meldungen

Max-Reinhardt-Ring für Ulrich Khuon

Würdiger Nachfolger

3. September 2013. Die Theatergewerkschaft Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger verleiht erstmals nach 55 Jahren wieder den Max-Reinhardt-Ring: an Ulrich Khuon, den Intendanten des Deutschen Theaters Berlin.

Das Schweizer Portal theaterkritik.ch gibt auf

"Nachlassendes Interesse"

28. August 2013. Die Website Theaterkritik.ch/Tanzkritik.ch, die im Spätherbst 2011 online ging, wird schließen. Das meldet der Zürcher Tagesanzeiger. "Das Interesse der Theatergruppen hat immer mehr nachgelassen", wird Ursina Greuel vom Vorstand des Vereins Theaterkritik.ch von der Zeitung zitiert.

Wolfgang Herrndorf ist tot

Dichter der Freiheit

27. August 2013. Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf ist tot. Wie sein Verlag Rowohlt mitteilte, verstarb der 48-Jährige in den späten Abendstunden des 26. August 2013. Unter Berufung auf einen Tweet der mit Herrndorf eng vertrauten Autorenkollegin Kathrin Passig melden verschiedene Medien, dass Herrndorf den Freitod wählte. Der Autor litt seit Längerem an einem bösartigen Hirntumor. Auf die Theaterwelt hat er insbesondere mit seinem Road-Roman "Tschick" prägenden Einfluss ausgeübt. Das 2011 in einer Bearbeitung des Dramaturgen Robert Koall in Dresden zur Uraufführung gebrachte Werk ist einer der großen Erfolgstexte des aktuellen Theaters und wird an diversen Bühnen gespielt.

Young Directors Award 2013 an Mokhallad Rasem

Starke Gefühle

21. August 2013. Der diesjährige Young Directors Award geht an den irakisch-belgischen Regisseur Mokhallad Rasem, der bei den Salzburger Festspielen mit Romeo und Julia gastierte, eine Produktion, die ursprünglich vom Toneelhuis Antwerpen stammt. Der Preis ist mit 10.000,- Euro dotiert, zusätzlich erhält der Preisträger einen Montblanc Mozart Pen.

Neue Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins

Nordwind jagt Zauberflöte

16. August 2013. Eine "gute Mischung aus Innovation und Tradition in den Spielplänen der deutschen und deutschsprachigen Theater" beobachtet der Deutsche Bühnenverein anlässlich der Veröffentlichung seiner neuesten Werkstatistik 2011/2012. Die Aufführungen an Staats-, Stadt-, Landes- sowie Privattheatern in Deutschland sei mit 91.813 fast exakt so hoch wie in der vorangegangenen Spielzeit gewesen. Die Zahl der Uraufführungen (587) und deutschsprachige Erstaufführungen (94) pendele sich "auf hohem Niveau" ein.

Defizit bei Bad Hersfelder Festspielen

Hinter den Erwartungen

Bad Hersfeld, 14. August 2013. Die Bad Hersfelder Festspiele haben der Stadt in diesem Jahr ein Minus von rund 344 000 Euro beschert. Das meldet u.a. die Frankfurter Rundschau. Vor allem der Ticketverkauf sei deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Insgesamt besuchten zwischen Mitte Juni und Mitte August rund 88 600 Zuschauer die 109 Aufführungen. Die Auslastung in der 63. Spielzeit lag damit insgesamt bei etwas mehr als 74 Prozent. Im Jahr zuvor hatten die Bad Hersfelder Festspiele noch knapp 91 000 Zuschauer gezählt.

Neuer Streit um Theaterreform in Schwerin

Mehr Zeit muss her

8. August 2013. In der Diskussion um Theaterreformen am Mecklenburgischen Staatstheater hat Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow mehr Zeit für eine Umstrukturierung gefordert, meldet die Schweriner Volkszeitung. Das gehe nicht von heut auf morgen, wird Gramkow zitiert, und das Land habe bisher noch nicht die für dieses Jahr versprochene Soforthilfe von zwei Millionen Euro gezahlt. Damit sollten Fehlbeträge im Etat gedeckt werden, im Haushalt 2014 tut sich eine Lücke von drei Millionen Euro auf.

Theaterregisseur Guido Huonder gestorben

Immer wieder Dortmund

8. August 2013. Der Theaterregisseur Guido Huonder ist tot. Das meldet unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Huonder, am 16. Juli 1942 in Chur geboren, war zwischen 1968 und 1972 Mitarbeiter von Peter Stein, Klaus Michael Grüber und Peter Palitzsch.

Schleswig schreibt Theaterneubau aus

Beschlossene Sache

7. August 2013. Die Stadtverwaltung von Schleswig hat ein Ausschreibungsverfahren für den Neubau des Landestheaters Schleswig-Holstein in die Wege geleitet. Das melden heute die Schleswiger Nachrichten. Zwar steht den Informationen der Zeitung zufolge die Finanzierung noch nicht ganz, dennoch habe die Ratsverwaltung bereits Ende Juni den Theaterneubau beschlossen. Der große Saal des Theateraltbaus war im Sommer 2011 wegen Einsturzgefahr geschlossen worden. (nachtkritik.de berichtete.)

Independent on Sunday entlässt seine Kulturkritiker

Ungewisse Zukunft 

2. August 2013. Der "Independent on Sunday" entlässt seine Kulturkritiker. Im Zuge einer neuen Sparrunde seien die Entlassungen bereits ausgesprochen, das meldet Spiegel online mit Berufung auf den "Guardian" und den Branchendienst "Press Gazette". Laut der Chefredakteurin der Sonntagsausgabe soll es jedoch weiter eine Kulturberichterstattung geben und man hoffe, dass die bisherigen Kritiker weiter dazu beitragen würden, wird sie zitiert.

BE: Hochhuth reicht Räumungsklage ein

Fiktive Bauarbeiten

27. Juli 2013. Bereits am Mittwoch hat der Dramatiker Rolf Hochhuth durch seinen Anwalt Markus Kerber Räumungsklage gegen das Berliner Ensemble (BE) einreichen lassen. Das geht aus einer Meldung auf dem Online-Portal des Berliner Boulevardblatts BZ hervor.

Grund sei die ihm verweigerte Sommerbespielung. Rolf Hochhuth ist mit seiner Ilse-Holzapfel-Stiftung Eigentümer des Theaters am Schiffbauerdamm, das vom BE bespielt wird, und hat laut Mietvertrag das Recht zur Sommersbespielung in den BE-Theaterferien. Der Mitteilung zufolge wird dieses Recht Hochhuth verweigert, weil das Haus wegen Bauarbeiten unbespielbar sei. Außerdem habe Hochhuth die Anmeldefrist verpasst.

"Die Bauarbeiten halten wir für fiktiv", zitiert die BZ Hochhuths Anwalt. Auch die festgeschriebene Anmeldung sei "nicht zumutbar", weil sie zu lange Fristen vorsehe. Es ist für den Hochhuth-Anwalt ein ein Rätsel, warum der Senat den Berlinern diese für ihn kostenlose Sommerspielung vorenthalten will." Anfang Juni hatte Hochhuth den Mietvertrag gekündigt.

(BZ / sle)

 

Mehr lesen? Im Sommer 2010 hatte es geklappt: in der Spielzeitpause des BE wurde am Schiffbauerdamm Rolf Hochhuths Stück Inselkomödie oder Lysistrate und die NATO aufgeführt, u.a. mit dem seligen Johannes Heesters und Caroline Beil.

 

Volksinitiative gegen Sparkurs in Sachsen-Anhalt

30.000 Unterschriften benötigt

24. Juli 2013. Gegen die Sparpolitik im Kulturhaushalt des Landes hat sich in Sachsen-Anhalt die Volksinitiative Kulturland Sachsen-Anhalt gegründet. Auf der Internetseite der Initiative www.kulturlandsachsenanhalt.de können Unterschriftsformulare heruntergeladen werden. Gemäß dem Volksabstimmungsgesetz werden für eine Volksinitiative die persönlichen und handschriftlichen Unterschriften von mindestens 30.000 beteiligungsberechtigten Personen benötigt. Ziel der Initiative ist es, dass sich der Landtag, der Petitionsausschuss und alle sachlich zuständigen Ausschüsse des Landtages "mit den Auswirkungen des unverantwortlichen Sparkurses" befasst, heißt es auf der Website.

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