lexikon
| Begriff | Definition |
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| Hoffmann, Jutta | Jutta Hoffmann, geboren am 3. März 1941 in Halle an der Saale, ist Schauspielerin. Sie studierte an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg. Ihre erste Filmrolle erhielt sie 1960, ihr erstes Bühnen-Engagement am Berliner Maxim Gorki Theater 1962. Jutta Hoffmann war einer der großen Filmstars der DDR, sie spielte in Filmen von Frank Beyer, Egon Günther und Hermann Zschoche. 1972 wurde sie auf dem Filmfest in Venedig für ihre Rolle in "Die Dritte" von Egon Günther als beste Darstellerin ausgezeichnet und erhielt in der DDR den Nationalpreis. Als Unterzeichnerin der Petition gegen die Ausweisung von Wolf Biermann zunehmend an den Rand gedrängt, siedelte Hoffmann 1982 in die Bundesrepublik über, spielte bei Peter Zadek, Luc Bondy, Dieter Dorn und Einar Schleef in München, Hamburg, Salzburg und Berlin. Sie trat in der Fernsehserie "Motzki" auf und spielte von 1998 bis 2002 eine Kommissarin im "Polizeiruf 110". Als Professorin für Darstellende Kunst in Hamburg (bis 2006) unterrichtete sie unter anderen Marie Bäumer, Bibiana Beglau und Marc Hosemann. Wolfgang Behrens besprach für nachtkritik.de die Arbeitsbiographie Jutta Hoffmann – Schauspielerin (2/2012). |
| Höll, Wolfram | Wolfram Höll, 1986 in Leipzig geboren, ist Autor. Nach dem Bachelor in Literarischem Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel studiert Höll Scenic Arts Practice an der Hochschule der Künste Bern. Mit seinem Stück "Und dann" gewann er 2012 den Nachwuchspreis des Heidelberger Stückemarkts und, nach der Leipziger Uraufführung des Werks durch Claudia Bauer, 2014 den Mülheimer Dramatikerpreis. Im Mai 2015 gewann Höll den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. 2015 erhielt er den Förderpreis des Freistaats Sachsen, der im Rahmen des Lessingpreises vergeben wird. 2016 siegte Höll mit "Drei sind wir" abermals beim Mülheimer Dramatikerpreis. Und dann als szenische Lesung beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens (5/2012) Und dann am Schauspiel Leipzig (UA) (10/2013) Vom Verschwinden vom Vater am Theater Basel (5/2015) Drei sind wir am Schauspiel Leipzig (UA) (2/2016) Drei sind wir im Vestibül des Burgtheaters Wien (2/2017) Disko am Schauspiel Leipzig (UA) (2/2019) Nebraska am Theater Oberhausen (5/2021) Niederwald am Schauspiel Leipzig (12/2023) |
| Holm, Staffan Valdemar | Staffan Valdemar Holm, 1958 im südschwedischen Tomelilla geboren, ist Theater- und Opernregisseur und war von 2011 bis 2012 Generalintendant am Düsseldorfer Schauspielhaus. Ende November 2012 trat Holm überraschend von diesem Posten aus gesundheitlichen Gründen zurück. Holm studierte von 1984 bis 1988 an der Theaterakademie in Kopenhagen. 1986 war er im Rahmen dieser Ausbildung mehrere Monate Assistent an der Berliner Schaubühne, u.a. bei Peter Steins O'Neill-Inszenierung "Der haarige Affe (1986). Sieben von Steins einstigen Stammschauspielern hat Holm später als Intendant nach Düsseldorf engagiert, darunter Imogen Kogge, Tina Engel und Udo Samel. Von 1992 bis 1998 war Holm Intendant des Malmø Dramatiska Teater. 2002 übernahm er in Stockholm das Königliche Dramatische Theater (Dramaten). Von 2007 bis 2008 war er Vize-Präsident der UTE (Union der Theater Europas) und initiierte 2008 das europäische Theaternetzwerk "Mitos 21". Anlässlich seines Ausscheidens aus der Intendanz des Düsseldorfer Schauspielhauses kommentierte Andreas Wilink für nachtkritik.de Holms dortige Arbeit. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Staffan Valdemar Holm: Tartuffe am Schauspiel Frankfurt (4/2010) Hamlet am Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2011) Richard III. am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2012) Peer Gynt am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2013) Jalta am Düssldorfer Schauspielhaus (9/2013)
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| Hölscher, Julia | Julia Hölscher, 1979 in Stuttgart geboren, ist Regisseurin. Hölscher studierte Regie an der Hamburger Theaterakademie. 2007 wurde sie im Rahmen des Körber Studios für Junge Regie als beste Nachwuchsregisseurin ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2009/2010 war sie unter dem Intendanten Wilfried Schulz als Hausregisseurin am Staatsschauspiel Dresden engagiert. Seit Spielzeit 2015/16 wird sie eine von vier Hausregisseur*innen am Theater Basel unter Intendant Andreas Beck. Nachtkritiken zu Inzenierungen von Julia Hölscher: Ich bin nur vorübergehend hier im Schauspiel Hannover (10/2007) Kasimir und Karoline im Theater Magdeburg (5/2008) Adam und Evelyn am Staatschauspiel Dresden (9/2009) Woyzeck im Hans Otto Theater Potsdam (3/2010) Das Käthchen von Heilbronn am Staatsschauspiel Dresden (9/2010) Amphitryon im Hans Otto Theater Potsadam (3/2011) Einsame Menschen am Staatsschauspiel Dresden (5/2011) Liliom am Staatsschauspiel Dresden (6/2012) Crusoe am Oldenburgischen Staatstheater (1/2013) Fabian am Staasschauspiel Dresden (3/2013) Schlafgänger am Theater Basel (10/2015) Was ihr wollt am Theater Basel (8/2016) Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen am Theater Basel (2/2017) Das hässliche Universum am Schauspiel Frankfurt (9/2017) Amphitryon am Theater Basel (1/2018) Der starke Stamm am Residenztheater München (1/2020) Glaube Liebe Hoffnung am Theater Bonn (11/2024) Don Karlos am Staatstheater Kassel (4/2025) Maria Stuart am Theater Münster (3/2026) |
| Holz, Armin | Armin Holz, geboren 1953 in Krefeld, ist Theaterregisseur. Von 1983 bis 1985 studierte Holz Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Anschließend lernte er bis 1989 Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München und war ab 1986 Assistent bei Peter Zadek am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Seit jener Arbeit kreiert Holz in der Regel seine Bühnenbilder selbst. Eine lange Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Leipziger Maler Matthias Weischer. 2013 debütierte Holz mit Carl Maria von Webers "Freischütz" als Opernregisseur. Sein Engagement in der Leitung des Schauspielhauses Bochum unter Intendant Elmar Goerden ab 2005 endete im Zerwürfnis. Holz gilt nicht erst seit jener Zeit als eigenwilliger, eigensinniger und einzelgängerischer Regiekünstler, dem es immer wieder gelingt, für seine seltener werdenden Arbeiten die ersten Kräfte der Bühnenlandschaft zu gewinnen. Der einsame Weg am Schauspielhaus Bochum (5/2007) Was ihr wollt bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2010) Fräulein Julie am Schloss Neuhardenberg (8/2010) Familienfeste (1+2+3) / Gespenster & Mrs Dalloway & Viktoria und ihr Husar am Landestheater Linz (10/2015) Presseschau: Regisseur Armin Holz schießt in der FAS auf Theaterkollegen (10/2013) |
| Holzinger, Florentina | Florentina Holzinger, geboren 1986 in Österreich, ist Choreographin und Performerin. Holzinger studierte Choreografie an der School for New Dance Development (SNDO) der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Gemeinsam mit ihrem Studienkollegen Vincent Riebeek realisierte sie ihr erstes Duett "Kein Applaus für Scheiße" beim Bâtard Festival in Brüssel 2010 und arbeitete mehrere Jahre mit ihm gemeinsam. 2018 war sie mit "Apollon" zum "Impulse"-Festival eingeladen. Im Juni 2019 stellte der designierte Intendant René Pollesch Holzinger als feste Größe in seinem Volksbühnen-Team ab 2021 vor. Mit ihrer Arbeit "Tanz" war sie zum Berliner Theatertreffen 2020 eingeladen und wurde mit dem Nestroy-Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Im selben Jahr erreichte Holzinger in der Kritiker*innen-Umfrage des Fachmagazins Die Deutsche Bühne den ersten Platz in der Kategorie Tanz. 2023 wurde sie mit Ophelia's Got Talent, 2025 mit SANCTA! erneut zum Berliner Theatertreffen eingeladen. The Mermaid Show beim "In Transit" Festival in Berlin (6/2011, Performerin in einer Arbeit von Ann Liv Young) Schönheitsabend beim Festival "ImPulsTanz" in Wien (8/2015, gemeinsam mit Vincent Riebeek) Body + Feedom beim Festival "ImPulsTanz" in Wien (7/2016, gemeinsam mit Vincent Riebeek) Apollon beim "Impulse" Festival des freien Theaters in Mülheim an der Ruhr (6/2018) 3 Episodes of Life bei den Wiener Festwochen (5/2019, Perfomerin in einer Arbeit von Markus Öhrn) Tanz im Tanzquartier Wien (10/2019) Étude for an Emergency. Composition for ten bodies and a car an den Münchner Kammerspielen (3/2020) Festzug bei den Wiener Festwochen (5/2021) A Divine Comedy auf der Ruhrtriennale (8/2021) Ophelia's got Talent an der Volksbühne Berlin (9/2022), eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2023 Kranetude im Seebad Friedrichshagen (6/2023) SANCTA am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin (5/2024) SANCTA beim Theatertreffen in Berlin (5/2025) A Year Without Summer an der Berliner Volksbühne (5/2025) Theaterpodcast (23): Warum provoziert Nacktheit auf der Bühne, Florentina Holzinger und Ernst Stötzner? (3/2020) Meldung: Bestenliste des Magazins Die Deutsche Bühne (8/2020) Meldung: Nestroypreise 2020 vergeben (10/2020) Meldung: Einladungen zum Berliner Theatertreffen (1/23) Meldung: Die Auswahl zum Berliner Theatertreffen 2025 (1/2025) |
| Horizon, Kim de l' | Kim de l'Horizon, 1992 im Schweizer Ostermundigen geboren, ist eine nicht-binäre Person, die unter diesem Pseudonym Romane, Lyrik und Theatertexte verfasst. De l'Horizon studierte in Zürich und Bern zunächst Germanistik, Film- und Theaterwissenschaften. Es folgte ein Studium "Literarisches Schreiben" am Literaturinstitut in Biel. Anschließend schrieb sich Kim de l’Horizon für den Masterstudiengang Transdisziplinarität an der Zürcher Hochschule der Künste ein. De l'Horizons Romandebüt "Blutbuch" wurde 2022 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung, dem Deutschen Buchpreis und dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Nachtkritiken zu Texten von Kim de l'Horizon: Ein Sommernachtstraum an den Bühnen Bern (1/2022) Hänsel & Greta & The Big Bad Witch am Theater Bamberg (10/2023) Blutbuch am Schauspiel Hannover (12/2023) Blutbuch am Theater Magdeburg (1/2024) Blutstück am Schauspielhaus Zürich (2/2024) DANN MACH DOCH LIMONADE, BITCH am Schlachthaus Bern (2/2024) Mein Blutbuch am Theater Essen (6/2024) Andere Beiträge zu Kim de l'Horizon: Meldung: Deutscher Buchpreis für Kim de l'Horizon (10/2022) Meldung: Schweizer Buchpreis für Kim de l'Horizon (11/2022) Meldung: Nominierungen für den Heidelberger Stückemarkt 2023 (3/2023) Meldung: Hermann-Sudermann-Preis für Kim de l'Horizon (5/2023) Medienschau: Interview im Zürcher Tagesanzeiger (2/2024) Meldung: Auswahl für das Münchner Festival Radikal Jung 2024 (3/2024) Meldung: Publikumspreis für "Blutbuch" beim Festival Radikal Jung (4/2024) |
| Hörnigk, Henriette | Henriette Hörnigk, 1973 in Berlin geboren, ist Chefdramaturgin, stellvertretende Intendantin und Regisseurin am Neuen Theater in Halle. Hörnigk studierte bis 1997 Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität Berlin und der Université Paris V. Von 1992 bis 1994 war sie Dramaturgin am Theater Ramba Zamba in Berlin. 1998 wurde sie Dramaturgin am Staatstheater Schwerin, 2002 dann Chefdramaturgin. Seit der Spielzeit 2011/12 ist sie stellvertretende Intendantin und Regisseurin am Neuen Theater in Halle, seit der Spielzeit 2015/16 auch Co-Leiterin des Studio Halle. Hörnigk arbeitet als Dozentin, war Jurymitglied der Körber-Stiftung in Hamburg und adaptiert als Dramaturgin auch eigene Spielfassungen. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Henriette Hörnigk: Mephisto an den Bühnen Halle (4/2015) Wahlverwandtschaften an den Bühnen Halle (8/2015) Nackt über Berlin an den Bühnen Halle (9/2018) Die Küste Utopias, 1 Teil: Aufbruch am Staatstheater Wiesbaden (9/2020) Trilogie der Unschuld. Medea / Mauser / Quartett an den Bühnen Halle (4/2022) Amadeus am Staatstheater Meiningen (6/2024) Don Karlos am Schiller Theater Rudolstadt (9/2025) |
| Hornung, Sören | Sören Hornung, geboren 1989 in Berlin, ist Regisseur, Autor und Dozent für Schauspiel. 2012 gründete er mit Paula Thielecke das Theater Kollektiv Eins. 2016 beendete er das Regiestudium an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Sein Theaterstück "Sieben Geister" gewann 2018 den Chemnitzer Theaterpreis und war für den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts, sowie für den Osnabrücker Dramatiker*innen Preis nominiert. Für sein Stück "Arche NOA. Das Ende vom Schluss" erhielt er 2020 ein zweites Mal den Chemnitzer Preis und war wieder für den Autorenpreis in des Heidelberger Stückemarkts nominiert. 2021 gründete Hornung zusammen mit Hannes Hartmann und Janek Liebetruth die Gruppe Künstlerische Intelligenz. "Die letzte Geschichte der Menschheit" entsprang dieser Zusammenarbeit. Die Inszenierung des Textes am Schauspiel Frankfurt wurde 2023 für den Nachspielpreis des Heidelberger Stückemarkts nominiert. Nachtkritiken zu Stücken von Sören Hornung: Laika am Volkstheater Rostock, Text und Regie zusammen mit Paula Thielecke (12/2017) Sieben Geister am Theater Chemnitz (5/2018) Es ist noch nicht soweit beim Festival Theaternatur im Harz (8/2020) Arche NOA am Theater Chemnitz (5/2021) Von Maschinen und Menschen am Konzerthaus Wernigerode (10/2024) |
| Hosemann, Eva | Eva Hosemann, 1962 in Augsburg geboren, ist Schauspielerin, Theaterleiterin und Regisseurin. Hosemann erhielt ihre Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Ab 1982 war sie Schauspielerin u.a. am Burgtheater Wien, am Volkstheater Wien, an der Landesbühne Hannover und am Forum Stadtpark Graz. Seit 1995 ist sie auch als Regisseurin tätig. Von 1998 bis 2013 war Eva Hosemann Intendantin des Stuttgarter Theater Rampe ( bis 2003 gemeinsam mit Stephan Bruckmeier). Von 2001 bis 2004 leitete sie das Donaufestival Niederösterreich. Seit 2014 ist Eva Hosemann im künstlerischen Leitungsteam der Burgfestspiele Jagsthausen. Im Ausnahmezustand am Schauspielhaus Salzburg (4/2010) |
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