meldungen
Thorsten Weckherlin wird Intendant am Landestheater Tübingen
Kritiker einst, Krisenmanager jetzt
13. April 2013. Zum neuen Intendanten am Landestheater Tübingen (LTT) wurde der 50-jährige Hamburger Thorsten Weckherlin gewählt. Er tritt zur Spielzeit 2014/2015 an und löst Simone Sterr ab, die seit 2005 Intendantin am LTT ist und ihren Vertrag nicht verlängert hat. Weckherlin setzte sich bei der Abstimmung gegen den Tübinger Zimmertheater-Intendanten Axel Krauße und den frühren LTT-Vize Axel Preuß durch.
Gespräche über Theaterfusion Rostock-Schwerin gescheitert
Schnittmenge nicht groß genug
13. April 2013. Das Kultusministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat die Gespräche über eine mögliche Theaterfusion zwischen dem Rostocker Volkstheater und dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin für gescheitert erklärt, bevor sie überhaupt begonnen haben. Das berichtet heute die Schweriner Volkszeitung.
Berliner Autorentheatertage: Auswahl 2013 steht
Weit gesucht
Berlin, 12. April 2013. Das Deutsche Theater hat das Programm der Berliner Autorentheatertage 2013 bekannt gegeben. Verantwortlich für die Auswahl ist Intendant Ulrich-Khuon sowie die Dramaturgie des DT. Das Festival findet vom 3. bis 15. Juni statt und verspricht Inszenierungen, "die sich in exemplarischer Weise mit zeitgenössischer Dramatik auseinander setzen".
Der ungarische Minister Zoltán Balog antwortet Matthias Hartmann
Einladung zum Gespräch
10. April 2013. Der ungarische Minister für Gesellschaftliche Ressourcen Zoltán Balog hat Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann auf dessen offenen Brief vom 30. Januar 2013 geantwortet. Das teilte das Wiener Burgtheater mit.
Nun auch in Basel: Breiviks Erklärung muss umziehen
Angst vor dem rechtsradikalen Gedankengut
10. April 2013. Wie zuvor schon bei der Uraufführung in Weimar (siehe Meldung) und München (siehe Meldung), wo sie beim Festival "radikal jung" eingeladen ist, muss die Produktion Breiviks Erklärung des Schweizer Regisseurs Milo Rau nun auch in Basel kurzfristig umziehen.
Leonhard-Frank-Preis 2013 für Heidi Fuchs
Von Geld und Götzen
6. April 2013. Für ihr Stück "Ein trojanisches Kalb" wurde die Dramatikerin Heidi Fuchs mit diesjährigen Leonhard-Frank-Preis ausgezeichnet. Das teilte das Würzburger Mainfranken Theater mit, das diesen Preis seit 2006 gemeinsam mit der Leonhard-Frank-Gesellschaft im Rahmen eines Wettbewerbs für junge Dramatikerinnen und Dramtiker vergibt. Heidi Fuchs wurde 1986 in Bonn geboren und war zunächst Designerin und Bühnenbildnerin, bevor sie 2012 an der Berliner Universität der Künste Szenische Schreiben zu studieren begann.
Rolf Michaelis gestorben
Kritische Kapazität
5. April 2013. Wie unter anderen die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, ist heute der Journalist Rolf Michaelis im Alter von 79 Jahren gestorben.
Sven Lehmann gestorben
Rabiat, schroff, unendlich zart
4. April 2013. Der Schauspieler Sven Lehmann ist tot! Das teilte am Abend das Deutsche Theater in Berlin mit, wo Lehmann zu den prägenden Schauspielern des Ensembles gehörte. Noch vor wenigen Monaten sah man ihn als Teiresias in der Eröffnungspremiere dieser Saison Ödipus Stadt und als Bürgermeister in Yasmina Rezas Stück Ihre Version des Spiels. Diese Rollen hatte er, wie nun das Deutsche Theater schreibt, trotz einer schweren Krankheit noch übernommen.
Intellektuelle rufen zum Widerstand gegen die Regierung Orbán in Ungarn
Gegenöffentlichkeit installieren
4. April 2013. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Theater der Zeit" rufen 40 Künstler und Intellektuelle aus Deutschland und Österreich dazu auf, europaweit eine Gegenöffentlichkeit zu installieren, um über die Entwicklungen in Ungarn zu informieren. Darüber hinaus sollen Strukturen geschaffen werden, um Protest und Widerstand gegen das Regime von Viktor Orbán organisieren und unterstützen zu helfen.
Haus der Kunst München will nicht "Breiviks Erklärung" zeigen
Überraschend ausgeladen
München, 4. April 2013. Wie die Pressestelle des Münchner Volkstheaters mitteilt, wird die zu "radikal jung" eingeladene Produktion Breiviks Erklärung des Schweizer Regisseurs Milo Rau nicht wie geplant im Haus der Kunst, sondern am 22. April im Saal des Münchner Stadtmuseums gezeigt.
Thomas Arzt erhält Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis
Brüchige Heimatstücke
3. April 2013. Der österreichische Dramatiker Thomas Arzt erhält in diesem Jahr den Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis. "Seine brüchigen Heimatstücke sind aktuell und überraschend, dank ihrer analytisch zupackenden und dennoch poetischen Sprache", heißt es in einer Erklärung der Preisjury. Die Sprache Arzts mache die Angst und die Gewalt spürbar, so die Jury weiter, "die hinter der ländlichen Idylle des traditionellen, freundschaftlichen oder geschäftlichen Zusammenhalts lauern."
Weiterhin keine Rückkehr ins Stuttgarter Schauspiel
Nächster Akt im Sanierungsdrama
27. März 2013. Wie das Schauspiel Stuttgart mitteilt, wird das Theater wegen aufgetretener Störungen im Probebetrieb der Bühnentechnik nicht wie vorgesehen noch in der Spielzeit 2012/2013 in das Schauspielhaus zurückkehren können. Erst im Februar war der geplante Übergabetermin verschoben worden. Damals waren auch zum ersten Mal die Befürchtung geäußert worden, die Wiedereröffnung des Hauses werde nicht mehr während der Intendanz Hasko Weber erfolgen. (Siehe Meldung).
Frank-Patrick Steckel erhält Preis der Autoren 2013
Sinnliche Strenge
Frankfurt am Main, 20. März 2013. Der Theaterregisseur und ehemalige Intendant des Bochumer Schauspielhauses Frank-Patrick Steckel erhält den mit 5.000 Euro dotierten "Preis der Autoren 2013"der Autorenstiftung Frankfurt am Main für seine Übertragungen der Dramen von William Shakespeare. "Die Jury der Stiftung würdigt damit die philologische Akribie und die sinnliche Strenge, mit denen sich der Übersetzer und Regisseur seit Jahrzehnten jenseits aller Tagesmoden auch den unbekannteren Dramen Shakespeares widmet", heißt es in der Pressemitteilung.
Zwei ungarische Gastspiele in Strasbourg abgesagt
Erleichterung oder Enttäuschung?
Strasbourg/Budapest, 19. März 2013. Das Théâtre national de Strasbourg (TNS) hat zwei im April geplante Gastspiele aus Ungarn vom Spielplan genommen. Wie www.lalsace.fr und die FAZ melden, werden im April weder Anton Tschechows "Drei Schwestern" noch Ferenc Juhász' "Der Sohn, der ein Hirsch wurde" in der Regie des ungarischen Regisseurs Attila Vidnyanszky gezeigt.
Peter Ensikat ist tot
Satire-Papst
Berlin, 19. März 2013. Der Berliner Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur und Kabarettist Peter Ensikat ist tot. Wie u.a. der rbb meldet, starb Ensikat am Montag an den Folgen einer schweren Krankheit. Er wurde 71 Jahre alt.
Bühnenverein fordert TV-Kulturkanal
Ein Stück Zukunftssicherung?
15. März 2013. Heftige Kritik hat der Deutsche Bühnenverein in einer Erklärung an der Entscheidung des ZDF geübt, seinen Digitalkanal ZDFKultur einzustellen. Es könne nicht sein, dass sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zunehmend aus dem Kulturleben zurückziehen würden, zitiert die Erklärung den Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins Klaus Zehelein. Dies werde dem öffentlichen Programmauftrag des ZDF nicht gerecht. Im Kontext dieser Kritik fordert der Bühnenverein einen Fernsehkanal für Kunst, Kultur und ästhetische Bildung.
Keine Vertragsverlängerung für Alexander Pereira bei den Salzburger Festspielen
Das Vertrauen ist am Ende
11. März 2013. Wie verschiedene österreichische Medien, u.a. der Standard (7.3.2013), zum Ende der letzten Woche meldeten, soll der Intendant der Salzburger Festspiele Alexander Pereira nicht über 2016 hinaus verlängert werden, zumindest nicht "vom derzeit amtierenden Kuratorium", so der Standard. Anlass für den Streit mit dem Kuratorium ist eine Finanzierungslücke von 2,3 Millionen Euro im diesjährigen Budget der Festspiele, das Pereira auf 64,3 Millionen Euro veranschlagt habe.
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