Mephisto - Münchner Kammerspiele
Bis die Masken fallen
1. März 2025. Wie viel "Diskursraum" verträgt die Kunst? Wann kippt scheinbare Gedankenfreiheit in autoritäre Propaganda? Jette Steckel nimmt sich Klaus Manns Roman einer opportunistischen Schauspielerkarriere im Nazi-Reich vor: "Mephisto". Und erzählt von andauernden Kämpfen um Kunstfreiheit.
Von Martin Jost
Klaus Manns "Mephisto" in der Regie von Jette Steckel an den Münchner Kammerspielen © Armin Smailovic
1. März 2025. Vom Prolog aus der Romanvorlage ist eine Ansprache Hendrik Höfgens (Thomas Schmauser) übrig geblieben. Im Spot vor dem roten Schauspielhaus-Vorhang begrüßt er uns zu seinem Fest. Auf was für einem Fest sind wir? Das wird nicht gesagt. Im Buch ist es der Geburtstag des "Ministerpräsidenten", der verschlüsselten Figur für Hitlers rechte Hand Hermann Göring.
Der Vorhang geht auf und wir blicken durch Bühnengassen in blendendes Scheinwerferlicht. Schauspieler*innen wechseln Kostüme: Wir sind im Theater, und zwar hinter den Kulissen. Mehr oder weniger das ganze Stück spielt im Theater. Selbst, wenn wir meinen, dass wir einen privaten Moment im Leben des Ehepaars Höfgen (Linda Pöppel als Barbara Bruckner) belauschen, unterbricht die Inspizienz mit ihren Durchsagen den Streit über die richtige Art, ein Frühstücksei zu essen. Theaterförmige Verfremdungseffekte entlarven noch jeden Handlungsort als Kulisse.
Schauspielertheater zum Überfressen
So, wie der Ort der Handlung das Theater nicht verlässt, spielt Hendrik Höfgen immer eine Rolle: "Ein Schauspieler ist eine Maske hinter einer Maske." Den besessenen Schauspieler mit Thomas Schmauser zu besetzen, ist Fügung. Schmauser ist furchtlos, lässt seinen Körper tanzen, zittern und schreien und wechselt den Typ und seine Aura schneller, als er sich ein neues Hemd überstreifen kann.
Der Abend ist mit dreieinhalb Stunden recht lang geraten. Ein Mehrwert dieses Überflusses ist, dass sich neben einem herausragenden Hauptdarsteller ein glänzendes Ensemblestück entwickelt. In allen Rollen Schauspielertheater zum Überfressen.
Auf welchem Fest sind sie gelandet? Linda Pöppel als Barbara Bruckner und Thomas Schmauser als Hendrik Höfgen © Armin Smailovic
Klaus Mann schildert in seinem 1936 erschienen Roman "Mephisto" die Karriere des Schauspielers Hendrik Höfgen, der sich aus der Provinz in die Hauptstadt hocharbeitet und einen Pakt mit dem Teufel eingeht: Erfolg und Ruhm, aber als Hofnarr und Mitwisser des mörderischen Nazi-Regimes. Klaus Mann hat Höfgen erkennbar nach seinem Ex-Schwager Gustaf Gründgens modelliert, aber stets darauf bestanden, dass das Thema des Romans jenseits konkreter Biografien liegt. Müssen Künstler Widerstand leisten? Wo verläuft die Grenze zwischen Selbstschutz und Mitläufertum?
"Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt"
Höfgens Innenleben und Lebenslauf fransen in Emilia Heinrichs Bühnenfassung aus. Dieser Hendrik Höfgen ist kein Stratege, seiner Uneindeutigkeit fehlt Absicht. Stattdessen wird er immer wieder in Ecken gedrängt und laviert sich heraus, indem er instinktiv der wird, der diese Situation überlebt. Auch physisch: Die rollbaren, leuchtenden Quader, die anfangs die Bühnengassen bilden, rahmen immer wieder neu den Raum ein, in dem sich das Ensemble bewegt. Davon abgesehen ist der Bühnenraum fast leer und wird außer den Quadern nur durch Licht geformt (Bühne: Florian Lösche, Lichtdesign: Maximilian Kraußmüller).
Das Thema, das sich in Jette Steckels Inszenierung vordrängelt, ist die Bedrohung der Kultur durch autoritäre Politik, schließlich durch den Faschismus. Hendrik Höfgen wird zu einer Allegorie der Kunst. Immer weniger ist ihm erlaubt, immer enger gefasst, was von ihm erwartet wird. Der "Mephisto"-Text braucht kaum eine Prise AfD-Kulturpolitik, um erschreckend nach Heute zu klingen. Hans Miklas (Elias Krischke) motzt antisemitische Parolen und zeigt den faschistischen Gruß. Als er dafür aus dem Theater fliegt, beruft er sich auf den "Diskursraum" und dass man seine Meinung eben aushalten müsse (da befinden wir uns in der Erzählung noch vor 1933). Wie zum Ausräuchern erklingt Danger Dans Song "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt".
Auf die Pauke gehauen
Neben Songs und Hintergrundmusik (Mark Badur) spielt Elias Krischke immer mal live. Gerade in der zweiten Hälfte des Abends, als die Energie etwas absackt und die Dramaturgie düsterer wird, fragt man sich schon mal: Wieso spielt der jetzt noch ein Schlagzeugsolo? Ist das Programmmusik über Miklas' innere Konflikte? Oder einfach, weil Elias Krischke so gut Schlagzeug kann? Am besten ist dieser ästhetische Überschuss als Widerstand gegen eine autoritäre Kulturpolitik zu verstehen, die identitären Muff hegt und nur das fördern will, was massenwirksam ist. "Mephisto" in den Kammerspielen sagt auch: Wir nehmen uns dreieinhalb Stunden Zeit für Theater, da muss nicht alles etwas bedeuten.
Spiel in Kostümen von Pauline Hüners: Erwin Aljukić © Armin Smailovic
Ans Ende setzt Jette Steckel eine Szene, in der Hendriks engagierte Ex-Ehefrau Barbara seine Persönlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes ausleuchtet. Dieser Schluss hätte prima gepasst, wenn das Stück davor sich besser mit Höfgens Selbsttäuschung und Mitläufertum beschäftigt hätte. Im Sinne des Themas "Verteidigung der Kunstfreiheit" denken wir lieber an den Prolog vor dem Vorhang zurück: Wie sind wir auf diese Nazi-Party geraten? Nun ja, jeder rechte Umsturz hat erstens Täter, zweitens Opfer, sowie drittens ganz viele Zuschauer*innen, die ihren Einsatz verpasst haben. Eigentlich wollten sie doch den Anfängen wehren. Jetzt schauen wir halt wieder zu. Demnach sind wir hier richtig.
Mephisto
nach dem Roman von Klaus Mann
Fassung: Emilia Heinrich, Jette Steckel, Johanna Höhmann
Regie: Jette Steckel, Bühne: Florian Lösche, Kostüme: Pauline Hüners, Musik: Mark Badur, Elias Krischke, Lichtdesign: Maximilian Kraußmüller, Dramaturgie: Dramaturgie: Johanna Höhmann, Theresa Schlesinger, Carl Hegemann.
Mit: Bless Amada, Erwin Aljukić, Johanna Eiworth, Elias Krischke, Linda Pöppel, Thomas Schmauser, Maren Solty, Edmund Telgenkämper, Martin Weigel.
Premiere am 28. Februar 2025
Dauer: 3 Stunden 30 Minuten, eine Pause
muenchner-kammerspiele.de
Offenlegung: Der Autor ist im Hauptberuf Angestellter der Münchner Volkshochschule GmbH, die mit der Landeshauptstadt München dieselbe Gesellschafterin hat wie die Münchner Kammerspiele.
Kritikenrundschau
Jette Steckel inszeniere "Mephisto" als "Schlüsselroman für die Gegenwart", berichtet Christoph Leibold für "Fazit" auf Deutschlandfunk Kultur (28.2.2025). Der Beginn sei weniger überzeugend, weil die Parallelen zwischen Roman und unserer Gegenwart doch auf der Hand liegen. Aber wenn die Inszenierung dann in die Vergangenheit, "die die Zukunft werden könnte", einbiege, "dann wird's einem schon etwas unheimlich, und dann wurde der Abend stark".
Der Abend sei "erschreckend aktuell, ohne historische Unterschiede glattzubügeln", lobt Sabine Leucht in der taz (2.3.2025): "Tolle Schauspieler und eine mobile Szenerie aus Stelen, die entfernt ans Berliner Holocaust-Mahnmal erinnern (Bühne: Florian Lösche) halten alles im Dauerfluss. Das wirkt manchmal fast fahrig, birgt aber auch die Hoffnung, alles könnte (noch) veränderbar sein." Thomas Schmauser taste die Hauptfigur "von innen ab" und suche "nach den Selbstzweifeln und Brüchen im Künstler-Ego".
"Steckels Fassung, an der – nimmt man die dramaturgische Abteilung inklusive des alten Doyens Carl Hegemann hinzu – fünf Menschen arbeiteten, folgt treu dem Roman, verdichtet, streicht", schreibt Egbert Tholl in der Süddeutschen Zeitung (2.3.2025). Das gerade gerade im ersten Teil mitunter zu "Kopfthesentheater" und zur "Ansammlung einzelner Haltungen, vom Kommunisten bis zum Nazi". Schmauser zeige einen "in der Unabdingbarkeit seines Kunststrebens Verlorenen" und mache das "natürlich großartig", so der Kritiker, der sich zumindest bei einer Szene am Schluss "beklemmend nah dran" wähnt an dem Moment, "wenn die Macht die Kunst zermalmt und dann die Überreste nach eigenem Gutdünken wieder zusammenbaut".
"Jette Steckels Mephisto-Inszenierung bringt die Kammerspiele zum Leuchten. Sie ist schillernd und klar; sie ist gewitzt, klug und uneingeschränkt charismatisch", lobt
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Genauso wie die Figuren immer wieder ihre Position finden müssen, wird der Bühnenraum permanent neu aufgefächert und ineinander verschachtelt. Die Poesie einer Szene verfliegt mit einem Fingerschnipps und so erweitert sich der Raum des Geschehens wiederkehrend, indem das Publikum kommentarlos von einem kalten Licht umstrahlt wird, als wäre ein unausgesprochenes Ritual dieser Inszenierung die Frage: "Wie sieht Widerstand aus und wo siehst du dich darin?“.
Das gesamte Ensemble ein Schauspielgenuss. Thomas Schmauser, der sich in der Dauer dieses Abends in so einer beeindruckend verführerischen, verlorenen und perfiden Vielseitigkeit durch sämtliche opportunistischen Widersprüche seiner Figur zu winden weiss - eine Glanzleistung!
Hier meine gesamte Besprechung der Inszenierung:
https://qooz.de/2025/03/12/theater-klaus-mann-mephisto/
Jette Steckel zeigt in ihrer Adaption von Klaus Manns Schlüsselroman „Mephisto“ (1936 im Exil verfasst) eine Gesellschaft, bei der es nicht nur mit „Links“, sondern insgesamt mit Demokratie, Freiheit und Menschenwürde vorbei ist.
Zwischen wuchtigen schwarzen Stelen, die an das Berliner Holocaust-Mahnmal erinnern, erleben wir ein Stück im Stück. Dies wird durch zahlreiche Zwischenrufe der Inspizientin aus dem Off klar und mit der Schluss-Szene unterstrichen. Seine Ex-Frau Barbara Bruckner (Linda Pöppel) macht Hendrik Höfgen alias Gustaf Gründgens (Thomas Schmauser) Vorwürfe, dass er für seine Karriere als Intendant der Preußischen Staatstheater seine Seele verkauft und seine Werte verraten habe. Mit einem hingehauchten „Text??“ wendet sich Schmauser an die Souffleuse. Die Generalabrechnung sitzt, er kann nichts erwidern.
In den – verspätungsbedingt – knapp vier Stunden erleben wir die Chronik eines vermeintlichen Aufstiegs, der in den Abgrund führt. In der ersten Hälfte entstehen Wimmelbilder einer sich um sich selbst drehenden Schauspieler-Blase in der Weimarer Republik, die Textfassung von Emilia Heinrich, Regisseurin Jette Steckel und Johanna Höhmann betont die Farce.
Nach einigen Längen geht es im zweiten Teil düsterer und konzentrierter weiter. Der Abend spitzt sich in der Konfrontation der Höfgen/Gründgens-Figur mit dem Ministerpräsidenten zu, der Hermann Göring nachempfunden ist. Thomas Schmauser und Edmund Telgenkämper liefern sich ein Duell in Ledersesseln.
„Mephisto“ ist eine ungewöhnliche Jette Steckel-Inszenierung. Starke Bilder, die ihre Arbeiten sonst prägen, gibt es diesmal kaum. Im Mittelpunkt stehen der Text und die Fragen: Wie soll sich das Theater zur Politik verhalten? Wann wird Anpassung zur Mittäterschaft? Wie weit darf ein Künstler gehen, um seine Karriere zu retten?
Komplette Kritik: https://daskulturblog.com/2025/07/22/mephisto-muenchner-kammerspiele-kritik/
Laut der Dramaturgin Theresa Schlesinger wird in der Bühnenfassung nur der Originaltext des Romans verwendet, abgesehen von wenigen eingefügten Parolen der AFD, z. B. beim Text des „Ministerpräsidenten“: „Die Vermittlung deutscher Nationalität war von Beginn an Aufgabe des deutschen Theaters.“ „Kunst, die den staatlichen Geldsegen braucht, um überhaupt erst zu existieren, die Kunst, die mit der Subvention steht und fällt, lohnt nicht der Förderung. Kunst und Kultur aus dem Volk für das Volk.“
Anders als in der oscarprämierten Roman-Verfilmung von István Szabó mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle richtet die brillante Inszenierung von Jette Steckel den Fokus mehr auf die politischen Verhältnisse und ihr unterschiedlichen Antwort- bzw. Verhaltensmöglichkeiten im aufziehenden Faschismus als auf die Zeichnung eines individuelle Psychogramms von Hendrik Höfgen/Gustav Gründgens. Hierin folgt sie der Aussage Klaus Manns: „Hier handelt es sich um kein ‚Portrait‘, sondern um einen symbolischen Typus.“ Wer dennoch an einer Zuordnung zu den historischen Personen interessiert ist, findet diese in: https://de.wikipedia.org/wiki/Mephisto_(Roman)#cite_note-2
Überzeugend ist auch, dass die zugespitzte Bühnenfassung die Handlungen konsequent in den Schauplatz Theater verlegt. Die MK reflektieren und positionieren sich hiermit in ihrer politischen Verantwortung als Theater. Begleitet wird dies von den bereits 2021/22 aufgenommenen Recherchen zur Geschichte der MK und ihrer Mitarbeiter:innen in der NS-Zeit (MK-Homepage zu „Mephisto“), vielen Veranstaltungen zum grassierenden Antisemitismus und den noch gespielten Inszenierungen „Fremd“, „Zeit ohne Gefühle“ und „Play Auererbach“. Die ehemalige Kammerspielschauspielerin Therese Giehse, mit der sich die MK umfangreich befasst haben, stellt mit ihrem 1932 zusammen mit Erika und Klaus Mann gegründeten Kabarett „Die Pfeffermühle“ geradezu einen Gegenentwurf zur opportunistischen NS-Karriere von Gustav Gründgens dar.
Die Schauspiel-Varianten, die Thomas Schmauser hier zum Besten gibt, verkörpert den von Klaus Mann erzählten Hendrik Höfgen alias Gustav Gründgens phänomenal. Neben seinen hervorragenden Leistungen in vielen anderen Inszenierungen der MK, insbesondere in „Die Freiheit einer Frau“, ist es angemessen, dass er für seinen „Mephisto“ drei hochkarätige Auszeichnungen erhalten hat.
Ja Begeisterung, weil bei klarer Haltung der Produktion zum Thema, so viele differenzierte (psychologisch fein ausgearbeitete) Szenen gab, die eine Plattheit vermieden … die kleinen „aktuellen“ Textergänzungen reichten aus, das Sujet in die Gegenwart zu bringen … Die Szene zwischen Höfgen und dem Ministerpräsidenten, in der dieser die Leitung angeboten bekommt, war vor Spannung kaum auszuhalten. Thomas Schmauser, den ich oft wegen seines Bühnen-Manierismus sehr anstrengend finde, fand im gesamten Stück den Ton, vielmehr viele Töne, die ihn vom Typen zur Person machten (was Klaus Mann anscheinend nicht so gesehen haben wollte). Ich glaube, dass ist das Verdienst guter Regie. Und die Fähigkeit des Schauspielers. Aber es wäre ungerecht, nur Schmauser zu erwähnen; die Szene war ein Zusammenspiel von ihm und u.a. Edmund Telgenkämper …
Im Roman ist eine Kälte gegen Höfgen mehr als deutlich. Die Regie setzt das nicht monoton um, sondern versucht mich eher zum Verständnis zu verführen: in der (einlullenden) Gewissheit, dass diese Zeit sich nicht wiederholen wird, weil wir wissen, wie es nur enden kann … aber vielleicht war das alles gar nicht so intendiert (also meine Empfindung diesbezüglich liegt daneben), und es war „nur“ das Resultat toller Ensemblearbeit … Und das „Schlusswort“ in der Aufführung: kürzer, treffender hätte es nicht treffen können, um was es sich handelt …