Presseschau vom 12. Januar 2012 - Regisseur Sebastian Baumgarten spricht in der Berliner Morgenpost über das Dschungelcamp
Lustgewinn für viele
12. Januar 2012. In einem launigen Interview mit Matthias Wulff, Kulturchef der Berliner Morgenpost, outet sich Regisseur Sebastian Baumgarten als "Dschungelcamp"-Gucker. Das TV-Format vergleicht er mit der Theaterform der Groteske: "Was wir sehen, ist dadaistisch, die Dialoge sind sinnlos. Die Sprache an sich funktioniert ja und hat eine Logik, Syntax und Grammatik, man bekommt auch Informationen, Beschreibungen, Interpretationen. Aber 'es wird kommuniziert', wie Jean Baudrillard es gesagt hat."
Presseschau vom 2. Januar 2012 - Peter Konwitschny verlässt die Oper Leipzig
Das Unterhaltende ist gefragt
Leipzig, 2. Januar 2012. Die Leipziger Kulturlandschaft kommt nicht zur Ruhe. Nach der Ankündigung Sebastian Hartmanns, seine Intendanz des Centraltheaters nicht über die Spielzeit 2012/2013 hinaus zu verlängern, hat nun Peter Konwitschny seinen Posten als Chefregisseur der Oper aufgegeben. Eigentlich galt sein Vertrag bis 2014.
Presseschau vom 29. Dezember 2011 - Interview mit Andrea Breth in der Zeit
Es wird nicht mehr lange gut gehen
Für die Zeit (29.12.2011) hat Peter Kümmel ein langes Interview mit Andrea Breth geführt, die in Düsseldorf derzeit das "gigantisch gut geschriebene Stück""Marija" von Isaak Babel inszeniert. Ausgehend von der Frage, ob das Stück, das im russischen Bürgerkrieg von 1920 spielt, von unserer Zukunft handele, dreht sich das Gespräch nicht nur um Theater, sondern auch um Breths Wahrnehmung unserer Gesellschaft: "Marija" seit "deutlich ein Stück über die Zeit von 1920. Und dennoch hat es mit uns heute zu tun: Ich habe so ein merkwürdiges Gefühl bezüglich der Zeit, in der wir leben. Ich glaube, es wird nicht mehr lange so gut gehen. (...) Wenn Sie den Fernseher anschalten, sehen Sie, dass die Menschen überall in großer Zahl protestieren." Dabei möchte sie "keine Revolution in diesem Land erleben; ich möchte uns nicht erleben in einer solchen Notlage". Zwar seien die Deutschen "diesbezüglich immer ein bisschen zurückhaltender als andere Völker" gewesen. "Aber dass sich da was zusammenbraut, dessen bin ich mir ziemlich sicher. (...) Wenn das Geld weg ist, verändert sich der Mensch schlagartig. Ich fürchte, dass wir alle dann nicht mehr für unsere Humanität garantieren könnten. (...) Wenn ich nichts zu fressen habe, bleibe ich nicht zu Hause sitzen und warte, dass die Zeiten wieder besser werden." Beängstigend findet sie außerdem, dass wir alle die "Chipkartendespotie" (Kümmel) freiwillig mitmachen: "Wir geben unsere Kreditkarten überallhin. Und begeben uns in die Hand einer Macht, von der wir nicht wissen, in welche Richtung die umschlagen wird." Davor könne man sich auch nirgendwo mehr hin zurückziehen: "Die Orte des Rückzugs haben wir abgeschafft".
Presseschau vom 28. Dezember 2011 - In der taz schreibt Esther Slevogt anhand von "John Gabriel Borkman" und "Eugen Onegin" über die Geschäfte des Als-ob
Künstlich bis zur Wahrhaftigkeit
28. Dezember 2011. In der taz beschreibt Esther Slevogt anhand von Müllers/Vinges John Gabriel Borkman und Alvis Hermanis' Eugen Onegin, wie das Theater sich aus seinem Glaubwürdigkeitsproblem zu retten versucht – und das auch schafft.
Seite 83 von 92
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
neueste kommentare >
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Sagenhaft gut
-
Die Quelle, Wien Bitte weitermachen
-
Fräulein Else, Wien Danke!
-
Über die Notwendigkeit, ... , Wiesbaden Super Abend
-
Fräulein Else, Wien Phänomenal
-
Irgendetwas ist passiert, Berlin Lauwarm
-
Theaterpodcast Investigativtheater Aufklärung?
-
Quelle, Wien Frontalunterricht
-
Bluets, Berlin Multifunktionsroboter
-
Quelle, WIen Andere Wahrnehmung




