lexikon
| Begriff | Definition |
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| Sostmann, Moritz | Moritz Sostmann, 1969 in Halle an der Saale geboren, ist Regisseur, Schau- und Puppenspieler. Er studierte Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin und arbeitete anschliessend als Film- und Theaterschauspieler u.a. am Theater Basel, am Schauspielhaus Wien, am Hebbel Theater und am Maxim Gorki Theater Berlin. 2005 debütierte er am Thalia Theater in Halle als Regisseur. In seinen Arbeiten denkt Sostmann Schauspiel und Puppenspiel zusammen. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist er Hausregisseur am Schauspiel Köln. Nachkritiken zu Inszenierungen von Moritz Sostmann: Der gute Mensch von Sezuan am Schauspiel Köln (9/2013) Amerika am Schauspiel Köln (12/2013) Der Menschenfeind am Schauspiel Köln (12/2015) Und Pippa tanzt am Schauspiel Köln (3/2015) 3.31.93. Ein Großstadtreigen am Schauspiel Köln (11/2015) Victor oder Die Kinder an der Macht am Schauspiel Köln (4/2016) Faust I am Schauspiel Köln (2/2017) Das Opferfest am Schauspiel Köln (6/2021) Vor Sonnenaufgang am Schauspiel Köln (12/2022) Herzfaden am Hessischen Staatstheater Wiesbaden (12/2024) Bewohner am Schauspiel Erlangen (5/2025) Die Wurzel aus Sein am Theater Münster (1/2026) |
| Soubeyrand, Manuel | Manuel Soubeyrand, geboren 1957 in Köln und aufgewachsen in der DDR, war Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter. Am 27. Dezember 2022 starb er in Bad Oeynhausen. Nach einem Schauspielstudium an der Berliner Hochschule "Ernst Busch", wurde Soubeyrand ans Berliner Ensemble engagiert (1982 bis 1993) und arbeitete anschließend als freiberuflicher Regisseur. Von 2000 bis 2004 war er Schauspieldirektor und Chefregisseur am Theater Chemnitz. Seit 2004 leitet er die Württembergische Landesbühne in Esslingen.Von 2014 übernahm er die Intendanz der Neuen Bühne Senftenberg, die er bis Ende der Spielzeit 2021/22 geleitet hat. Othello an der Württembergischen Landesbühne in Esslingen (10/2012) Das Jahr100Spektakel an der Neuen Bühne Senftenberg (9/2014) Mutter Courage und ihre Kinder an der Neuen Bühne Senftenberg (9/2015) Meldung: Manuel Soubeyrand soll Intendant in Senftenberg werden (9/2013) Meldung: Manuel Soubeyrand auch im Gespräch für den Intendantenposten Pforzheim (1/2014) Meldung: Soubeyrand entscheidet sich für Intendanz in Senftenberg (1/2014) Meldung: Die Regisseurin Brigitte Soubeyran ist tot (1/2015) Meldung: Senftenberg: Intendant Soubeyrand hört auf (5/2020) Medienschau: Medienschau: Deutschlandfunk Kultur – Scheidender Senftenberger Intendant im Interview (7/2022) Meldung: Intendant Manuel Soubeyrand verstorben (12/2022) |
| Spelleken, Cosmea | Cosmea Spelleken, geboren 1995 und aufgewachsen in Freiburg, ist Regisseurin. Spelleken studierte zunächst Medienkunst an der HFG Karlsruhe und ab 2020 Regie an der Filmakademie Wien. Mit ihrem freien Theater-Medienkunst-Projekt "werther.live" sorgte sie während der Corona-Pandemie für Furore, wurde 2021 fürs nachtkritik-Theatertreffen ausgewählt, zum Heidelberger Stückemarkt und zum Nachwuchsregiefestival "radikal jung" in München eingeladen. Sie ist Mitglied des Kollektivs "punktlive", das sie aus dem "Werther"-Projekt heraus mitgründete. 2021 erhielt Spelleken die Auszeichnung Nachwuchsregisseurin des Jahres in der Umfrage von Theater heute. Nachtkritiken zu Arbeiten von Cosmea Spelleken: werther.live als freies Onlineprojekt (1/2021) möwe.live als Onlineprojekt für das Staatstheater Nürnberg (12/2021) odysseus.live als Hybridprojekt am Staatstheater Nürnberg (9/2022) Romeo <3 Julia im Theater am Werk in Wien (10/2023) Nach Mitternacht am Residenztheater München (9/2025) |
| Spiralblockaffäre | Spiralblockaffäre nennt man den Theaterskandal am 16. Februar 2006 im Schauspiel Frankfurt, unter Intendantin Elisabeth Schweeger. In Sebastian Hartmanns Inszenierung "Das große Massakerspiel oder Triumph des Todes" nach Eugène Ionesco attackierte der Schauspieler Thomas Lawinky den durch Unmutsbekundungen aufgefallenen leitenden Theaterkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Gerhard Stadelmaier. Er entriss ihm seinen Spiralblock und stöberte in den Aufführungsmitschriften, woraufhin der Kritiker den Saal verließ. Stadelmaier berichtete von den Ereignissen in der FAZ vom 18. Februar 2006 unter dem Titel Angriff auf einen Kritiker. Es schloss sich eine wochenlange Feuilletondebatte über das Selbstverständnis der Theaterkritik sowie Möglichkeiten und Grenzen interaktiver Theaterformen an. Nachdem Thomas Lawinky am Schauspiel Frankfurt kündigte, um seiner Demission zuvor zu kommen, bot Claus Peymann ihm medienwirksam Asyl am Berliner Ensemble an. Was Gerhard Stadelmaier von dem von ihm so genannten Regisseurstheater hält, hat er im Mai 2010 im brandenburgischen Schloss Neuhardenberg dargelegt. |
| Spregelburd, Rafael | Rafael Spregelburd, 1970 in Buenos Aires geboren, argentinischer Dramatiker und Regisseur. Das Deutsche Schauspielhaus stellte 2001 erstmals zwei Teile seiner "Heptalogie des Hieronymus Bosch" vor, sieben Stücke frei nach den sieben Todsünden. Nachdem "Die Dummheit" 2004 im Rahmen des Festivals Internationale Neue Dramatik (F.I.N.D. 4) an der Berliner Schaubühne szenisch gelesen wurde, interessierten sich weitere Theater für seine Stücke. Inzwischen ist er einer der wichtigsten Vertreter des argentinischen Theaters. Nachtkritiken zu Arbeiten von Rafael Spregelburd: Die Dummheit (Stuttgart, 7/2007), R: Friederike Heller Die Sturheit (Frankfurt, 5/2008), R: Burkhard C. Kosminski Die Panik (Luzern, 5/2008), R: Andreas Herrmann Alles (DEA) am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1/2010, auch Regie) Die Paranoia beim F.I.N.D.-Festival, Schaubühne Berlin (3/2010) Call me God am Münchner Residenztheater (11/2012, Co-Autor) Spam am Theater Rampe Stuttgart (3/2016), R: Marie Bues Inferno am Voralberger Landestheater Bregenz (2/2017), R: Steffen Jäger |
| Sprenger, Charlotte | Charlotte Sprenger, 1990 in Hamburg geboren, ist Regisseurin. Sprenger studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität in Lüneburg. Von 2013 bis 2016 war sie Regieassistentin am Schauspiel Köln, wo sie erste eigene Arbeiten entwickelte. Sie gehörte dem Kuratorenteam BRITNEY an, das die Außenspielstätte des Schauspiels Köln leitete. Ihre dort entstandene Uraufführung von Jonas Hassen Khemiris "Alles, was ich nicht erinnere" wurde 2018 zum Festival Radikal Jung nach München eingeladen. Seitdem arbeitete sie u.a. am Landestheater Linz, am Thalia Theater Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, Schauspiel Bonn, am Staatstheater Karlsruhe, dem Theater Basel und an den Münchner Kammerspielen. Interview: "Oh, Gott! Das ist ja die Hölle!" Die Schauspielerin Victoria Trauttmansdorff und ihre Tochter Charlotte Sprenger sprechen über Künstkerfamilien und das Zusammenarbeiten (5/2025) Zu der Zeit der Königinmutter am Deutschen Theater Berlin (12/2019) Minna von Barnhelm am Schauspiel Bonn (9/2019) Bambi oder eine Suche am Staatstheater Karlsruhe (3/2019) Draußen vor der Tür am Schauspiel Köln (10/2018) Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte am Landestheater Linz (2/2020) Hitchcock im Pyjama am Theater Basel (10/2020) Prinzessinnendramen I-III am Theater Bonn (4/2021) Die Politiker am Thalia Theater Hamburg (5/2021) Der gute Mensch von Sezuan am Nationaltheater Mannheim (2/2023) König Ubu am Theater der Keller Köln (5/2023) Sonne/Luft am Thalia Theater Hamburg (11/2023) Amerika / Der Verschollene an den Münchner Kammerspielen (10/2024) Was ihr wollt am Schauspiel Köln (1/2025) Die Möwe am Thalia Theater Hamburg (4/2025) Kabale und Liebe, Nationaltheater Mannheim (6/2025) Ein anderes Blau am Theater an der Ruhr (11/2025) |
| Stadttheaterdebatte | Stadttheaterdebatte. In der Artikel- und Interviewserie zur "Zukunft des Stadttheaters" – kurz Stadttheaterdebatte – schreiben auf nachtkritik.de Theatermacher*innen wie auch Theaterbeobachter*innen über die Gegebenheiten und Veränderungsmöglichkeiten der deutschsprachigen Theaterlandschaft. Im weltweiten Vergleich gilt die deutschsprachige Theaterlandschaft mit ihrer Vielzahl an öffentlich geförderten Theatern noch immer als einzigartig. Hervorgegangen aus den Hoftheatern des 18. und 19. Jahrhunderts und privaten bürgerlichen Theatern hat sich das Stadttheater im 20. Jahrhundert zu einer zentralen Stätte der Repräsentation, Vermittlung und Befragung von urbanen bürgerlichen Existenzbelangen entwickelt. Die Institution Stadttheater – zu der im weiten Sprachgebrauch auch die auf Landesebene mitgeförderten Staats- und Landestheater gerechnet werden – operiert mit einem großen Apparat an festangestelltem Personal, durch den ein umfangreicher Ensemble- und Repertoirebetrieb ermöglicht wird. Inwieweit dieses traditionsreiche System den künstlerischen und sozialen Ansprüchen der Gegenwart genügt und in welchem Konkurrenz- oder Austauschverhältnis es zur großen, vornehmlich projektbezogen geföderten Freien Szene steht, wird auf nachtkritik.de in der Stadttheaterdebatte diskutiert. Dem Stadttheater ist noch zu helfen – zu Positionen der Freien Szene, von Matthias von Hartz (6/2011) Die Funktion des Stadttheaters – zum Theater in der Netzgesellschaft, von Ulf Schmidt (7/2011) Geburt des Autors aus dem Nachspielen – zu Neuer Dramatik im Repertoirebetrieb, von Ute Nyssen (8/2011) Kraftzentren im Dickicht der Städte – Stadttheater als kommunaler Diskursmotor, von Torsten Jost und Georg Kasch (9/2011) Tendenzieller Fall der Legitimitätsrate – Ein Brief zum Arbeitsbuch "Heart of the City. Recherchen zum Stadttheater der Zukunft", von Nikolaus Merck (10/2011) In den Städten finden Kämpfe statt – Dirk Pilz und Christian Rakow sprechen mit dem Intendanten des Deutschen Theaters Ulrich Khuon (10/2011). Wer sich dauernd rechtfertigt, wird infrage gestellt – Marion Tiedtke zum Überleben der Theater als Ort der Kunst (1/2014) Auf dem Weg zum agilen Theater – Ulf Schmidts Vortrag zum "nächsten Theater" (2/2014 Bloß keinen Fisch essen – Tobi Müller über die angebliche Offenheit der Stadttheater (2/2014) Domestizierte Kreativität – Frank Krolls Verleger-Replik auf Ulf Schmidts Thesen zur Agilisierung des deutschen Theatersystems (3/2014) Wäre das schlimm? – Bernd Stegemann plädiert für das Künstlertheater (3/2014) Ändere die Welt, nicht das Theater – Klaus Völker über das Regisseursprojektetheater (5/2014) Offener Brief. Mannheimer Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski fordert den Solidaritätszuschlag für die Kultur umzuwidmen (6/2014) Wer in der milchglasigen Käseglocke sitzt ... – Peter Grabowskis Antwort auf Burkhard C. Kosminskis Forderung nach einem Solidaritätszuschlag für Kultur (6/2014) Denkt unökonomisch! – Der Heidelberger Intendant Holger Schultze plädiert für das Theater als nicht-interessengesteuerten Schutzraum (6/2014) Reißt die Mauern der Tradition ein! – Die Theater müssen erst ihre Kunstfreiheit zurückerlangen, um überhaupt zukunftsfähig zu sein, findet Matthias Weigel (10/2014) Wir müssen die alten Texte festhalten, indem wir sie loslassen, sagt der Dortmunder Dramaturg Alexander Kerlin Über die Wiedergeburt des Theaters aus der Rhetorik des Digitalen von Ulf Otto (10/2014) Über Gegenwartsdramatik und ein Theater jenseits des Mittelguten von Robin Detje (1/2015) Das Ensembletheater? Nur noch romantische Erinnerung! von Matthias Weigel (4/2015) Warum Ensembletheater tragende Säulen der deutschsprachigen Theaterlandschaft sind schreibt Thomas Bockelmann, Intendant des Staatstheaters Kassel (5/2015) Teamleitungen als Chance für reaktionsschnelle und lernfähige Theaterhäuser von Esther Boldt (6/2015) Die Dramaturgin Sabine Reich fordert das Theater dazu auf, seinen gymnasialen Habitus abzulegen von Sabine Reich (9/2015) Einwurf von Außen: Das deutsche Theater ist nicht so renovierungsbedürftig, wie seine Kritiker behaupten von Holger Syme (10/2015) Mark Terkessidis plädiert für einen Theaterwandel auf Augenhöhe mit der Öffentlichkeit von Mark Terkessidis (1/2016) Das Zeitalter der Dramaturgie von Christian Holtzhauer (1/2016) Dramaturg Harald Wolff über Theater als Erfahrungsräume für Demokratie von Harald Wolff (11/2016) Stephanie Gräve und Jonas Zipf zu Leitungsstrukturen an Theatern von Stephanie Gräve und Jonas Zipf (1/2017) "Kulturinfarkt"-Co-Autor Dieter Haselbach zum Reformbedarf des deutschen Theatersystems von Dieter Haselbach (1/2017) Christian Rakow widerspricht Dieter Haselbachs Forderung nach einem Ende des Stadttheatersystems von Christian Rakow (2/2017) Der Informierte Künstler – Thomas Schmidt modelliert das neue Mitbestimmungstheater (4/2017) Digitalität und Theater in der pandemischen Krise – Christiane Hüters Gedanken zum Weltübergang (4/2020) Stadttheaterdebatte reloaded – Vorwärtsschauende Rückblicke auf Stadttheater-Krisendiskurse (1/2021)
Plädoyer für ein populäres Theater – gegen Nischendenken, von Stefan Keim (11/2007) Der Traum von der Tabula rasa – zur Wiedergeburt des Stadttheaters aus dem Geist der Freien Szene beim Impulse Festival, von Dorothea Marcus (12/2007) Es muss auch ohne Video gehen – über das Theater in Zeiten der Finanzkrise, Gespräch mit Ludwig von Otting, kaufmännischer Geschäftsführer des Thalia Theaters Hamburg (4/2009) 15 Versuche für die Zukunft des Theaters – zum Festival Impulse und den Positionen der Freien Szene, von Matthias von Hartz und Tom Stromberg (11/2009) Die Verschwörung der Heuchler – über das Stadttheater im Zeitalter seiner Beschleunigung, von Michael Eberth (9/2010) Frieren fürs Migrantenprojekt? – zu Interkulturalität und Stadttheater, von Jürgen Reuß (1/2011) Migranten spielen auf den Sprechbühnen keine Rolle – zu Interkulturalität und Stadttheater, von Özgür Uludag (5/2011) Raus in die Stadt – aber wie? – zur Situation der Stadttheater in NRW, von Sarah Heppekausen (6/2011) Kommentar zur Debatte um die Spielplanabstimmung des Thalia Theaters, von Georg Kasch (12/2011) Videointerview mit Carl Hegemann zu den Ergebnissen der Thalia-Spielplanabstimmung, von Matthias Weigel (12/2011) Buchrezension: "Der Kulturinfarkt" – vier Kulturpolitiker wollen die Kulturlandschaft umkrempeln, von Nikolaus Merck (3/2012) Presseschau: "Der Kulturinfarkt" (3/4/2012) Zur "Kulturinfarkt"-Debatte – Der Angriff der Neoliberalen auf die Kulturförderung der öffentlichen Hand, von Matthias Burchardt (4/2012) Theater als GmbH – Was aus dem einstigen Heilsversprechen geworden ist von Stefan Rosinski (3/2013) Stuttgarter Rede zur Zukunft der Kultur von Heiner Goebbels (5/2013) Warum wir eine Unternehmensethik für das Theater brauchen von Daniel Ris (6/2013) Die Zukunft des Theaters von Thomas Ostermeier (7/2013) Abschiedsrede zur Schließung des Wuppertaler Schauspielhauses von Christian von Treskow (7/2013) Bekommt das Stadttheater noch mit, wie sich Gesellschaft verändert? – Wie das Theater Freiburg nach neuen Wegen sucht, von Jürgen Reuß (9/2013) Über ein Theater der Nationen von Johan Simons (10/2013) Wem gehört das Theater? – über ein Theater der Teilhabe von Björn Bicker (10/2013) Das Wirtschaftsmagazin brand eins über das deutsche Stadttheater am Beispiel des Thalia Theaters Hamburg (Presseschau vom 5. September 2014) Das Monatsmagazin Cicero schaut sich in der kriselnden deutschen Theaterlandschaft um (Presseschau vom 6. September 2014) Selam Opera! Der Sammelband erzählt aufschlussreich von Diversity im Opern- und Kulturbetrieb (Buchbesprechung 11/2014) Im Tagesanzeiger plädieren Christoph Fellmann und Andreas Tobler für eine gründliche Reform der Schweizer Theaterlandschaft (Presseschau, 16. Dezember 2014) Zeiten der Selbstermächtigung – Über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels ein Vortrag von Esther Slevogt (12/2014) Offener Brief zur Krise der Mehrspartenhäuser und des Theaters Plauen-Zwickau (4/2015)
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| Stanev, Ivan | Ivan Stanev, 1959 im bulgarischen Varna geboren und 2023 gestorben, war Regisseur, Autor und Filmemacher. Stanev studierte Philosophie und absolvierte an der Hochschule für Schauspiel, Regie und Theaterwissenschaft in Sofia ein Regiestudium. 1989 kam Stanev mit der Schauspielerin Jeanettte Spassova aus Sofia nach Berlin, wo er ein freies Theaterensemble gründete, dem von 1989–1993 u. a. auch Barbara Bürk angehörte. Auf Stanevs Anregung hin kam Anfang der 1990er Jahre auch Samuel Finzi nach Deutschland. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Ivan Stanev: Rustschuk - Die geretten Zunge am Theater Osnabrück (1/2011). Link: |
| Steckel, Frank-Patrick | Frank-Patrick Steckel, geboren am 10. Februar 1943 in Berlin, war Theaterregisseur, Autor, Übersetzer und von 1986 bis 1995 Intendant des Schauspielhauses Bochum. Er starb am 25. Januar 2024. Frank-Patrick Steckel studierte Kunstgeschichte in Hamburg und begann als Regieassistent an der damals von Claus Peymann geleiteten Studiobühne der Universität Hamburg. Ein erstes Engagement als Regisseur erhielt Steckel bei Ida Ehre an den Hamburger Kammerspielen. Er gehörte zu der Gruppe von Theaterleuten um Peter Stein, die 1970 die Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin übernahmen. Dort inszenierte er gemeinsam mit Peter Stein auch die erste Arbeit der neuen Truppe, Bertolt Brechts "Die Mutter" mit Therese Giehse in der Hauptrolle. Von 1978 bis 1981 war Steckel Oberspielleiter am Bremer Theater, 1986 wurde er Claus Peymanns Nachfolger als Intendant des Bochumer Schauspielhauses, das er bis 1995 gemeinsam mit der Choreographin Reinhild Hoffmann leitete. Seit 1995 arbeitet Steckel wieder als freier Regisseur. Darüber hinaus übersetzt er Stücke von Shakespeare und Molière. Für seine Shakespeareübertragungen erhielt der 2013 den Preis der Autoren. Frank-Patrick Steckel ist der Vater der Regisseurin Jette Steckel. Texte von Frank-Patrick Steckel auf nachtkritik.de: Essay: Zum Streit um die Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST (12/2019) Nachruf: Zum Tod von Wolf Redl (1/2011) Essay: Warum ich den Aufruf "Stiftet Aufruhr!" unterschrieben habe (4/2013) Nachruf: Frau Dr. Groenewolds Zimmer (9/2021)
Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Theater Bremen (2/2008) Plutos am Theaterlabor Bremen (2/2009) Macbeth am Theater Bremen (10/2009) Rein theoretisch am Theaterlabor Bremen (10/2010) Antworten an Deutschland im Centraltheater Leipzig (5/2011) Endspiel am Theater Bremen (10/2011) |
| Steckel, Jette | Jette Steckel, 1982 in Berlin geboren, ist Regisseurin. Nach dem Abitur 2001 ging Jette Steckel direkt ans Theater, war Assistentin u.a. an der Schaubühne Berlin, am Burgtheater Wien und am Thalia Theater in Hamburg. Bereits 2002 entstand, in Zusammenarbeit mit Carolin Mader, am Schauspielhaus Bochum eine erste Regiearbeit ("Kreisleriana"). Von 2003 bis 2007 absolvierte Steckel ein Regiestudium in Hamburg. Ihre erste Inszenierung nach Studienabschluss war 2007 Gerettet von Edward Bond. Die Regisseurin stammt aus einer Theaterfamilie. Ihre Eltern sind die Bühnenbildnerin Susanne Raschig und der Regisseur Frank-Patrick Steckel. 2024 wurde sie mit der Produktion Die Vaterlosen zum Berliner Theatertreffen eigeladen. Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jette Steckel: Gerettet am Thalia Theater Hamburg (11/2007) Caligula in der Box des Deutschen Theaters Berlin (9/2008) Spieltrieb am Kölner Schauspielhaus (4/2009) Die Welt ist groß und Rettung lauert überall (UA) bei den Salzburger Festspielen (8/2009) Othello am Deutschen Theater Berlin (11(2009) Woyzeck am Thalia Theater Hamburg (1/2010) Don Carlos am Thalia Theater Hamburg (1/2011) Kleinbürger am Deutschen Theater Berlin (5/2011) Der Fremde am Thalia Theater Hamburg (10/2011) Die schmutzigen Hände am Deutschen Theater Berlin (1/2012) Dantons Tod am Thalia Theater Hamburg (4/2012) Die Ratten am Thalia Theater Hamburg (1/2014) Das Spiel ist aus am Deutschen Theater Berlin (3/2014) Romeo und Julia am Thalia Theater Hamburg (9/2014) Das weite Land am Deutschen Theater Berlin (12/2014) Antigone am Burgtheater Wien (5/2015) Weine nicht, singe an der Staatsoper Hamburg (9/2015) Kasimir und Karoline – Glauben Lieben Hoffen am Thalia Theater Hamburg (11/2015) 10 Gebote am Deutschen Theater Berlin (1/2017) Das achte Leben (Für Brilka) am Thalia Theater Hamburg (4/2017) Ein Volksfeind am Wiener Burgtheater (11/2017) Der Sturm am Thalia Theater Hamburg (2/2018) Vor Sonnenaufgang bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen als Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin (5/2018) Medea und Jason am Thalia Theater Hamburg (10/2018) Zeiten des Aufruhrs am Deutschen Theater Berlin (2/2019) Die Katze und der General am Thalia Theater Hamburg (8/2019) Hamlet am Thalia Theater Hamburg (1/2020) Pippi Langstrumpf am Thalia Theater Hamburg (6/2021) Frankenstein am Deutschen Theater Berlin (9/2021) Das mangelnde Licht am Thalia Theater Hamburg (2/2022) Die Besessenen am Thalia Theater Hamburg (1/2023) Die Vaterlosen an den Münchner Kammerspielen (6/2023) Prinz Friedrich von Homburg an der Schaubühne Berlin (11/2023) Frau Yamamoto ist noch da am Schauspielhaus Zürich (9/2024) Mephisto an den Münchner Kammerspielen (3/2025) Die Jahre am Thalia Theater Hamburg (5/2025) Das große Heft am Schauspielhaus Bochum (11/2025) Meister und Margarita an den Münchner Kammerspielen (3/2026) |
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- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne





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