Lisa Danulat, 1983 in Frankfurt am Main geboren, ist Dramatikerin.

Danulat studierte Philosophie in Frankfurt am Main, Schauspiel in Freiburg und Szenisches Schreiben an der UniT Graz. In letzterem Zusammenhang beteiligte sie sich auch am Projekt szenen.nachtkritik.de des Studiengangs Szenisches Schreiben der Berliner UdK mit der UniT Graz und nachtkritik.de. In der Saison 2010/2011 war Danulat Hausautorin am Staatstheater Mainz. Mit ihrem Stück "Too Low Terrain" hatte sie den Wettbewerb "Stück trifft Regie" der Mainzer Autorentage 2008 gewonnen.

Nachtkritiken zu Stücken von Lisa Danulat:

Too Low Terrain am Staatstheater Mainz (6/2009)

Uns kriegt ihr nicht! am Staatstheater Mainz (12/2009)

Königreich am Staatstheater Mainz (3/2012)

Entschuldigung am Zürcher Theater Neumarkt und bei der Langen Nacht der Autoren am Deutschen Theater Berlin (6/2019)

Das letzte Kleinod

Das letzte Kleinod ist eine im niedersächsischen Schiffdorf ansässige Gruppe, die seit 1991 an der Nordseeküste site-specific Theaterstücke entwickelt, häufig in internationaler Zusammenarbeit mit anderen Theatermachern.

Der künstlerische Leiter der Gruppe ist Jens-Erwin Siemssen, in ihrer Selbstdarstellung heißt es: "Das Wattenmeer, die Strände und die Häfen geben Anlass für die Theaterprojekte der Künstlergruppe. Brache Industriemonumente werden zu Spielorten der Erinnerungen. In den Seehäfen kreuzen sich die Wege zahlloser Geschichten, aus denen die internationalen Motive der Inszenierungen gestaltet werden."

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Das letzte Kleinod:

Die Filchner-Barriere in Bremerhaven (6/2012)

Atalanta in Wilhelmshaven (9/2012)

Um uns herum nur nichts in Brunsbüttel (6/2014)

November und was weiter in Geestenseth (11/2014)

Goetzen/Liemba in Geestenseth (7/2015)

Souvenir 1870. Theodor Fontane kriegsgefangen auf Oleron in Senftenberg (8/2019)

No Finer Way in Bremerhaven (8/2023)


Andere Beiträge zu Das letzte Kleinod": 

Festivalbericht: Freie Szene Niedersachsen – Das Best-Off-Festival umkreist die Themen Flucht, Migration und Identität und zeigt sich dabei kämpferisch (4/2018) 

Link:

www.das-letzte-kleinod.de

Siehe auch: Jens-Erwin Siemssen

Dath, Dietmar

Dietmar Dath, geboren am 3. April 1970, ist Autor und Journalist.

Dath studierte Physik und Literaturwissenschaften und schreibt über gesellschaftliche und popkulturelle Themen. Von 1998 bis 2000 war Dath Chefredakteur des Magazins Spex, danach bis 2007 und wieder ab 2011 Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Texten von Dietmar Dath:

Maschinenwinter am Centraltheater in Leipzig (2/2009)

Waffenwetter am Nationaltheater Mannheim (4/2009)

Die Abschaffung der Arten in den Kammerspielen des Deutschen Theaters (11/2009)

Regina oder Die Eichhörnchenküsse am Nationaltheater Mannheim (9/2011)

Farbenblinde Arbeit am Nationaltheater Mannheim (12/2014)

Ein Volksfeind (Ibsen-Bearbeitung) am Schauspielhaus Zürich (9/2015)

Frankenstein (Shelley-Überschreibung) am Schauspielhaus Zürich (1/2019)

Die nötige Folter am Staatstheater Augsburg (5/2019)

Das Ende der Schöpfung am Staatstheater Augsburg (4/2022)

Sommergäste am Theater Basel (2/2024)

Deine Arbeit hasst dich, weil sie dich nicht braucht am Staatstheater Augsburg (2/2025)

David, Rebekka

Rebekka David, geboren 1993 in Leipzig, ist Regisseurin.

Rebekka David studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Sie inszeniert im gesamten deutschsprachigen Raum und war mit verschiedenen Arbeiten zu Nachwuchsfestivals wie dem "Körber Studio Junge Regie" eingeladen. Zuletzt hat sie sich mit freien Stückentwicklungen einen Namen gemacht.

David produziert auch Hörspiele für den Deutschlandfunk und den SWR. 2022 erhielt sie für "Der Termin" nach dem gleichnamigen Roman von Katharina Volckmer den Deutschen Hörspielpreis der ARD. Sie ist Alumna der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Rebekka David:

Pfisters Mühle am Staatstheater Braunschweig (11/2021)

Leonce & Lena, nowhere to run am Schauspielhaus Graz (11/2023)

Elektra, wir müssen reden am Staatstheater Braunschweig (5/2024)

Kohlhaas (Can't get no satisfaction) am Schauspiel Bonn (2/2025)

Immer noch hier am Schauspielhaus Graz (4/2025)

Grand Hotel Steirerhof: ein Abend für Verlierer* am Schauspielhaus Graz (1/2026)

Zeit für Monster am Staatstheater Braunschweig (3/2026)

De Warme Winkel

De Warme Winkel ist ein Theaterkollektiv mit Sitz in Amsterdam.

2002 von Vincent Rietveld und Ward Weemhoff nach dem Abschluss ihres Studiums an der Theaterakademie in Maastricht gegründet, hat das Schauspielkollektiv, dem auch Vincent Rietfeld angehört, inzwischen etwa dreißig Projekte realisiert.

Mit der Inszenierung "Der Bus nach Dachau", entstanden am Schauspielhaus Bochum, wurde De Warme Winkel 2023 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Nachtkritiken zu Arbeiten von De Warme Winkel:

Der Bus nach Dachau am Schauspielhaus Bochum (11/2022)

Der Bus nach Dachau Gastspiel beim Berliner Theatertreffen (5/2023)

Gundhi am Schauspielhaus Bochum (5/2025)

Hamlet: R2D2 or not 2B2 am Schauspielhaus Bochum (2/2026)

Link: 

dewarmewinkel.nl

Dead Centre

Dead Center ist eine irisch-britische Theatergruppe.

Die Gruppe wurde im Jahr 2012 von Bush Moukarzel, Ben Kidd und Adam Welsh gegründet und ist in Dublin ansässig. Als künstlerische Leiter sind Moukarzel und Kidd nach wie vor Teil des Kollektivs.

Dead Centre realisieren ihre Projekte in Dublin, Göteborg, am Burgtheater Wien und in anderen deutschsprachigen Theaterstädten. Aufgeführt werden ihre Arbeiten international, darunter in den USA, Hongkong, China, Australien, Frankreich, Estland, Holland, Rumänien, Italien und im Vereinigten Königreich.

Dead Centre arbeiten oft mit Live-Kamera und verweben in ihren Stücken Fiktion mit Fakten zu surrealen Bilderwelten. Ihre Arbeit besticht durch "scharfen Humor" und "offenbart das Komödiantische der Hochkultur wie das Ernsthafte der Popkultur", wie die Kritikerin Petra Paterno schreibt.

nachtkritiken zu Stücken von Dead Centre:

Katharsis am Burgtheater Wien (2/2023)

Bählamms Fest bei der Ruhrtriennale (8/2021)

Alles, was der Fall ist am Burgtheater Wien (6/2021)

Die Maschine in mir (Version 1.0) am Burgtheater Wien (1/2021)

Die Traumdeutung von Sigmund Freud am Burgtheater Wien (1/2020)

Shakespeare’s last play an der Schaubühne Berlin (4/2018)

Good Sex beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel Hamburg (8/2023)

Die Erziehung des Rudolf Steiner am Schauspiel Stuttgart (10/2024)

Decar, Michel

Michel Decar, geboren 1987 in Augsburg, ist Dramatiker, Hörspielregisseur und Prosaautor.

Decar studierte an der LMU München und anschließend am Studiengang Szenisches Schreiben der Berliner Universität der Künste. Für sein Stück "Jonas Jagow" wurde er 2012 mit dem Förderpreis für neue Dramatik des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens ausgezeichnet. 2014 erhielt der den Kleist-Förderpreis für "Jenny Jannowitz". Zusammen mit Jakob Nolte schreibt er auch unter dem Namen Nolte Decar. Sein Debütroman "Tausend deutsche Diskotheken" erschien 2018 bei Ullstein.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Michel Decar:

Jonas Jagow am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2013)

Helmut Kohl läuft durch Bonn, Text von Nolte Decar am Theater Bonn (12/2013)

Jenny Jannowitz bei den Ruhrfestspielen (6/2014)

Das Tierreich, Text von Nolte Decar am Schauspiel Leipzig (10/2014)

Der Volkshai, Text von Nolte Decar am Theater Bonn (1/2015)

Der neue Himmel am Deutschen Theater Berlin (6/2015)

Jenny Jannowitz im Rahmen des Festivals "Marstallplan" am Residenztheater München (7/2015)

Schere Faust Papier am Thalia Theater Hamburg (12/2016)

Jenny Jannowitz am Landestheater Neuss (3/2017)

Tausend deutsche Diskotheken, Roman im Ullstein-Verlag (9/2018)

Jenny Jannowitz am Schauspielhaus Neubrandenburg (2/2019)

Nachts im Ozean am Anhaltischen Theater Dessau (11/2020)

Rex Osterwald am Residenztheater München (4/2021)

Die Reise nach Kallisto am Schauspiel Frankfurt (7/2021)

Valentiniade am Residenztheater München (12/2022)

Interviews mit Bäumen am Staatstheater Darmstadt (12/2024)

Dehler, Peter

Peter Dehler, geboren 1963 in Leipzig, ist Regisseur.

Schauspielstudium von 1986 bis 90 an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. 1990-96 Engagement als Schauspieler und Regisseur in Schwerin. 1996-99 Oberspielleiter am Berliner carrousel Theater. Seit 1999 bis 2016 Schauspieldirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Peter Dehler:

Die Wildente am Staatstheater Schwerin (5/2008)

Lob des Kapitalismus am Staatstheater Schwerin (10/2009)

Faust-Musik-Projekt am Staatstheater Schwerin (8/2011)

Deutschland sucht das Suppenhuhn (UA) am Staatstheater Schwerin (10/2011)

Der Turm am Staatstheater Schwerin (3/2015)

 

weitere Beiträge:

Meldung: Peter Dehler gibt Regie der Störtebecker Festspiele ab (9/2014)

Deigner, Björn SC

Björn SC Deigner, 1983 in Heidelberg geboren, ist  Autor für Theater und Hörspiel, sowie Sounddesigner und Komponist.

Björn SC Deigner studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Seine Theatertexte wurden an verschiedenen deutschen Theatern aufgeführt, darunter das Deutschen Theater Berlin, das Staatstheater Saarbrücken, das Staatstheater Braunschweig, das Schauspiel Bonn und das ETA Hoffmann-Theater Bamberg.  Luise Voigts Inszenierung "Die Gewehre der Frau Carrar / Würgendes Blei" mit Deigners Brechtfortschreibung wurde 2025 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Als Komponist arbeitet Deigner regelmäßig mit Bastian Kraft zusammen. Seine Musiken sind u.a. am Theater Heidelberg, dem Schauspiel Köln, dem Schauspielhaus Zürich und dem Burgtheater Wien zu hören.

Nachtkritiken zu Stücken von Björn SC Deigner:

Zeit wie im Fieber. Büchner-Schrapnell am Schauspiel Stuttgart (11/2023)

Tiefer Grund am ETA-Hoffmann-Theater Bamberg (11/2022)

Beuys' Küche im Theater Krefeld und Mönchengladbach (1/2021)

Mission Mars am Oldenburgischen Staatstheater (1/2020)

In Stanniolpapier bei den Autorentheatertagen des DeutschennTheaters Berlin (6/2018)

Würgendes Blei am Residenztheater München (12/2024)

Weishaupt und die Gespenster am Stadttheater Ingolstadt (5/2025)

So langsam, so leise am Schauspiel Frankfurt (9/2025)

Propaganda am Theater Heidelberg (10/2025)

Andere Beiträge zu Björn SC Deigner:

Interview mit Linda Pöppel über ihre Rolle der Prostituierten in "In Stanniolpapier": Wie autonom ist die Kunst in Zeiten von #MeToo und Sexismusdebatten? (6/2018)

Der Theaterpodcast 6: Über das Verhältnis von Stadttheater und Freier Szene, über Milo Raus Intendanzstart in Gent und "In Stanniolpapier" von Sebastian Hartmann (6/2018)

Medienschau: DT-Intendant Ulrich Khuon stellt sich hinter Sebastian Hartmanns umstrittene Inszenierung In Stanniolpapier (6/2018)

Medienschau: Björn SC Deigner äußert sich im "Spiegel" über Sebastian Hartmanns Inszenierung seines Stücks "In Stanniolpapier" (7/2018)

Meldung: Auswahl zum Heidelberger Stückemarkt 2019 (2/2019)

Meldung: Die Auswahl des Berliner Theatetreffens 2025 (1/2025)


Link:

www.bjoernscdeigner.de

SIehe auch: Björn SC Deigners Essay Nach dem Drama – Überlegungen zum postdramatischen Theater im Jahr 1 nach dem Tod von Hans-Thies Lehmann auf der nachtkritik-Sonderseite zum Heidelberger Stückemarkt 2023.

Der Faust

Der Faust ist ein undotierter deutscher Theaterpreis, der 2006 vom Deutschen Bühnenverein, den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ins Leben gerufen wurde und seitdem jährlich in den Kategorien Regie, Darsteller/in Schauspiel, Regie, Darsteller/in Musiktheater, Choreografie, Darsteller/in Tanz, Regie Kinder- und Jugendtheater und Ausstattung Kostüm/Bühne vergeben wird. Darüber hinaus gibt es einen Preis für ein Lebenswerk.

Grundlage für die Vergabe des Preises sind Vorschläge der Theater. Jedes Theater darf Produktionen vorschlagen, nur keine eigenen. Eine Jury, die sich aus Intendanten, Ballettdirektoren, Regisseuren und anderen künstlerischen Sachverständigen zusammensetzt, nominiert aus den eingehenden Vorschlägen für jede Kategorie drei Künstler. Die Preisträger werden dann in einem schriftlichen Verfahren durch die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste bestimmt.

Nachtkritiktexte über den Theaterpreis Der Faust:

2010 sorgte die Faust-Preisverleihung für einen kleinen Skandal. Der Eröffnungsredner und Bundestagspräsident Norbert Lammert kritisierte den Deutschen Bühnenverein für das "Fernseh-Unterhaltungsformat" der Veranstaltung in einem Offenen Brief. Der Bühnenverein antwortete wiederum mit einem Offenen Brief, und auch Regisseur Frank-Patrick Steckel schaltete sich mit Kritik ein.

- Die Verleihung des Theaterpreises Der Faust in Frankfurt am Main 2011

- Die Träger des Theaterpreises Der Faust 2012

- Die Träger und die Verleihung des Theaterpreises Der Faust 2013 in Berlin (11/ 2013)

- Die Träger und die Verleihung des Theaterpreises Der Faust 2014 in Hamburg (11/2014)

- Presseschau: Till Briegleb von der Süddeutschen Zeitung kritisiert den deutschen Theaterpreis "Der Faust" (11/2014)

- Die Träger und die Verleihung des Theaterpreises Der Faust 2015 in Saarbrücken (11/2015)


Link
:

Liste aller bisherigen Preisträger auf der Homepage des Deutschen Bühnenvereins