lexikon
| Begriff | Definition |
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| Langhoff, Matthias | Matthias Langhoff, 1941 in Zürich geboren, ist ein Regisseur. Langhoff, Sohn des Schauspielers und Regisseurs Wolfgang Langhoff und Bruder des Regisseurs Thomas Langhoff, begann seine Theaterlaufbahn 1961 als Regieassistent am Berliner Ensemble und entwickelte dort mit Manfred Karge in gemeinsamen Inszenierungen vornehmlich von Brecht-Stücken (etwa "Über die großen Städte" mit dem Songspiel "Das kleine Mahagonny", 1963, "Der Brotladen", 1967) freiere Spielformen jenseits der dogmatischen BE-Spielweise. 1969 wechselten Langhoff und Karge an die Volksbühne und leisteten dort bis 1978 mit zahlreiche Inszenierungen (etwa "Die Räuber", 1971, Heiner Müllers "Die Schlacht", UA 1975, Goethes "Der Bürgergeneral", 1977) einen bedeutenden Beitrag zur legendären Ära unter der Intendanz von Benno Besson, die als ein ästhetischer Höhepunkt des Theaters in der DDR gilt. 1978 übersiedelte Matthias Langhoff in die Bundesrepublik, dort entstanden – weiterhin im Team mit Manfred Karge – weitere Regiearbeiten, etwa am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (u.a. "Fatzer", 1978) und nicht zuletzt von 1979 bis 1986 in Bochum bei Claus Peymann (u.a. "Marie. Woyzeck" nach Büchner, 1981, Heiner Müllers "Verkommenes Ufer / Medeamaterial / Landschaft mit Argonauten", UA 1983). 1986 trennten sich die Wege von Langhoff und Karge, Langhoff arbeitete fortan als freier Regisseur vorwiegend in Frankreich und in der französischsprachigen Schweiz. 1992 wurde Langhoff in ein Fünferdirektorium berufen, das nach der Demission Manfred Wekwerths das Berliner Ensemble leiten sollte – neben Langhoff bestehend aus Heiner Müller, Peter Zadek, Peter Palitzsch und Fritz Marquardt. Langhoff verließ diese Konstellation jedoch bereits 1993 aus freien Stücken. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin sowie Offizier der Légion d'honneur in Frankreich und lebt heute in Paris. 2009 inszenierte er am Landestheater Linz erstmals seit langer Zeit wieder im deutschsprachigen Raum. 2012 scheiterte am BE eine Wiedervereinigung des Regieduos Karge / Langhoff. Im Dickicht der Städte am Landestheater Linz (12/2009) Presseschau: Matthias Langhoff in der Berliner Zeitung über Kultur und Politik in Frankreich (7/2011) |
| Langhoff, Shermin | Shermin Langhoff, 1969 im türkischen Bursa geboren, ist Theaterleiterin und -produzentin. Seit 2013 ist sie Intendantin des Maxim Gorki Theaters. Die gelernte Verlagskauffrau arbeitete zunächst in Filmproduktionen und später als Regieassistentin u.a. von Fatih Akin. Im Auftrag von Matthias Lilienthal, damals Intendant des Berliner Hebbel am Ufer, kuratierte sie 2006 eine Festivalreihe, die unter dem Titel "Beyond Belonging" Theaterarbeiten von Künstlern aus der zweiten und dritten Migrantengeneration vorstellte. 2008 übernahm Langhoff die Leitung des Ballhauses Naunynstraße in Kreuzberg, ein ehemaliges Stadtteilkulturzentrum, das sie mit ihrem Konzept des "postmigrantischen Theaters" zu überregionaler Bedeutung brachte. Seit der Spielzeit 2013/14 leitet sie gemeinsam mit Jens Hillje das Berliner Maxim Gorki Theater. Meldung: Europäischer KAIROS-Kulturpreis für Shermin Langhoff (12/2010) Presseschau: Süddeutsche, Die Zeit und taz porträtieren das Ballhaus Naunynstraße und seine Leiterin Shermin Langhoff (2/2011) Meldung: Shermin Langhoff erhält den Stiftungspreis der Helga und Edzard Reuter-Stiftung (3/2011) Meldung: Markus Hinterhäuser und Shermin Langhoff übernehmen 2014 die Leitung der Wiener Festwochen (5/2011) Meldung: Moses-Mendelssohn-Preis für Shermin Langhoff (8/2012) Meldung: Shermin Langhoff wird Intendantin des Berliner Maxim Gorki Theaters (5/2012) Presseschau: Die Berliner Medien kommentieren die Ernennung Shermin Langhoffs zur Intendantin des Maxim Gorki Theaters (5/2012) Artikel: Die Pressekonferenz der neuen Intendanz des Berliner Maxim Gorki Theaters (9/2013) Presseschau: Shermin Langhoff spricht im Interview mit der Süddeutschen Zeitung übers Interkulturelle (11/2013) Presseschau: taz-Interview mit der Gorki-Chefin Shermin Langhoff zum Abschluss ihrer ersten Saison (7/2014) Presseschau: Die Zeit widmet Gorki Theater-Intendantin Shermin Langhoff ein Dossier (9/2014) Meldung: Bundesverdienstkreuz für Shermin Langhoff (2/ 2017) Meldung: Shermin Langhoff bleibt Intendantin (12/2019) Meldung: Gorki-Intendantin Shermin Langhoff verlängert (4/2021) Meldung: Dramaturgin klagt gegen Maxim-Gorki-Theater (4/2021) Medienschau: Machtmissbrrauchsvorwürfe gegen Gorki-Intendantin Shermin Langhoff (4/2021) Medienschau: Sind die Machtmissbrauchs-Vorwürfe am Berliner Maxim Gorki Theater noch ein Thema? (5/2021) Meldung: Gorki Theater Berlin: Çağla Ilk soll Intendantin werden (11/2024) |
| Langhoff, Thomas | Thomas Langhoff, geboren am 8. April 1938 in Zürich und verstorben am 18. Februar 2012 in Berlin, war Schauspieler, Regisseur und Theater-Intendant. Langhoff wuchs in Zürich und Ost-Berlin auf, studierte in Potsdam und Leipzig und war als Schauspieler in Potsdam engagiert, bevor er ab 1971 eine Zeitlang vor allem für das DDR-Fernsehen arbeitete. Am Ost-Berliner Maxim Gorki Theater und am dortigen Deutschen Theater entwickelte er ab Mitte der 70er Jahre seinen psychologisch-realistischen Inszenierungsstil. In den 80ern durfte Thomas Langhoff gelegentlich im Westen arbeiteten und inszenierte auch in Frankfurt/Main, Hamburg, München und Wien. Am 18. Februar 2012 ist er in Berlin gestorben. Seine Inszenierung der Übergangsgesellschaft von Volker Braun im Maxim Gorki Theater (1988) wurde schon vor der Wende zur Brücke des deutsch-deutschen Theaters: Sie gastierte im Mai 1988 bei den Mülheimer Theatertagen und konnte auch im Jahr darauf beim West-Berliner Theatertreffen gezeigt werden. 1991 wurde Thomas Langhoff Intendant des Deutschen Theaters, das schon sein Vater Wolfgang von 1946 bis 1963 geleitet hatte. Er etablierte das Haus als gesamtberliner Repertoire-Spielstätte mit spektakulär gutem Ensemble. Neben der Klassikerpflege kam auch die neue Dramatik nicht zu kurz. 1996 installierte er den jungen Regisseur Thomas Ostermeier als Leiter der autonomen Nebenspielstätte Baracke und öffnete damit die Schleuse für die Welle der Stücke des neuen britischen Realismus' auf deutschen Bühnen. Seit 2001 war Thomas Langhoff freiberuflich tätig. Wie sein Bruder, der Regisseur Matthias Langhoff, war er Mitglied der Akademie der Künste (bis 1993 Berlin Ost). Von 1994 bis 2003 und von 2006 bis zu seinem Tod stand er der Sektion Darstellende Kunst als Direktor vor. Am 18. März 2010 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Kunstpreis Berlin ausgezeichnet. Die Geschichte seiner Familie ist auch nachzulesen in Esther Slevogts Wolfgang-Langhoff-Biografie Den Kommunismus mit der Seele suchen. Klein Eyolf am Bayerischen Staatsschauspiel München (5/2007) Wallenstein am Burgtheater Wien (12/2007) Die Goldberg-Variationen am Berliner Ensemble (3/2008) Am Ziel am Bayerischen Staatschauspiel München (6/2008) Doña Rosita oder die Sprache der Blumen am Berliner Ensemble (2/2009) Ein Mond für die Beladenen am Bayerisches Staatschauspiel München (5/2009) Nachtasyl am Berliner Ensemble (1/2010) Endstation Sehnsucht am Berliner Ensemble (3/2011) Der Kirschgarten am Berliner Ensemble (10/2011) Essay: "Die Übergangsgesellschaft" von Volker Braun: Was das Wiederansehen von Thomas Langhoffs Iszenierung von 1988 zeigt (3/2023) |
| Lanik, Tina | Tina Lanik, 1974 als Tochter einer Wienerin in Paderborn geboren, ist Regisseurin. Lanik studierte in Wien zunächst Politikwissenschaften, mit dem Ziel, eine Laufbahn im diplomatischen Dienst einzuschlagen, brach jedoch das Studium ab und ging ans Theater. Seit 1999 arbeitet sie an großen Häusern in München, Wien, Bochum, Stittgart oder Berlin. Im Dickicht der Städte am Bayerischen Staatsschauspiel (11/2007) Romeo und Julia am Bayerischen Staatsschauspiel (5/2008) Diesseits am Bayerischen Staatsschauspiel (5/2009) Von morgens bis mitternachts am Bayerischen Staatsschauspiel (12/2009) Wir kommen gut klar mit uns am Bayerischen Staatsschauspiel (4/2010) Die Trägheit am Düsseldorfer Schauspielhaus (6/2010) Ursprung der Welt am Schauspiel Hannover (5/2011) Kinderkriegen am Residenztheater München (5/2012) Der Widerspenstigen Zähmung am Residenztheater München (10/2012) Stiller am Residenztheater München (6/2013) Drei Schwestern am Residenztheater München (3/2015) Eine Familie am Residenztheater München (7/2015) Hexenjagd am Residenztheater München (3/2016) Geächtet am Wiener Burgtheater (11/2016) Die Troerinnen am Münchner Residenztheater (3/2017) Kreise / Visionen am Münchner Residenztheater (6/2017) Die Dreigroschenoper am Schauspielhaus Zürich (9/2017) Marat/Sade am Residenztheater München (9/2018) Das Imperium des Schönen am Schauspiel Stuttgart (1/2019) Andi Europäer am Staatstheater Nürnberg (1/2020) Die Lage am Schauspiel Stuttgart (9/2020) Das Himmelszelt am Burgtheater Wien (9/20) Siebzehn Skizzen aus der Dunkelheit am Staatsschauspiel Stuttgart (7/2021) König Lear bei den Bad Hersfelder Festspielen (7/2023) Phädra, in Flammen am Akademietheater Wien (10/2023) |
| Latchinian, Sewan | Sewan Latchinian ist Schauspieler, Dramatiker, Regisseur und Intendant. Latchinian studierte Schauspiel an der Berliner Ernst-Busch-Schule, und begann seine Theaterlaufbahn als Schauspieler am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Dort entstand auch sein erstes Theaterstück "Grabbes Grab", das 1986 in Schwerin uraufgeführt wurde. 1988 wechselte Latchinian ans Deutsche Theater Berlin, wo auch seine erste Regiearbeiten entstanden. Von 2004 bis 2014 war er Intendant des Theaters Senftenberg, das unter seiner Leitung 2005 von der Fachzeitschrift "Theater heute" zum Theater des Jahres gekürt wurde. Im Juli 2010 sorgte ein von Latchinian angeregtes Patenschaftsmodell für finanzschwache Bühnen für Diskussionsstoff. Von 2014 bis 2016 war Latchinian Intendant des Volkstheaters Rostock. Faust I & II an der Neuen Bühne Senftenberg (9/2007) Schule der Arbeitslosen an der Neuen Bühne Senftenberg (12/2007) Grabbes Grab an der Neuen Bühne Senftenberg (10/2009) Drei Schwestern beim 7. Glückauffest an der Neuen Bühne Senftenberg (9/2010) Die Herrmannsschlacht an der Neuen Bühne Senftenberg (10/2009) Jedermann an der Neuen Bühne Senftenberg (9/2011) Die Verschwörung des Fiesco zu Genua an der Württembergischen Landesbühne Esslingen (2/2012) Werkstattinszenierung Die Schweizer Krankheit bei der Langen Nacht der Autoren am Deutschen Theater Berlin (6/2013) Das 10.GlückAufFest (diverse Arbeiten) an der Neuen Bühne Senftenberg (9/2013) 1. Stapellauf. Neubeginn (Untergang der Titanic / Ingrid Babendererde / Wie im Himmel) Nathan der Weise (beim 2. Stapellauf zur Spielzeiteröffnung 15/16) am Volkstheater Rostock (9/2015) Ein Volksfeind am Volkstheater Rostock (11/2015) Was war und was wird an den Hamburger Kammerspielen (9/2023) Kommentar: Rostock entlässt seinen unbequemen Volkstheater-Intendanten Sewan Latchinian (3/2015) Interview: Sewan Latchinian über seine fristlose Entlassung als Intendant des Volkstheaters Rostock (4/2015) Podcast: Über die komplizierte Lage am Volkstheater Rostock, die Sparpläne und den Konflikt zwischen Intendant Latchinian und Oberbürgermeister Methling (4/2016) |
| Latella, Antonio | Antonio Latella, am 2. März in 1967 in Castellammare di Stabia geboren, italienischer Regisseur und Autor, lebt in Berlin und Italien. Bis 2011 war er künstlerischer Leiter des Nuovo Teatro in Neapel. 2016 wurde er zum Leiter der Theaterbiennale in Venedig berufen. Studio su Medea als Gastspiel im Rahmen des Italienischen Theaterherbsts (11/2007) Trilogie der Sommerfrische am Schauspiel Köln (3/2008) Wild wuchern die Wörter in meinem Kopf bei den Wiener Festwochen (5/2009) Die Verwandlung und andere Erzählungen am Schauspiel Köln (10/2009) Mamma Mafia am Schauspiel Köln (5/2011) Die Wohlgesinnten am Schauspielhaus Wien (10/2013) Ödipus am Theater Basel (02/2016) Eine göttliche Komödie. Dante <> Pasolini am Residenztheater München (3/2019) Zorro und Wonder Woman am Staatstheater Cottbus (9/2021) Cyrano de Bergerac am Residenztheater München (9/2021)
Atto primo: Regista – Bericht von der Theaterbiennale 2017 |
| Laucke, Dirk | Dirk Laucke, 1982 im sächsischen Schkeuditz geboren, ist Dramatiker. Laucke wuchs in Halle auf und studierte von 2004 bis 2008 Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Für sein Stück "alter ford escort dunkelblau" wurde er 2006 mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet. 2007 folgte eine erste Einladung zu den Mülheimer Theatertagen. 2009 erhielt er den Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen. 2010 wurde er mit seinem Stück Für alle reicht es nicht zum zweiten Mal nach Mülheim eingeladen. Im selben Jahr erhielt er auch Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI.
Texte von Dirk Laucke auf nachtkritik.de:
alter ford escord dunkelblau am Thalia Theater Hamburg (1/2008) Silberhöhe gibts nich mehr am Thalia Theater Halle (3/2008) Stück gegen sich selbst im Rahmen der "Deutschlandsaga 00" an der Berliner Schaubühne (4/2008) Wir sind immer oben am Schauspiel Essen (9/2008) Der kalte Kuss von warmem Bier am Theater Heidelberg (5/2009) zu jung zu alt zu deutsch am Theater Osnabrück (5/2009) Für alle reicht es nicht am Staatsschauspiel Dresden (im Rahmen der Initiative After the Fall, 10/2009, eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen 2010) Stress! – Der Rest ist Leben am Grips Theater Berlin (2/2010) Für alle reicht es nicht am Deutschen Theater Berlin (4/2010) Bakunin auf dem Rücksitz am Deutschen Theater Berlin (10/2010) Alles Opfer! oder Grenzenlose Heiterkeit bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2011) Der kalte Kuss vom warmen Bier am Landestheater Schleswig-Holstein (9/2011) Angst und Abscheu in der BRD am Theater Oberhausen, auch Regie (10/2011) Einigkeit und ... am Theater Heidelberg, als Autor (6/2012) Jimi Bowatski hat kein Schamgefühl (UA) am Schauspielhaus Bochum (2/2013) Samurai am Theater Heidelberg (11/2013) Seattle am Theater Freiburg, als Autor (1/2014) Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute am Schauspiel Stuttgart (11/2014) zu jung zu alt zu deutsch am Staatstheater Hannover (12/2014) Kopflohn nach Anna Seghers bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2015) Luft nach oben am Deutschen Nationaltheater Weimar (11/2015) Karnickel am Schauspiel Köln (9/2016) Vom Gefühl her: Fuck u! bei Theater & Philharmonie Thüringen in Altenburg (11/2016) Sacrifice an der Oper Halle (3/2017) Nur die Harten (kommen in den Garten) (6/2018) Früher war alles am Staatsschauspiel Dresden (3/2019) Die Wache am Staatstheater Kassel (1/2022) Operation Abendsonne am Staatstheater Kassel (7/2023) Singletreff am Staatstheater Kassel (12/2023)
Report: Zwischen den Fronten – Dirk Lauckes umstrittenes "Ultras"-Projekt am Thalia Theater Halle (10/2009) Buchkritik: Mit sozialistischem Grusz, Roman (7/2015)
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| Laufenberg, Iris | Iris Laufenberg, 1966 in Köln geboren, ist Theaterintendantin. Nach dem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen war sie künstlerische Leiterin des Festivals Bonner Biennale, danach von 2003 bis 2011 Leiterin des Theatertreffens der Berliner Festspiele, bei dem sie unter anderem der Autor*innenförderung beim Stückemarkt ein neues Profil gab und die TT-Zeitung (später TT-Blog) einführte. Ihren inhaltlichen Schwerpunkt auf neue Dramatik baute sie auch als Schauspieldirektorin am Konzert Theater Bern aus. Von 2015 bis 2023 war sie Intendantin am Schauspielhaus Graz. Mit Beginn ihrer dortigen Intendanz gründete sie das jährlich stattfindende Internationale Dramatiker|innenfestival Graz, förderte desweiteren interdisziplinäre und genreübergreifende Projekte. Iris Laufenberg ist auch Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin der ETC (European Theatre Convention). Seit Beginn der Spielzeit 2023/24 ist sie Intendantin des Deutschen Theaters Berlin und damit Nachfolgerin von Ulrich Khuon. Meldung: Langjährige Theatertreffen-Leiterin wird neue Schauspieldirektorin am Konzert Theater Bern (11/ 2011) Meldung: Iris Laufenberg wird Intendantin in Graz (6/2014) Wunschzettel: Was sich Theaterschaffende für das Theater 2017 erhoffen (12/2016) Meldung: Intendantin Iris Laufenberg verlängert in Graz (11/2017 Recherche: Geschlechterungerechtigkeit im Theaterbetrieb – Gründe für die strukturelle Benachteiligung von Frauen und mögliche Lösungsansätze (5/2018) Bericht: Vorsicht Volksbühne – In der Berliner Akademie der Künste wird die Zukunft der Volksbühne diskutiert (6/2018) Meldung: Österreichische Intendant*innengruppe gegründet (10/2018) Meldung: Österreichische Intendant*innen fordern Wiederöffnung der Theater (5/2020) Meldung: Iris Laufenberg wird Intendantin am Deutschen Theater Berlin (11/ 2020) Kommentar: Iris Laufenberg wird Intendantin des Deutschen Theaters Berlin (11/ 2020) Nachtkritik: Zum Grazer Abschiedsabend "Das Ende vom Lied" mit Einschätzung von Laufenbergs Leitungsbilanz (5/2023) Bericht: Antrittspressekonferenz der neuen Intendantin Iris Laufenberg am Deutschen Theater Berlin (6/2023) |
| Laufenberg, Uwe Eric | Uwe Eric Laufenberg, geboren am 11. Dezember 1960 in Köln, ist Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter. Laufenberg studierte Schauspiel an der Folkwang Hochschule Essen. 1983 debütierte er am Staatstheater Darmstadt, 1985 wechselte er als Schauspieler und Regieassistent ans Schauspiel Frankfurt, ab 1988 folgten dort erste eigene Inszenierungen. 1990 ging Laufenberg als Regisseur ans Schauspiel Köln. Von 1993 bis 1997 war er Mitglied der Leitung am Schauspielhaus Zürich, danach wirkte er als Oberspielleiter und Regisseur am Maxim Gorki-Theater in Berlin. In den Jahren 2000 bis 2004 arbeitete Laufenberg als freier Regisseur und Schauspieler u. a. in Berlin, Brüssel, Genf und München. 2004 bis 2009 war er Intendant am Potsdamer Hans Otto Theater, von 2009 bis 2012 Intendant der Kölner Oper. Die Leistungen seiner Intendanz wurden im Herbst 2012 von der Fachzeitschrift Opernwelt in ihrer jährlichen Umfrage unter 50 internationalen Opernkritikern mit der Auszeichnung "Opernhaus des Jahres" gewürdigt. Zum Zeitpunkt der Auszeichnung war Laufenbergs Intendanz bereits beendet – nach einer harten kulturpolitischen Auseinandersetzung war ihm fristlos gekündigt worden. Von August 2014 bis 2024 war er Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Antwort an die Schnellvernichter – Uwe Eric Laufenberg, Regisseur des diesjährigen Bayreuther "Parsifal", bezichtigt seine Kritiker der Voreingenommenheit (8/2016) Die Satanischen Verse am Hans Otto Theater Potsdam (3/2008) Hedda Gabler am Staatstheater Wiesbaden (3/2016) Parsifal bei den Bayreuther Festspielen (7/2016) Glückliche Tage | Endspiel | Warten auf Godot am Staatstheater Wiesbaden (6/2020) Doktors Dilemma am Staatstheater Wiesbaden (Schauspielauftritt, 7/2021) Presseschau : Der Kölner Stadtanzeiger geht den Plänen zur Generalintendanz Laufenberg nach (2/2011) Meldung: Eklat in Köln: Opernintendant Uwe Eric Laufenberg wird böse (9/2011) Presseschau: Streit um Uwe Eric Laufenbergs Ausstieg aus der Intendanz der Kölner Oper (5/2012) Meldung: Köln kündigt Opernintendant Uwe Eric Laufenberg fristlos (6/2012) Presseschau: Die SZ und die taz berichten über Uwe Eric Laufenbergs Rücktritt als Intendant der Oper Köln (4/2012) Meldung: Uwe Eric Laufenberg wird Intendant in Wiesbaden (11/2012) Buchkritik: Palermo – ein Roman von Uwe Eric Laufenberg (9/2013) Meldung: Uwe Eric Laufenberg inszeniert 2016 statt Jonathan Meese in Bayreuth (11/2014) Meldung: Uwe Eric Laufenberg verlängert als Intendant in Wiesbaden bis 2014 (9/2016) Meldung: Laufenberg kündigt Intendanzende an (9/2021) Meldung: Uwe Eric Laufenberg nicht mehr Intendant in Wiesbaden (1/2024) |
| Lauterbach, Konstanze | Konstanze Lauterbach, 1954 im thüringischen Ronneburg geboren und am 24. Mai 2025 verstorben, war Theaterregisseurin. Nach dem Abitur machte Lauterbach 1972 zunächst eine Berufsausbildung als Textilfacharbeiterin in Gera. Zwischen 1974 bis 1976 arbeitete sie dann als Requisiteurin am Theater Gera. 1976 begann Lauterbach ein Studium der Germanistik und Literaturwissenschaft. In ihre Studienzeit fallen auch ihre ersten Regiearbeiten am Poetischen Theater der Leipziger Karl-Marx-Universität. 1982 bis 1984 leitete sie das Theater im Foyer des Theaters in Karl-Marx-Stadt (dem heutigen Chemnitz). 1987 bis 1990 war Lauterbach Regisseurin am Thüringer Landestheater Rudolstadt. Nach der Wende gehörte sie unter der Intendanz von Wolfgang Engel zum festen Regiestamm am Schauspiel Leipzig, inszenierte aber auch in Bremen, München und Wien. Die Kritiker der Zeitschrift Theater heute wählten sie 1993 zur Nachwuchsregisseurin des Jahres. 1996 erhielt sie den Deutschen Kritikerpreis. 2001 wechselte Konstanze Lauterbach als Regisseurin ans Berliner Deutsche Theater. In den Nuller- und Zehnerjahren arbeitete sie an diversen Häusern, vor allem in Essen und Rostock. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie abseits des Theaterbetriebs auf Sizilien. Tochter der Luft am Schauspiel Leipzig (2/2008) Atropa am Theater Konstanz (11/2009) Kohlhaas am Staatstheater Wiesbaden (1/2010) Die Kinder Agamemnons am Staatstheater Wiesbaden (10/2011) Graf Öderland am Schauspiel Essen (2/2012) Die Troerinnen am Nationaltheater Weimar (5/2012) Medea am Schauspiel Essen (2/2014) Das Leben des Galilei am Schauspiel Essen (6/2017) Schiff der Träume am Volkstheater Rostock (4/2018) Peer Gynt am Volkstheater Rostock (4/2019) Das Wunder von Mailand am Volkstheater Rostock (10/2021) |
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- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne





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