meldungen

Thorsten Weckherlin wird Intendant am Landestheater Tübingen

Kritiker einst, Krisenmanager jetzt

13. April 2013. Zum neuen Intendanten am Landestheater Tübingen (LTT) wurde der 50-jährige Hamburger Thorsten Weckherlin gewählt. Er tritt zur Spielzeit 2014/2015 an und löst Simone Sterr ab, die seit 2005 Intendantin am LTT ist und ihren Vertrag nicht verlängert hat. Weckherlin setzte sich bei der Abstimmung gegen den Tübinger Zimmertheater-Intendanten Axel Krauße und den frühren LTT-Vize Axel Preuß durch.

Nun auch in Basel: Breiviks Erklärung muss umziehen

Angst vor dem rechtsradikalen Gedankengut

10. April 2013. Wie zuvor schon bei der Uraufführung in Weimar (siehe Meldung) und München (siehe Meldung), wo sie beim Festival "radikal jung" eingeladen ist, muss die Produktion Breiviks Erklärung des Schweizer Regisseurs Milo Rau nun auch in Basel kurzfristig umziehen.

Leonhard-Frank-Preis 2013 für Heidi Fuchs

Von Geld und Götzen

6. April 2013. Für ihr Stück "Ein trojanisches Kalb" wurde die Dramatikerin Heidi Fuchs mit diesjährigen Leonhard-Frank-Preis ausgezeichnet. Das teilte das Würzburger Mainfranken Theater mit, das diesen Preis seit 2006 gemeinsam mit der Leonhard-Frank-Gesellschaft im Rahmen eines Wettbewerbs für junge Dramatikerinnen und Dramtiker vergibt. Heidi Fuchs wurde 1986 in Bonn geboren und war zunächst Designerin und Bühnenbildnerin, bevor sie 2012 an der Berliner Universität der Künste Szenische Schreiben zu studieren begann.

Rolf Michaelis gestorben

Kritische Kapazität

5. April 2013. Wie unter anderen die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, ist heute der Journalist Rolf Michaelis im Alter von 79 Jahren gestorben.

Intellektuelle rufen zum Widerstand gegen die Regierung Orbán in Ungarn

Gegenöffentlichkeit installieren

4. April 2013. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Theater der Zeit" rufen 40 Künstler und Intellektuelle aus Deutschland und Österreich dazu auf, europaweit eine Gegenöffentlichkeit zu installieren, um über die Entwicklungen in Ungarn zu informieren. Darüber hinaus sollen Strukturen geschaffen werden, um Protest und Widerstand gegen das Regime von Viktor Orbán organisieren und unterstützen zu helfen.

Thomas Arzt erhält Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis

Brüchige Heimatstücke

3. April 2013. Der österreichische Dramatiker Thomas Arzt erhält in diesem Jahr den Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis. "Seine brüchigen Heimatstücke sind aktuell und überraschend, dank ihrer analytisch zupackenden und dennoch poetischen Sprache", heißt es in einer Erklärung der Preisjury. Die Sprache Arzts mache die Angst und die Gewalt spürbar, so die Jury weiter, "die hinter der ländlichen Idylle des traditionellen, freundschaftlichen oder geschäftlichen Zusammenhalts lauern."

Frank-Patrick Steckel erhält Preis der Autoren 2013

Sinnliche Strenge

Frankfurt am Main, 20. März 2013. Der Theaterregisseur und ehemalige Intendant des Bochumer Schauspielhauses Frank-Patrick Steckel erhält den mit 5.000 Euro dotierten "Preis der Autoren 2013"der Autorenstiftung Frankfurt am Main für seine Übertragungen der Dramen von William Shakespeare. "Die Jury der Stiftung würdigt damit die philologische Akribie und die sinnliche Strenge, mit denen sich der Übersetzer und Regisseur seit Jahrzehnten jenseits aller Tagesmoden auch den unbekannteren Dramen Shakespeares widmet", heißt es in der Pressemitteilung.

Zwei ungarische Gastspiele in Strasbourg abgesagt

Erleichterung oder Enttäuschung?

Strasbourg/Budapest, 19. März 2013. Das Théâtre national de Strasbourg (TNS) hat zwei im April geplante Gastspiele aus Ungarn vom Spielplan genommen. Wie www.lalsace.fr und die FAZ melden, werden im April weder Anton Tschechows "Drei Schwestern" noch Ferenc Juhász' "Der Sohn, der ein Hirsch wurde" in der Regie des ungarischen Regisseurs Attila Vidnyanszky gezeigt.

Bühnenverein fordert TV-Kulturkanal

Ein Stück Zukunftssicherung?

15. März 2013. Heftige Kritik hat der Deutsche Bühnenverein in einer Erklärung an der Entscheidung des ZDF geübt, seinen Digitalkanal ZDFKultur einzustellen. Es könne nicht sein, dass sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zunehmend aus dem Kulturleben zurückziehen würden, zitiert die Erklärung den Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins Klaus Zehelein. Dies werde dem öffentlichen Programmauftrag des ZDF nicht gerecht. Im Kontext dieser Kritik fordert der Bühnenverein einen Fernsehkanal für Kunst, Kultur und ästhetische Bildung.

Keine Vertragsverlängerung für Alexander Pereira bei den Salzburger Festspielen

Das Vertrauen ist am Ende

11. März 2013. Wie verschiedene österreichische Medien, u.a. der Standard (7.3.2013), zum Ende der letzten Woche meldeten, soll der Intendant der Salzburger Festspiele Alexander Pereira nicht über 2016 hinaus verlängert werden, zumindest nicht "vom derzeit amtierenden Kuratorium", so der Standard. Anlass für den Streit mit dem Kuratorium ist eine Finanzierungslücke von 2,3 Millionen Euro im diesjährigen Budget der Festspiele, das Pereira auf 64,3 Millionen Euro veranschlagt habe.

Seite 199 von 253