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Preise der 31. Bayerischen Theatertage vergeben
Die sieben Siegreichen
Nürnberg, 17. Juni 2013. Die 31. Bayerischen Theatertage sind gestern in Nürnberg mit der Preisverleihung zu Ende gegangen. Wie das Staatstheater Nürnberg auf seiner Facebook-Seite mitteilt, wurden folgende Produktionen ausgezeichnet:
Holger Schultze verlängert in Heidelberg
Erfolgreich
Heidelberg, 14. Juni 2013. Holger Schultze, Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg, hat seinen Vertrag in Heidelberg verlängert. Der Gemeinderat stimmte der Personalentscheidung am 13. Juni 2013 zu. Der 1961 geborene Theatermann bleibt somit über das Jahr 2016 hinaus in Heidelberg.
Hörspielpreis der Kriegsblinden an Gesine Schmidt
Halbdokumentarisch
13. Juni 2013. Die Dramatikerin Gesine Schmidt ist für "Oops, wrong Planet" mit dem 62. Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet worden, der als die renommierteste deutsche Auszeichnung für Hörspiele gilt. Die Produktion von Deutschlandfunk / WDR ist die Weiterentwicklung eines Textes, der 2011 am Theater Basel unter gleichem Titel aufgeführt wurde.
Tiefe Einschnitte bei Theatern in Sachsen-Anhalt geplant
Sieben Millionen weniger
Magdeburg, 12. Juni 2013. Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh hat die neuen Theater- und Orchesterverträge vorgestellt, die ab 2014 gelten sollen. Wie das Ministerium mitteilt, geht die Förderung des Landes für die Theater und Orchester im Land von derzeit 36 Millionen auf 29 Millionen Euro zurück. "Wenn der Gesamtetat für Bildung und Kultur sinkt, hat das auch Folgen für die Theaterförderung", erklärte Dorgerloh.
Sven-Eric Bechtolf leitet Salzburger Festspiele von 2015 bis 2016
Passt schon
12. Juni 2013. Der Intendant der Salzburger Festspiele Alexander Pereira bleibt künstlerischer Leiter in Salzburg bis einschließlich Sommer 2014. Das beschloss laut einem Bericht der Wiener Tageszeitung Die Presse (12.6.2013) gestern das Kuratorium der Festspiele.
Neue Leitung für NRW Theaterfestival Favoriten
Eine neue Generation
11. Juni 2013. Johanna-Yasirra Kluhs und Felizitas Kleine übernehmen die künstlerische Leitung der kommenden Ausgabe des Festivals "Favoriten". Das meldet das Internet-Portal der Stadt Dortmund, wo die 2014er-Ausgabe des ältestens deutschen Festivals der freien Szene vom 25. Oktober bis 1. November 2014 stattfinden wird. Unter dem Namen "Theaterzwang" wurde es 1985 gegründet.
Yoram Kaniuk gestorben
Autor von "Adam Hundesohn"
10. Juni 2013. Der große israelische Schriftsteller Yoram Kaniuk ist am vergangenen Samstag im Alter von 83 Jahren nach langem Krebsleiden in Tel Aviv gestorben. Der 1930 in Tel Aviv geborene Autor, der 1960 mit dem Roman "The Acrophile" debütierte, arbeitete in seinem Leben nicht nur als Maler und Journalist, sondern auch als Theaterkritiker, wie The Times of Israel schreibt (9.6.2013).
Hochhuth kündigt Berliner Ensemble
Versuchte Enteignung?
Berlin, 9./10. Juni 2013. Der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen dem Dramatiker Rolf Hochhuth, dem Berliner Senat und Claus Peymann, dem Intendanten des Berliner Ensembles, eskaliert. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, habe Hochhuth als Eigentümer des Theaters am Schiffbauerdamm (über seine Ilse-Holzapfel-Stiftung) die außerordentliche und fristlose Kündigung des Mietvertrages an den Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit geschickt. Der Stiftung gehört die Immobilie, das Land Berlin ist dort Mieter und hat das frühere Theater Bertolt Brechts an die Berliner Ensemble GmbH (BE) untervermietet.
Nun doch: Freie Regisseure und Choreografen von Umsatzsteuer befreit
Entscheidung für Umsatzsteuerbefreiung
7. Juni 2013. Am Mittwochabend einigte sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat auf einen Kompromiss zum Jahressteuergesetz. Der Dauerstreit über das Jahressteuergesetz 2013 scheint damit beigelegt ist, denn die Umsatzsteuerbefreiung für Bühnenregisseure und -choreographen greift und auch die pauschalierte Margenbesteuerung im Kunsthandel wurde akzeptiert, teilt der Deutsche Kulturrat mit. Von diesem Jahr an müssen freiberufliche Regisseure und Choreografen demnach keine Umsatzsteuer mehr zahlen. Bis anhin hatt jedes deutsche Finanzamt nach seinen eigenen Regeln gehandelt und null, sieben oder 19 Prozent Steuern erhoben. Bundesrat und Bundestag müssen dem Gesetz noch abschließend zustimmen.
Alexander Pereira wird 2015 Intendant der Mailänder Scala
Vorzeitiger Abgang
4. Juni 2013. Bereits im März wurde bekannt, dass der Vertrag mit Alexander Pereira als Intendant der Salzburger Festspiele nicht über 2016 hinaus verlängert wird. Heute wählte ihn nun die Mailänder Scala zum Nachfolger des bisherigen künstlerischen Leiters Stéphane Lissner, meldet unter anderem der Wiener Standard. Pereira soll sein Amt bereits 2015 antreten.
Sibylle Lewitscharoff erhält Georg-Büchner-Preis 2013
Satirisches, Legendenhaftes, Phantastisches
Darmstadt, 4. Juni 2013. Sibylle Lewitscharoff erhält den Georg-Büchner-Preis 2013. Das teilt die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt auf ihrer Website mit. Lewitscharoff (geboren 1954 in Stuttgart) hat seit 1994 vornehmlich Erzählwerke veröffentlicht, für die sie zahlreiche namhafte Literaturpreise erhielt. Für das Theater verfasste sie 2012 ihr erstes Stück Vor dem Gericht, uraufgeführt von Burkhard C. Kosminski in Mannheim.
Regieprofessur für Martin Kušej am Reinhardt-Seminar in Wien
Permanente persönliche Präsenz?
2. Juni 2013.Martin Kušej, Intendant des Residenztheaters in München, wird ab Oktober 2013 zusätzlich Professor für Regie am Max Reinhardt Seminar der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Der Vertrag ist zunächst auf zwei Jahre befristet, wie der Standard berichtet. Kušej, der seit 2011 Intendant in München ist, inszeniert bisher nicht nur regelmäßig am eigenen Haus, sondern auch an den großen Opernhäusern.
Israelischer Künstlerprotest gegen Absetzung von Düsseldorfer Tannhäuser-Inszenierung
Gefährlicher Präzedenzfall
30. Mai 2013. In einem offenen Brief an den Intendanten der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf haben zwei israelische Regisseure gegen die Absetzung von Burkhard C. Kosminskis Düsseldorfer Tannhäuser-Inszenierung protestiert, die nach heftigen Protesten kurz nach ihrer Premiere am 4. Mai 2013 vom Spielplan verschwunden war. Das ist Spiegel-Online zu entnehmen, wo das von Udi Aloni und Itay Tiran gemeinsam verfasste Protestschreiben dokumentiert ist.
Franca Rame gestorben
Todesmutige Weltverbesserin
29. Mai 2013. Die italienische Schauspielerin, Regisseurin und Dramatikerin Franca Rame ist tot. Das melden unterschiedliche Medien, darunter Spiegel Online. Der italienische Senat ehrte Rame mit einer Schweigeminute, wie den Berichten zu entnehmen ist. Für die Partei "Italie dei Valore" hatte Rame von 2006 bis 2008 dieser Kammer des italienischen Parlaments als Senatorin angehört. Auch der italienische Kulturminister Massimo Bray würdigte die italienische Theaterlegende in einer offiziellen Note.
Mülheimer Dramatikerpreis an Katja Brunner
Überraschung an der Ruhr
30. Mai 2013. Den Dramatikerpr
Gewinnt mit Stück über Inzest-Kindes-
missbrauch: Katja Brunner © Katrin Ribbe eis bei den 38. Mülheimer Theatertage NRW hat Katja Brunner gewonnen. Mit ihrem Stück Von den Beinen zu kurz, das in Mülheim in der Inszenierung des Schauspiels Hannover zu sehen war, konnte die 1991 in Zürich geborene Autorin drei von fünf Mülheimer Jurorinnen überzeugen. Sie obsiegte damit über KonkurrentInnen wir Elfriede Jelinek, Franz Xaver Kroetz und Moritz Rinke. Brunner ist die jüngste Preisträgerin in der Geschichte des Dramatikerwettbewerbs, sie erhält 15.000 Euro Preisgeld. Den Publikumspreis gewann Marianna Salzmann für ihr Stück Muttersprache Mameloschn, das in der Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin gezeigt worden war.
Umfrage zu Vergütungen an Theatern
Transparenz im Vergütungssystem
29. Mai 2013. Der Theater-Stellenmarkt theaterjobs.de führt bis zum 10. Juni 2013 eine Umfrage zu Gagen, Gehältern und Honoraren am Theater durch. Sie richtet sich an alle Tanz- und Theaterschaffenden, unabhängig von einer künstlerischen oder nicht-künstlerischen Tätigkeit. Die Umfrage kann online und anonym beantwortet werden, der Zeitaufwand wird mit zehn Minuten eingeschätzt.
Budapest: Protestaktion nach Ballettpremiere im Ungarischen Theater
"Gott ist kein Demokrat"
29. Mai 2013. Am vergangenen Freitagabend ist es im "Ungarischen Theater" (Magyar Szinház) in Budapest nach der Premiere des Balletts "Die Tragödie des Menschen" zu einer Störaktion gekommen. Während sich die Tänzer und Iván Markó, der Choreograf des Abends, zum Applaus verbeugten, erhob sich im Zuschauerraum der Regisseur und Produktionsleiter des freien Budapester Theaters Krétakör Márton Gulyás mit einem Megaphon, um gegen die Sondersubventionen von umgerechnet etwa 440.000 Euro zu protestieren, die Markó im vergangenen Jahr für seine Compagnie Ungarisches Festival Ballett erhielt, während viele freie Theater nicht einmal das Geld überwiesen bekamen, das ihnen vom Staat bereits zugesichert worden war.
Johan Simons wird Intendant der RuhrTriennale 2015-17
Kulturpolitischer Coup
Düsseldorf, 27. Mai 2013. Johan Simons wird Leiter der RuhrTriennale. Wie das NRW-Kulturministerium heute mitteilte, soll der Intendant der Münchner Kammerspiele das Amt ab 2015 für drei Jahre übernehmen.
Wiener Aktionskünstler Otto Muehl gestorben
"Mit intensivem Leben beschmutzen"
27. Mai 2013. Wie u.a. Spiegel Online meldet, ist der österreichische Aktionskünstler
Otto Muehl gestorben. Muehl wurde 87 Jahre alt. Nach Auskunft der Leiterin des Muehl Archivs, Danièle Roussel, ist er Sonntagnacht "friedlich im Kreis seiner Freunde in Portugal gestorben".
Occupy-Aktivisten entern "Räuber"-Inszenierung in Münster
Lautstark im Chor
24. Mai 2013. Am gestrigen Donnerstagabend haben Aktivisten des münsterschen Ablegers der Occupy-Bewegung während einer Vorstellung von Schillers Die Räuber die Bühne des Theaters Münster gestürmt und mitgespielt. Das berichtet heute die Münstersche Zeitung.
Deutsche Theaterlandschaft als UNESCO-Kulturerbe?
Ensemble- und Repertoirebetrieb schützen
23. Mai 2013. Der Deutsche Bühnenverein möchte sich dafür einsetzen, dass die Theater- und Orchesterlandschaft Deutschlands in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird. "Es geht darum, den Ensemble- und Repertoirebetrieb zu erhalten und die Orchesterlandschaft mit ihren kontinuierlich arbeitenden Besetzungen zu schützen", so Rolf Bolwin, Direktor des Deutschen Bühnenvereins, gegenüber nachtkritik.de. Verschiedene Medien berichteten zuvor unter Berufung auf ein Interview mit Klaus Zehelein.
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