meldungen
Max-Reinhardt-Ring für Ulrich Khuon
Würdiger Nachfolger
3. September 2013. Die Theatergewerkschaft Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger verleiht erstmals nach 55 Jahren wieder den Max-Reinhardt-Ring: an Ulrich Khuon, den Intendanten des Deutschen Theaters Berlin.
Rechtsextreme Demonstrationen bei Alföldi-Premiere in Budapest
Magyaren gegen "König István"
2. September 2013. Bei der Budapester Premiere der populären nationalen Rockoper "István, a király" ("Stefan, der König") von Levente Szörényi in der Inszenierung des ehemaligen Leiters des Nationaltheaters Róbert Alföldi ist es am 30. August zu rechtsextremen Demonstrationen gekommen, wie das Blog Pusztaranger meldet. Die Neuinszenierung der vor 30 Jahren uraufgeführten Rockoper war Mitte August bei den Freilichtspielen Szeged herausgekommen und nun erstmals in Budapest zu sehen.
Arnold Petersen verstorben
"Immer für das Stadttheater eingesetzt"
30. August 2013. Der langjährige Intendant des Mannheimer Nationaltheaters Arnold Petersen ist tot. Das teilte der Deutsche Bühnenverein mit, dem Petersen fast vierzig Jahre angehört hat. Hier wirkte er der Mitteilung zufolge auch wesentlich an der Reform der Künstlertarifverträge mit, die vor einigen Jahren umgesetzt worden ist.
Das Schweizer Portal theaterkritik.ch gibt auf
"Nachlassendes Interesse"
28. August 2013. Die Website Theaterkritik.ch/Tanzkritik.ch, die im Spätherbst 2011 online ging, wird schließen. Das meldet der Zürcher Tagesanzeiger. "Das Interesse der Theatergruppen hat immer mehr nachgelassen", wird Ursina Greuel vom Vorstand des Vereins Theaterkritik.ch von der Zeitung zitiert.
Wolfgang Herrndorf ist tot
Dichter der Freiheit
27. August 2013. Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf ist tot. Wie sein Verlag Rowohlt mitteilte, verstarb der 48-Jährige in den späten Abendstunden des 26. August 2013. Unter Berufung auf einen Tweet der mit Herrndorf eng vertrauten Autorenkollegin Kathrin Passig melden verschiedene Medien, dass Herrndorf den Freitod wählte. Der Autor litt seit Längerem an einem bösartigen Hirntumor. Auf die Theaterwelt hat er insbesondere mit seinem Road-Roman "Tschick" prägenden Einfluss ausgeübt. Das 2011 in einer Bearbeitung des Dramaturgen Robert Koall in Dresden zur Uraufführung gebrachte Werk ist einer der großen Erfolgstexte des aktuellen Theaters und wird an diversen Bühnen gespielt.
Die Zukunft des Theaters Chemnitz
Druckverband
25. August 2013. Mit einer Erhöhung des städtischen Zuschusses, der Nicht-Wiederbesetzung frei werdender Stellen und einem Lohnverzicht seitens der Ensembles, der Bühnenarbeiter und Musiker hoffen der Generalintendant des Chemnitzer Theaters Christian Dittrich und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig das Fünf-Sparten-Haus in vollem Umfang zu erhalten. Das meldet der MDR Sachsen (21.8.2013, 17.50 Uhr) auf seiner Website.
Marius von Mayenburg sagt Russland-Reise aus Protest ab
Nicht nach Moskau
21. August 2013. Marius von Mayenburg, Autor, Dramaturg und Regisseur an der Berliner Schaubühne, hat aus Protest gegen homosexuellenfeindliche Gesetze in Russland einen Aufenthalt als Theatermacher in Moskau abgesagt. "Ich arbeite regelmäßig mit vielen homosexuellen Künstlern, mit denen ich befreundet bin und denen ich mich verbunden und verpflichtet fühle. Ich könnte nicht in ein Land reisen, in dem sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung staatlich diskriminiert werden", wird von Mayenburg unter anderem in der Meldung auf Focus online zitiert.
Young Directors Award 2013 an Mokhallad Rasem
Starke Gefühle
21. August 2013. Der diesjährige Young Directors Award geht an den irakisch-belgischen Regisseur Mokhallad Rasem, der bei den Salzburger Festspielen mit Romeo und Julia gastierte, eine Produktion, die ursprünglich vom Toneelhuis Antwerpen stammt. Der Preis ist mit 10.000,- Euro dotiert, zusätzlich erhält der Preisträger einen Montblanc Mozart Pen.
Neue Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins
Nordwind jagt Zauberflöte
16. August 2013. Eine "gute Mischung aus Innovation und Tradition in den Spielplänen der deutschen und deutschsprachigen Theater" beobachtet der Deutsche Bühnenverein anlässlich der Veröffentlichung seiner neuesten Werkstatistik 2011/2012. Die Aufführungen an Staats-, Stadt-, Landes- sowie Privattheatern in Deutschland sei mit 91.813 fast exakt so hoch wie in der vorangegangenen Spielzeit gewesen. Die Zahl der Uraufführungen (587) und deutschsprachige Erstaufführungen (94) pendele sich "auf hohem Niveau" ein.
Mecklenburg-Vorpommern wird Staatstheater-Gesellschafter
Bis zu 1.6 Millionen im Jahr für Schwerin
15. August 2013. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat sich bereit erklärt, als Gesellschafter einer Staatstheater Mecklenburg gGmbH Mitverantwortung für das Theater Schwerin zu übernehmen. Das meldet am 13. August u.a. der NDR. Das Kabinett habe einem entsprechenden Beschlussvorschlag von Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) zugestimmt.
Defizit bei Bad Hersfelder Festspielen
Hinter den Erwartungen
Bad Hersfeld, 14. August 2013. Die Bad Hersfelder Festspiele haben der Stadt in diesem Jahr ein Minus von rund 344 000 Euro beschert. Das meldet u.a. die Frankfurter Rundschau. Vor allem der Ticketverkauf sei deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Insgesamt besuchten zwischen Mitte Juni und Mitte August rund 88 600 Zuschauer die 109 Aufführungen. Die Auslastung in der 63. Spielzeit lag damit insgesamt bei etwas mehr als 74 Prozent. Im Jahr zuvor hatten die Bad Hersfelder Festspiele noch knapp 91 000 Zuschauer gezählt.
Neuer Streit um Theaterreform in Schwerin
Mehr Zeit muss her
8. August 2013. In der Diskussion um Theaterreformen am Mecklenburgischen Staatstheater hat Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow mehr Zeit für eine Umstrukturierung gefordert, meldet die Schweriner Volkszeitung. Das gehe nicht von heut auf morgen, wird Gramkow zitiert, und das Land habe bisher noch nicht die für dieses Jahr versprochene Soforthilfe von zwei Millionen Euro gezahlt. Damit sollten Fehlbeträge im Etat gedeckt werden, im Haushalt 2014 tut sich eine Lücke von drei Millionen Euro auf.
Theaterregisseur Guido Huonder gestorben
Immer wieder Dortmund
8. August 2013. Der Theaterregisseur Guido Huonder ist tot. Das meldet unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Huonder, am 16. Juli 1942 in Chur geboren, war zwischen 1968 und 1972 Mitarbeiter von Peter Stein, Klaus Michael Grüber und Peter Palitzsch.
Schleswig schreibt Theaterneubau aus
Beschlossene Sache
7. August 2013. Die Stadtverwaltung von Schleswig hat ein Ausschreibungsverfahren für den Neubau des Landestheaters Schleswig-Holstein in die Wege geleitet. Das melden heute die Schleswiger Nachrichten. Zwar steht den Informationen der Zeitung zufolge die Finanzierung noch nicht ganz, dennoch habe die Ratsverwaltung bereits Ende Juni den Theaterneubau beschlossen. Der große Saal des Theateraltbaus war im Sommer 2011 wegen Einsturzgefahr geschlossen worden. (nachtkritik.de berichtete.)
Luc Bondy bekundet Interesse an Salzburger Festspielintendanz
"Ich kann nicht leugnen, dass es mich reizen würde"
6. August 2013. Luc Bondy hat gegenüber der östereichischen Nachrichtenagentur APA Interesse an der Leitung der Salzburger Festspiele zum Ausdruck gebracht. Das meldet u.a. heute die Wiener Tageszeitung Der Standard. "Ich kann nicht leugnen", wird aus einem Email-Interview mit Bondy zitiert, "dass es mich reizen würde. Natürlich interessiert mich Salzburg."
Offener Brief an Obama: PEN-Zentrum fordert Einstellung der Anklage gegen E. Snowden
Im öffentlichen Interesse
5. August 2013. In einem Brief an US-Präsident Barack Obama hat das PEN-Zentrum Deutschland die Einstellung der Anklage gegen Edward Snowden gefordert. Stattdessen solle die US-Regierung ihn und anderen Whistleblowern Schutz gewähren. Das ist einer Mitteilung auf der Homepage der Organisation zu entnehmen.
Independent on Sunday entlässt seine Kulturkritiker
Ungewisse Zukunft
2. August 2013. Der "Independent on Sunday" entlässt seine Kulturkritiker. Im Zuge einer neuen Sparrunde seien die Entlassungen bereits ausgesprochen, das meldet Spiegel online mit Berufung auf den "Guardian" und den Branchendienst "Press Gazette". Laut der Chefredakteurin der Sonntagsausgabe soll es jedoch weiter eine Kulturberichterstattung geben und man hoffe, dass die bisherigen Kritiker weiter dazu beitragen würden, wird sie zitiert.
BE: Hochhuth reicht Räumungsklage ein
Fiktive Bauarbeiten
27. Juli 2013. Bereits am Mittwoch hat der Dramatiker Rolf Hochhuth durch seinen Anwalt Markus Kerber Räumungsklage gegen das Berliner Ensemble (BE) einreichen lassen. Das geht aus einer Meldung auf dem Online-Portal des Berliner Boulevardblatts BZ hervor.
Grund sei die ihm verweigerte Sommerbespielung. Rolf Hochhuth ist mit seiner Ilse-Holzapfel-Stiftung Eigentümer des Theaters am Schiffbauerdamm, das vom BE bespielt wird, und hat laut Mietvertrag das Recht zur Sommersbespielung in den BE-Theaterferien. Der Mitteilung zufolge wird dieses Recht Hochhuth verweigert, weil das Haus wegen Bauarbeiten unbespielbar sei. Außerdem habe Hochhuth die Anmeldefrist verpasst.
"Die Bauarbeiten halten wir für fiktiv", zitiert die BZ Hochhuths Anwalt. Auch die festgeschriebene Anmeldung sei "nicht zumutbar", weil sie zu lange Fristen vorsehe. Es ist für den Hochhuth-Anwalt ein ein Rätsel, warum der Senat den Berlinern diese für ihn kostenlose Sommerspielung vorenthalten will." Anfang Juni hatte Hochhuth den Mietvertrag gekündigt.
(BZ / sle)
Mehr lesen? Im Sommer 2010 hatte es geklappt: in der Spielzeitpause des BE wurde am Schiffbauerdamm Rolf Hochhuths Stück Inselkomödie oder Lysistrate und die NATO aufgeführt, u.a. mit dem seligen Johannes Heesters und Caroline Beil.
Volksinitiative gegen Sparkurs in Sachsen-Anhalt
30.000 Unterschriften benötigt
24. Juli 2013. Gegen die Sparpolitik im Kulturhaushalt des Landes hat sich in Sachsen-Anhalt die Volksinitiative Kulturland Sachsen-Anhalt gegründet. Auf der Internetseite der Initiative www.kulturlandsachsenanhalt.de können Unterschriftsformulare heruntergeladen werden. Gemäß dem Volksabstimmungsgesetz werden für eine Volksinitiative die persönlichen und handschriftlichen Unterschriften von mindestens 30.000 beteiligungsberechtigten Personen benötigt. Ziel der Initiative ist es, dass sich der Landtag, der Petitionsausschuss und alle sachlich zuständigen Ausschüsse des Landtages "mit den Auswirkungen des unverantwortlichen Sparkurses" befasst, heißt es auf der Website.
Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN für Index on Censorship
Im Kampf gegen Zensurmaßnahmen
24. Juli 2013. Der Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht 2013 an die Organisation "Index on Censorship" in London. "Index on Censorship" wurde 1972 auf Anregung des Dichters Stephen Spender gegründet und diente ursprünglich vor allem als Forum für unterdrückte Texte von Dissidenten aus dem damaligen Ostblock. Heute kämpft die Organisation gegen alle Formen der Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Prominente Unterstützer und Beiträger waren Alexander Solschenizyn und Vaclav Havel, auch Salman Rushdie und Noam Chomsky sind ihr verbunden. Die Organisation publiziert viermal im Jahr ein Print-Magazin und unterhält die Website www.indexoncensorship.org.
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